CSU-Burschenschafter Markus Söder interveniert: Biergarten für Verbindungen wieder offen

Szenefoto aus "Waffenschweine", der Uraufführung des Theater Bonn / (C) Thilo Beu

Wieder Bier- und Kastenjungen im Biergarten möglich/ Szenenfoto aus „Waffenschweine“, der Uraufführung des Theater Bonn / (C) Thilo Beu

In der Biergarten-Posse um den Burschenschafter-Bann des Münchner Hofbräukellers haben Studentenverbindungen ihre politischen Muskeln spielen lassen und eine Aufhebung des Banns mithilfe des obersten bayerischen Burschenschafters und vermutlich künftigen bayerischen Ministerpräsidenten durchgesetzt. Zunächst sollten pauschal 80 Müchner Studentenverbindungen verbannt wurden, nun bleibt noch ein Hausverbot für drei Burschenschaften sowie Einzelfallprüfung bestehen.

Bewirkt hatte den Sinneswandel das gut funktionierende politische Netzwerk von konservativ-katholischen Verbindungstudenten und konservativen bis rechten Burschenschaftern. Die konservative katholische Studentenverbindung Alemannia München hatte einen Shitstorm auf Bewertung- und Social Media-Portalen angestossen. Burschenschafter von NPD und FPÖ waren aufgesprungen. Daraufhin kritisierte der grüne Nationaratsabgeordnete Harald Walser die „FPÖ-Hetzkampagne gegen den Hofbräukeller“ und forderte eine Entschuldigung vom FPÖ-Abgeordneten und Burschenschafter (Nibelungia Wien) Christian Hafenecker.

Bild.de berichtete über den weiteren politischen Prozess: der den Shitstorm initiierende KSStVer von Alemannia sprach seinen Alten Herren an, der für die CSU im Landtag sitzt. Und CSU-Burschenschafter plus Finanzminister Markus Söder (B! Teutonia Nürnberg) schaltete sich ein und kritisierte laut Bild.de den Hofbräukeller-Wirt, dass man Studentenverbindungen nicht pauschal aus dem Hofbräukeller ausschließen könne. Bild.de machte auch deutlich, dass der Hofbräukeller im Staatsbesitz sei und der Hofbräukeller-Wirt nur Pächter. Und Bild.de machte auch deutlich, dass der Hofbräukeller-Wirt mit Burschenschafter Markus Söder „seinen obersten Chef“ aus dem Hofbräukeller geworfen habe. Nachdem Burschenschafter-Söder sich eingeschaltet hatte, traf sich der Hofbräukeller-Wirt mit KdStV Alemannia, zog danach seinen Bann zurück und will nun Verbindungen im Einzelfall prüfen.

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Eine Antwort zu “CSU-Burschenschafter Markus Söder interveniert: Biergarten für Verbindungen wieder offen

  1. Nach der Veröffentlichung auf der Facebook-Seite vom Hofbräukeller gab es eine Aussprache zwischen den Beteiligten. Eine verbindliche Weisung von Söder gab es gerade nicht.

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