NSU-Prozess: V-Mann-Verdacht gegen Mario B., ex-Burschenschafter

burschenschafter-gegen-neonazis-twFür einen Eklat im NSU-Prozess sorgte Mario B., ex-Burschenschafter, bei seinem zweiten Auftritt. Erstmals könnte im Prozess „mitten im Gerichtssaal ein Spitzel enttarnt“ worden sein, schreibt die Süddeutsche. Auch der BR schildert die Details der erstaunlichen Auffdeckung: „Auf die direkte Frage des Nebenklage-Anwalts Yavuz Narin, ob er als Spitzel tätig gewesen sei, verweigerte der Zeuge Mario B. die Aussage – mit dem Hinweis, dass er zur Beantwortung der Frage möglicherweise eine Aussagegenehmigung brauche. Das legt nahe, dass er tatsächlich für einen Geheimdienst tätig war.“ Mario B. sei einer der beiden Anführer des Neonazi-Netzwerks „Thüringer Heimatschutz“ gewesen – neben Tino Brandt (als V-Mann enttarnt). Mario B. habe eingeräumt, so der BR, „dass er während seines Wehrdienstes in Bayern von Mitarbeitern des Militärischen Abschirmdienstes stundenlang befragt wurde. Auch nach seinem Wehrdienst lebte er in Bayern, und zwar im Haus einer Bayreuther Burschenschaft.“

Richter Manfred Götzl wird Mario B. erneut vorladen – zum vierten Mal. Die SZ: „Brehme muss wieder kommen. Mit oder ohne Aussagegenehmigung. Das wird keine leichte Wartezeit, für ihn und seine Kameraden.“

Die Bundestagsabgeordnete Petra Pau hat direkt nach dem Auftritt Mario B.s mit den Worten „Viel zu untersuchen“ angekündigt, dass sich der zum zweiten Mal eingesetzte NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages des Themas V-Leute annehmen wird.

Links: Süddeutsche.de „Haben Sie für den Militärischen Abschirmdienst gearbeitet? „, Bayerischer Rundfunk „237. Verhandlungstag“, Blog BPA „Burschenschaft Thessalia gesteht Mario B.s Mitgliedschaft“ (Okt. 2014)

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Eine Antwort zu “NSU-Prozess: V-Mann-Verdacht gegen Mario B., ex-Burschenschafter

  1. Bedeutet das, dass der VS einen V-Mann bei der Burschenschaft in Bayreuth eingeschleust hat oder es zumindest versucht hat? Gibt es Verbindungen zu einem V-Mann bei einer Burschenschaft in Bonn? Letzterer hat für viel Bekanntheit seiner Gedanken in den Medien gesorgt, nicht zuletzt durch erfolglose Züge vor Gericht. Wer bezahlt das alles?

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