Verfassungsschutz hat Burschenschaft Danubia „als Ganze im Blick“

polizei-burschenschaftImmer wieder fragt die Süddeutsche Zeitung beim bayerischen Verfassungsschutz nach der Burschenschaft Danubia München, deren Studenten der Dienst seit Jahren als rechtsextremistische Organisation einstuft und beobachtet.

Der Grund für die aktuelle Anfrage beim Dienst ist der Artikel vom Danuben-Alten Herren Fred Duswald in der Zeitschrift Aula.  Die SZ titelt dazu mit den Worten „Burschenschaft Danubia: Hetze gegen KZ-Überlebende“. Nachdem der Verfassungsschutz die Aktivitas der Danubia entsprechend eingestuft hat, sagt der Dienst der SZ, er habe die Danubia „als Ganze im Blick“. Treffend analysiert SZ-Redakteur Sebastian Krass, die Alten Herren der Danubia seien eigentlich darauf bedacht, „bei ihren öffentlich bekannten Kontakten nicht die Grenze zum behördlich definierten Rechtsextremismus zu überschreiten.“ Duswalds Text in der Aula zeige lt. SZ aber, „welches Gedankengut dort kursiert und offenbar akzeptiert wird.“

Bereits im letzten Jahr sagte der Verfassungsschutz der Süddeutschen, „er habe „die Entwicklung der Danubia insgesamt“ im Blick.“ Grund war die Einladung der Danubia-Alten Herren an Martin Pfeiffer (Aula-Chefredakteur, Burschenschafter), den der bayerische Verfassungsschutz laut SZ offiziell als „einschlägig bekannten Rechtsextremisten“ einstufte.

Gegen Fred Duswald und Martin Pfeiffer hat der österreichische Nationalratsabgeordnete Harald Walser eine Strafanzeige angekündigt und und bei der Staatsanwaltschaft eingereicht.

Über immer mehr Mitglieder und Alte Herren der Burschenschaft Danubia München schreiben Medien im Zusammenhang mit rechten Ausfällen: Michael Vogt (Zeit online), Bernd K. (Süddeutsche), Benjamin Nolte (Spiegel online), Alexander Wolf (taz) und jetzt wieder Fred Duswald.

Irgendwann wird das behördliche Fass auch für Danubia überlaufen, wie das Beispiel Germania Hamburg gezeigt hat.

Link: Süddeutsche.de, 5.10., „Burschenschaft Danubia: Hetze gegen KZ-Überlebende“

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