Endlich: Verfassungsschutz beobachtet auch Jenaische Burschenschaft Normannia

burschenschafter-gegen-neonazis-twSeit langem macht Blog BPA auf das Treiben der Jenaischen Burschenschaft Normannia aufmerksam und ist damit neben der Abgeordneten Katharina König das einzige Medium, das auf Normannia in letzter Zeit aufmerksam gemacht hat.

Nun ist auch der Verfassungsschutz aufmerksam geworden und hat öffentlich gemacht, dass er die Burschenschaft Normannia Jena – endlich – beobachtet und das nicht erst seit gestern. Kurios dabei: die AfD hatte eine Kleine Anfrage gestellt, offenbar um die ganz Rechten unter den Burschenschaften als Opfer zu präsentieren. Eine beliebte Strategie der rechten Szene: Täter-Opfer-Umkehr. Das ging nach hinten los, weil nun erst recht nun noch öffentlicher ist, dass der Verfassungsschutz auch Normannia beobachtet.

Normannia Jena ist damit die sechste Burschenschaft, die seit Gründung des Blogs BPA 2012 unter Beobachtung des Verfassungsschutzes genommen wird oder wieder genommen wurde (wie die Burschenschaften Frankonia Erlangen (DB, BG), Germania Hamburg (DB, BG), Danubia München (DB, BG), Dresdensia-Rugia Gießen (DB), Chattia Hamburg und nun wieder Normannia Jena (ex BG)).

Zitat aus Antwort von Minister Popenhäger auf Kleine Anfrage (Drucksache 6/1746):

„Das Amt für Verfassungsschutz beobachtet derzeit eine Burschenschaft in Thüringen, zu der tatsächliche Anhaltspunkte für rechtsextremistische Bestrebungen vorliegen. Hierbei handelt es sich um die Burschenschaft „Normannia zu Jena“ (Normannia). …Es liegen Erkenntnisse über die personelle Verzahnung mit dem rechtsextremistischen Spektrum durch Mitgliedschaft aktiver Rechtsextremisten vor. Äußerungen von Burschenschaftern in Vorträgen oder im Facebook-Profil der „Normannia“ weisen in Teilen rechtsextremistische Bezüge auf. Auch fanden sich nationalistische und revisionistisch beeinflusste Äußerungen im Selbstverständnis auf der – zwischenzeitlich offline geschalteten Internetseite der Burschenschaft. Darüber hinaus deuten die von der Burschenschaft genutzten Trefforte auf eine Nähe zur rechtsextremistischen Szene hin. So nutzte die Burschenschaft beispielsweise in der Vergangenheit das Szeneobjekt „Braunes Haus“ in Jena für ihre Veranstaltungen.“

Ebenfalls kurios:
Die AfD zitiert in ihrer Kleine Anfrage Katharina König und ihr Portal Haskala ;):

„Vergleiche http://haskala.de/2015/11/19/afd
fraktion
platziert
bundessprecher
der
deutschen
burschenschaft
in
den
thueringer
innenausschuss/#more
18407“

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