Rechtsextreme Burschenschaft Chattia beim DB-Burschentag

polizei-burschenschaftErneut hat der Hamburger Verfassungsschutz die pennale Burschenschaft Chattia Friedberg zu Hamburg in seinen Verfassungsschutzbericht 2014 aufgenommen, weil sie „deutliche Bezüge zum Rechtsextremismus“ aufweise. Für die Deutsche Burschenschaft ist dies offenbar ohne Relevanz. So verbreitet Chattia auf ihrer Facebook-Seite (31. Mai), dass sie beim Burschentag 2015 der Deutschen Burschenschaft in Eisenach gewesen sei. Sie schreibt von einem „wundervollen Burschentag“ mit den „Farbenbrüdern“ und richtet einen „besonderen Dank“ an die „Marburger Burschenschaft Germania für die sehr gute Organisation“. Chattia schreibt: „Wir waren dabei. …Wir kommen wieder. Heil Deutsche Burschenschaft, Heil APR!“.
Und Chattia gibt auch noch ein gemeinsames Ziel aus: „200 Jahre Burschenschaftliche Bewegung, 25 Jahre Allgemeiner Pennäler Ring (APR). Zusammen geht mehr!“

Die Teilnahme von Chattia am Burschentag zeigt als ein Beispiel die gesunkene Hemmschwelle der DB gegenüber Burschenschaften und Organisationen außerhalb der DB, die selbst der Verfassungsschutz eindeutig einstuft.

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15 Antworten zu “Rechtsextreme Burschenschaft Chattia beim DB-Burschentag

    • Er muss sich halt wieder was zusammenkonstruieren, um Klickzahlen zu generieren. Auf dem Burschentag waren beispielsweise auch Sängerschafter und andere Personen, bei denen man konträr von einer „liberalen Öffnung des Burschentages“ schreiben könnte. Es würde aber nicht in das bipolare Weltbild des Christian Becker passen.

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        • Ein Beispiel ist doch die Anwesenheit von Sängerschaftern oder die bereits von Ihnen in einen anderen Artikel genannte Aufzählung von Ex-DB-Bünden. Oder wollen Sie etwa sagen, dass die Anwesenheit eines Bundes, dessen Prinzipien mit denen der Corps nahezu identisch sind, nach Ihren eigentümlichen Maßstäben kein Beweis für eine liberale Öffnung des Dachverbands sind? Wieviele Chatten waren denn auf dem BT? Ich wette mit Ihnen, es waren mehr Liberale da, als Chatten. Und nu?!

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            • „Rechte AfD-Sängerschafter bei Braunbuxentagung:

              Wie BPA nach tiefgründiger Recherche herausfinden konnte, waren auf dem diesjährigen Buxentag, auf dem auch die extrem rechten, vom Verfassungsschutz beobachteten Buxenschaften Germania Hamburg, Danubia München, Chattia Friedberg und Dresdensia-Rugia anwesend waren, auch Vertreter von zwei Sängerschaften, davon eine aus Österreich.

              Wie Andreas Peham, der für das DÖW forscht, feststellen konnte, handelt es sich bei der österreichischen Sängerschaft um ausnahmslos orthodoxe Nationalsozialisten, deren Großväter als Kriegsverbrecher auf der Anklagebank saßen. Der ehemalige KPÖ-Studentenbundvorsitzende verortet die besagte Sängerschaft in die Nähe der FPÖ und ermuntert zu Burschensafaris in der Hochschulstadt. Auch spornt er zum Kauf seines wissenschaftlich haltlosen Buchs „Der Rechte Rand“ an, das zwar in keinster Weise zitierfähig ist aber das nichtsdestotrotz unter seinen Künsternamen „Dr. Heribert Schiedel“ veröffentlicht wurde.

              Auch Katharina König von der demokratiebereichernden Partei DIE LINKE twittert, dass „jetzt zusammenkommt, was schon längst zusammen gehört. Sexistische, homophobe, antisemitische, heteronormative, islamophobe und elitäre Männerbünde, die 24/7/365 Nazi sind, bilden eine gespenstische Gemeinschaft. Ich bekomme Bauchschmerzen und fühle mich an die dunkelsten Stunden der ohnehin dunklen deutschen Geschichte zurückerinnert. Wo heute noch Fackeln brennen, da brennen morgen schon Menschen. Wann schreiten Schild und Schwert der Partei ein?“

              Nach einem, als freundschaftlich empfundenem Telefonat mit der kreativ-alternativen Studierendenvertretung „AG No tears for Krauts“ haben BPA, die Antideutsche Antifa Bonn, das DÖW, die Evangelische Kirche und der DGB beschlossen, eine beispiellose Schmutzkampagne gegen die besagten Sängerschafter zu führen, um den menschlichen Bedürfnissen nach Gewalt, Hass und der Bedienung der Beckerschen Profilneurose auf Kosten von untermenschlichen Dreck wie diesen Sängernazis Rechnung zu tragen. Die Antideutsche Antifa Bonn schreibt auf ihrer Facebook-Seite: „Burschenschaftler aufmischen! Deutsche zu Kartoffelbrei zerstampfen!“ BPA wünscht hierbei viel Glück.“

              Aber sicherlich nenne ich Ihnen Namen und Bund der besagten Sängerschafter…

              Nur so viel. Es waren allein diese Personen schon mehr an der Zahl, als die drei bis vier Chatten, die Sie hier als Beweis einer entgültigen Faschisierung der DB verwenden. Wenn Sie mehr Hintergrundwissen haben wollen, dann fragen Sie doch Besucher des BTs! Oder haben Sie Ihre ganzes Informationsportfolio nur aus Facebook und von linksextremen Twitter-Accounts? Das wäre dann allerdings wahrhaftig sehr erbärmlich…

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              • Nächstes Jahr schaue ich mich auch mal in Eisenach um, falls die DB auch andere Korpos zum Abendbier willkommen heisst, Ich freue mich auf meine Freunde/Waffenbrüder meines Waffenrings und/oder Akademikerverbandes..

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          • @lichtgestalt
            Steile Aussage. Was bitte unterscheidet dann die IBZler (als Beispiel) von Danubia oder Thessalia Prag? Stellen Sie doch bitte Ihren Begriff von „liberal“ dar, damit wir nicht umeinander herumreden. Für mich gilt jedenfalls gilt laissez faire ≠ liberal

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            • Liberalismus muß nicht mit den Zielen eines Staates ident sein! So gesehen kann das passieren. Verfassungsschutzberichte sind allerdings auch kein Kriterium, weder für etwas noch dagegen!

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    • Ich habe gehört, dass es in Eisenach keine Einlasskontrollen gegeben hat. Es waren verschiedene Angehörige der unterschiedlichsten, nicht in der DB organisierter Verbindungen vor Ort. Mir ist nicht berichtet worden, dass jemand von denen ausdrücklich als Repräsentant seines Bundes entsandt worden ist. Ein Bekannter von mir hat Angehörige von im Süddeutschen Kartell organisierten Burschenschaften gesehen.

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  1. Wer oder was auf dem Burschentag herumläuft interessiert mich schon lange nicht mehr. Nur, dass sich die selbsternannte rechte „Elite“ neuerdings als liberal bezeichnet ist schon merkwürdig. Liegt wohl daran, dass anderweitige Vergleiche mit normalen liberalen
    Burschenschaften fehlen.

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  2. Nochmal: Mir ist es völlig egal wer auf dem Burschentag herumläuft. Eine offizielle Abordnung der in den letzten Jahren ausgetreten Bünde war wohl nicht darunter. Was mich nur etwas irritiert ist, das sich, wie die Meinungen hier offenbaren, die Selbstwahrnehmung der in der DB zurückgeblieben Bünde geändert hat. Sie sehen sich selbst größten Teils als liberal? Das kann nur am Umgang und der fehlenden wirklich liberalen Vergleichsgruppe liegen. Ich stelle mir das bei einem Gespräch vor der Assmann-Halle so vor: „Was Sie haben neben ihrem Hitlerbild keines von Hess an der Wand? Was sind sie dann bloß für ein liberaler Bund! Aber auch wir sind ja noch sehr liberal, weil wir nicht, wie die Herren in Bogenhausen, eine Wolfsschanze im Keller haben. Also Prost auf unsere liberalen Bünde.“ Ironie Ende!

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