NSU-Prozess 3.9.: zum 2. Mal ist ex-Burschenschafter Mario B. geladen

burschenschafter-gegen-neonazis-twAm 15. Juli war sein erster Auftritt im NSU-Prozess, für den 3. September ist er direkt nach der Sommerpause erneut und zum zweiten Mal als Zeuge geladen, berichtet der SWR : Mario B., ehemals Mitglied der Burschenschaft Thessalia Prag zu Bayreuth (Dt. Burschenschaft) und ex-Stv. Leiter des Thüringer Heimatschutzes. Thessalia hatte seine Mitgliedschaft eingestanden – und gleichzeitig „politische motivierte Gewalt und Terrorismus“ abgelehnt. Im NSU-Prozess machte Mario B. deutlich, dass er „immer noch stramm auf Rechtskurs“ sei, wie der Bayerische Rundfunk schrieb. Und den NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt bezeichnete Mario B. als „Freund“, Uwe Mundlos als „Kamerad“, berichtet ebenfalls der BR. Als Zeugenbeistand brachte Mario B. den Rechtsanwalt Stefan Böhmer mit, so der Bayr. Rundfunk. Böhmer ist Alter Herr der Burschenschaft Frankonia Erlangen, schrieb u.a. Nordbayern.de.

Zahlreiche Medien und Experten widmeten sich der Aussage von Mario B. bei seinem ersten Auftritt, darunter Bayerischer Rundfunk, taz, Thüringer Allgemeine, Tagesspiegel, Spiegel online, ZEIT NSU-PROZESS-BLOG, die Anwälte der NSU-Nebenklage.

Was Mario B. am 15. Juli im NSU-Prozess gesagt hat, finden Sie hier im Blog BPA als Mitschrift eines Prozessbeobachters (ohne Gewähr, da Mitschrift von Gehörtem).

Die Bayerische SPD nahm den Fall zum Anlass, einen Antrag auf die Tagesordnung ihres Parteitages im Juni zu setzen. Wäre der Antrag abgestimmt und genehmigt worden, „dann – berichtete Stopptdierechten –  droht der Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth Unangenehmes – ein Verbotsverfahren wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Die bayerische SPD will eine Prüfung der Thessalia, weil ein Mitglied dieser Burschenschaft im engeren Dunstkreis der Neonazis vom NSU aktiv war. Unangenehm wäre das wohl für den FPÖ- Abgeordneten Axel Kassegger, der bei der Thessalia Mitglied ist“, so Stopptdierechten. Doch Thessalia hatte zunächst noch Glück, da der Antrag nicht zu Abstimmung kam.

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