Neuer Verband startet am 30. September: Allgemeine Deutsche Burschenschaft (ADB)

marke-burschenschaftViel Zeit haben sie sich gelassen, die aus dem Verband der ganz rechten Burschenschaften – Deutsche Burschenschaft (DB) – ausgetretenen konservativen Bünde. Viel Zeit seit der DB-Austrittswelle ab 2012 , die offenbar notwendig war, um die unterschiedlichen Interessensschwerpunkte von konservativen Burschenschaften unter einen Hut zu bringen. Dabei ging es u.a. um Fragen: wie abgrenzen nach rechts? Wie es halten mit der Fechtfrage? Welchen Nutzen soll der neue Verband seinen Mitgliedern bieten? Nun ist es soweit: am 30. September 2016 wird der neue Burschenschafterverband gegründet. Gründungsort ist der Startpunkt der burschenschaftlichen Idee vor 200 Jahren – Jena. Der Name des neuen Dachverbandes für konservative Burschenschaften wird „Allgemeine Deutsche Burschenschaft“ (ADB) lauten.

Ab 30. September gibt es dann drei größere Dachverbände für Burschenschaften:

ADB (Allgemeine Deutsche Burschenschaft) für konservative Burschenschaften

NeueDB (Neue Deutsche Burschenschaft) für liberale Burschenschaften

DB (Deutsche Burschenschaft) für rechte und extrem rechte Burschenschaften.
Vier DB-Bünde bereits werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Der Verband hat seit 2008 u.a. wegen des Rechtsrucks etwa die Hälfte seiner Mitgliedsbünde verloren. Der neue konservative Verband ADB wird für in der DB noch verbliebene einzelne konservative Bünde sicherlich interessant werden.

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12 Antworten zu “Neuer Verband startet am 30. September: Allgemeine Deutsche Burschenschaft (ADB)

        • @Monokel – da haben Sie recht, daher haben wir bei Buxen mal nachgefragt und uns die Eckpunkte bestätigen lassen. Sie haben sicherlich Verständnis, dass wir die Quellen nicht offen legen. Daher meine Empfehlung: fragen Sie doch auch einmal beim neuen Verband nach, die Ansprechpartner sind den Szenekennern doch bekannt.

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          • Mit den Münchner Arminen-Rhenanen auf dem Bild, die neben Hilaritas zu den federführenden Burschenschaften der IBZ gehört. Ich wünsche dem neuen Verband viel Erfolg und freue mich, dass die Mehrzahl aus pflichtschlagenden Burschenschaften besteht. In der NDB haben sich ja eher die klingenscheuen Bünder versammelt 😉

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            • @Heidelbert – als Blogger kann man den Eindruck haben, dass Burschenschaften die Corps auf dem Paukboden überholen wollen. Ist das Fechten den so zentral heutzutage, gibt es für Buxen kein anderes gemeinsames Erlebnis, was zusammenschweißt? Wodurch unterscheiden sich Burschenschaften noch von Corps wenn sie so viel fechten und bierjungen wie diese. Durch Aufritte bei Pegida oder Oszillieren zwischen urburschenschaftlichem Größenwahn (wir haben die Demokratie erfunden) und peinlichem Gejammer (wir sind die Opfer der bösen Linken). Quo vadis Burschenschaften? Wann gibt es eigentlich mal Reformen bei Burschenschaften? Oder nur noch Restauration?

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              • Was erwarten Sie denn, …. (Red. Hinweis: versuchen Sie bitte auch in Ihrer Anrede ein gewisses akademisches Niveau darzustellen anstatt ihrer üblichen Beschimpfung, Danke Ihre Redaktion) ? Das Bünde jetzt alle ihre Wehrhaftigkeit überdenken sollen? Natürlich ist das Schlagen von Mensuren bei den meisten Bünden ein essentieller Bestandteil des Aktivenlebens. Ich kann es verstehen, wenn Korporationen, die eher an ablegenen Hochschulorten beheimatet sind, fakultativ schlagend sind. Ich finde es auch in Ordnung, wenn Bünde, die ihren Mitgliedern es bisher freigestellt haben, zu fechten, dies auch weiterhin tun. Das Hinterfragen der Mensur an sich ist allerdings völliger Unsinn und geht an der eigentlichen Fragestellung meilenweit vorbei.

                Ihre Polemik aufgreifend, dass sich pflichtschlagende Bünde den Corps andienen wollen (ich wusste nicht, dass sich bspw. in Österreich irgendwelche Burschenschaften den Corps andienen wollen), könnte man nun genauso polemisieren, dass sich (de facto) nichtschlagende Bünde dem VDSt andienen wollen.

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              • @BPA Fechten: der Unterschied zwischen Burschenschaften und Corps ist: Corps fechten viel, ohne – so meine Auffassung – auf die Qualität zu achten (aber da lasse ich mich gerne eines Besseren belehren); Burschenschaften achten auf technische Qualität (ausser in Wien, da ist es ein sinnloses Herumgehaue).
                Das Pflichtschlagen, das ist meine ganz persönliche Erfahrung, bringt ausserordentlich viel, darauf möchte ich nicht verzichten, weder für mich, noch für meinen Bund. (Die Gründe möchte ich nicht in einem öffentlichen Forum ausbreiten, sie sind zu persönlich, würden aber jedem einleuchten.)
                Wodurch unterschieden sich Burschenschaften und Corps?
                Im besten Falle in der politischen Erziehung und der Herausbildung eines partei- , religions- und schichtunabhängigen Bewusstseins für die Demokratie bei den Burschenschaften. Die Corps legen mehr Wert auf Gesellschaft als auf politische Bildung, einem Burschenschafter muss man undemokratisches Denken mehr vorwerfen als einem „Currie“.
                Dass es beim Ausprobieren demokratischer Formen in den Aktivitates manchmal zu Fehlern kommt muss man – im Rahmen – tolerieren; es gilt der Satz: „Wer nichts macht, macht auch keine Fehler, aber er lernt auch nichts aus Fehlern.“

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  1. Die Stellung zur Mensur ist meine persönliche Meinung, außerdem bin ich selber Corpsstudent; ich bin mit einigen Burschenschaftern befreundet) die zur liberalkonservativen, aber schlagenden Fraktion gehören. Wir waren unisono der Meinung, dass der Kompromiss von 1971 für die Deutsche Burschenschaft schädlich war. Das betrifft nicht nur die Aufnahme der österreichischen Burschenschaften, sondern auch die Aufgabe der Pflichtmensur. Ich persönlich halte das fakultative Fechtprinzip für einen faulen Kompromiss. Entweder alle oder keiner (wie beim CV). Der Mensur messe ich heute noch einen besonderen Wert bei, denn wir konnten stets dabei Mitläufer, Mietnomaden und Freibiergesichter fernhalten. Außerdem macht Fechten Spaß und schweißt zusammen. 😉 Wenn jemand aus religiösen oder sonstigen Gründen nicht fechten kann/ will etc., respektiere ich das. dafür gibt es ja den Wingolf, CV, etc….

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