DB-Vorsitzende provoziert Jenaer Burschenschaften bei 200 Jahr-Feier

marke-burschenschaftSeit Jahrzehnten machen rechte Burschenschaften mit den liberalen Bünden meist, was sie möchten. Das war schon im gemeinsamen Verband so und geht nun auch weiter. Die Rechten provozieren die Liberalen gerne, um zu zeigen, wie wenig sie von ihnen halten. Und was machen die Liberalen? Sie bieten den Rechten auch noch eine Bühne und lassen sich wieder vorführen. Ein aktuelles Beispiel gibt es von der 200 Jahr-Feier der Jenaischen Burschenschaften.

Die Feier sollte ursprünglich eine Feier der liberalen Bünde sein, bis öffentlich wurde, dass auch die DB-Vorsitzende Germania Marburg eingeladen ist. Manche liberalen Bünde verteidigten die Germania-Teilnahme auch noch mit Begriffen wie Kartellbeziehungen, Doppelbänder und dass es doch keine offizielle Verbands-Teilnahme gäbe. Und was tut die teilnehmende DB-Vorsitzende Germania Marburg? Wie zeigt Germania die Dankbarkeit für die Einladung als Bund? Vom Kommers am 12. Juni wird ein Foto mit dieser Mitteilung auf der Facebookseite der Deutschen Burschenschaft gepostet: „Die Vorsitzende Burschenschaft der Deutschen Burschenschaft grüßt vom Festkommers anlässlich des Gründungstages der Jenaischen Burschenschaften.

Ein Affront gegen die liberalen Urburschenschaften – ausgerechnet auf der 200 Jahr-Feier. Das kommt davon, wenn man rechten Bünden auch noch eine Bühne bietet. Ob die liberalen Burschenschaften darauf reagieren und sich wehren oder, wie so häufig, mit sich machen lassen, was die Rechten wollen?

Der Fall zog sofort auch seine politischen Kreise in die Thüringer Landespolitik. So twitterte die Landtagsabgeordnete Katharina König:

Advertisements

54 Antworten zu “DB-Vorsitzende provoziert Jenaer Burschenschaften bei 200 Jahr-Feier

  1. Die übliche Provokationstaktik der rechten Buxen, die Aktive noch nicht durchschauen.
    Jetzt müssen eben die Alten Herren aktiv werden und den verantwortlichen Bünden Hausverbot erteilen.

    Gefällt 1 Person

  2. „Seit Jahrzehnten machen rechte Burschenschaften mit den liberalen Bünden meist, was sie möchten.“

    Zumindest versuchen sie es. Ihr ex-Bund hat da von Anfang an kräftig mitgewirkt. Im Gegensatz zu vielen ach so „liberalen“ Bünden, incl. der Jenenser, gibt es Burschenschaften, die dieses Spielchen schon seit 20 Jahren nicht mehr mitgespielt haben. Wozu also diese Aufregung? Das war doch zu erwarten.

    Gefällt mir

    • Das war so was von klar und zu erwarten, dass es fast schmerzt.Wer mit dem Feuer spielt… Und das von den Nobel- und Vorzeigebuxen aus Jena…tststs…
      Meine Güte, wer braucht die denn für sein Selbstverständnis? Ich konnte das Gehechel nach den „Urburschenschaften“ schon zu DB- Zeiten meines Bundes nicht nachvollziehen (wie lächerlich wirkte in diesem Zusammenhang die DB-Abspaltung/ Neugründung der „Burgkelleraner“), noch das ähnliche Gerangel darum in der IBZ.
      Jaja, der neue Verband wird alles besser machen und überhaupt ganz toll anders sein…

      Gefällt mir

      • Deswegen hat mein Bund für das Verbandsgeschwafel der IBZ und nun des guten Aloyse nur Spott und müdes Lächeln übrig. Die Zeiten dieser tollen Verbände sind nun endgültig vorbei, nur etliche „alte Säcke“ wollen das aus nostalgischen Gründen nicht wahrhaben. Und dann noch bei diesem „Wahlspruch“……….Nein! Danke!

        Gefällt mir

      • Die Burschenschaften der DB (also so ziemlich alle) haben wohl damals den Jenaischen B. diesen Begriff als Ehrentitel zugestanden.
        Das ändert nichts daran, daß es keine historische Kontinuität der Jenaischen Burschenschaften zur Urburschenschaft gibt, zumindest nicht mehr als bei allen anderen Burschenschaften.
        Alle B. sind, wenn sie es wollen, auch Urburschenschaft! 😉

        Anscheinend ist aber zumindest Ariminia a.d.B. ganz besoffen von diesem Begriff!

        Gefällt mir

    • @Otto Framm
      Beim Ex-Bund von BPA hätte mich so ein Verhalten nicht gewundert.
      Hingegen bei B! Germania Marburg schon, die immer für rechtes Gedankengut, aber nie für schlechtes Benehmen bekannt war.

      Gefällt mir

  3. Nicht nur, dass der Beitrag auf der Facebook-Seite kaum aufregend ist (da jeder weiß, dass Germania Marburg als Kartellbund kam und nicht als Abgesandte der DB) und ich Ihre theatralische Empörung in keinster Weise nachvollziehen kann: Es ist bezeichnend und lässt Ihren Mangel an politischer Kultur offenkundig werden, wenn Sie der bekannten Linksextremistin Katharina König hier eine Bühne bieten. Eine Person, die einen Dachverband als rassistisch bezeichnet, der von allen staatlichen Stellen nicht als solches eingeschätzt wird. Eine Person, die selbst von der sozialdemokratischen TA nur noch mit Kopfschütteln betrachtet wird http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Katharina-Koenig-die-Medien-und-das-Wort-Hetze-283556568

    Mich würde echt mal interessieren, was für Sie „Liberalismus“ bedeutet…

    Gefällt mir

    • Nein, es ist kein Weltuntergang, aber ein grober Mangel an Erziehung gepaart mit ungehemmter Wichtigtuerei eines Bundes, der de facto seit längerem auf der Intensivstation liegt.

      „Mich würde echt mal interessieren, was für Sie “Liberalismus” bedeutet…“
      Buchen Sie das doch unter Vergangenheitsbewältigung ab…. 😉

      Gefällt mir

    • @Krai, was offenbar viele liberale Buxen aufregt, dass Germania als Germania eingeladen war, die DB-Facebookseite aber mit „DB-Vorsitzende“ grüßt. Das ist der übliche respektlose Umgang von Rechten mit Liberalen Buxen – aber so lange das die Liberalen mit sich machen lassen und höchstens ein Liste schicken, machen die Rechten das auch weiter so.

      Zu Ihrer Frage: wir lassen im Blog-Beitrag drei verschiedene Seiten zu Wort kommen- wir zitieren die DB-Vorsitzende, die Politikerin und geben unsere Meinung ab. Und Sie dürfen Ihre abweichende Meinung auch noch veröffentlichen, die sonst kein Gehör fände außer in Ihren Kreisen. Wir bilden also vier Meinungen öffentlich für jeden erkennbar und lesbar in der Szene und außerhalb ab. Das ist eine Meinungsvielfalt, die Sie sonst bei keinem anderen Medium zum Thema Burschenschaft finden. Unter dem Strich liegt es dann an Ihnen als Leser, sich damit Ihre eigene Meinung zu bilden. Wenn Sie nur eine Meinung haben möchten, die Ihre Ideologie simpel wiedergibt, können Sie einfach Ihre Burschenschaftlichen Blätter lesen.

      Gefällt mir

      • „Übliche Respektlosigkeiten“ klingt doch ziemlich pauschal und formuliert eine hochgradig tumbe Gut-Böse-Dichotomie, die es in der Realität so nicht gibt.

        Respektlos ist, dass DB-Burschenschafter pauschal als latent rechtsextreme Betonköpfe dargestellt werden und dieses Bild auch von einigen ausgetretenen Bünden desöfteren suggeriert wird. Letztere versprechen sich dadurch wohl hauptsächlich eine Versöhnung mit Medien und Gegnern, die es aber nicht geben wird.

        Wenn es die von Ihnen beschworene Meinungsvielfalt auf diesem Blog wirklich gäbe, dann würden Sie nicht schon von vornherein die DB-(nahe) Position als falsch und unmoralisch abtun. Sie arbeiten aber permanent mit Superlativen, Übertreibungen, Perspektivverengungen, Schmähungen und sonstigen Stilmitteln, um hier ein Popanz zu errichten, der keiner Realitätsprüfung standhält. Was Sie machen, ist nicht liberal sondern schlichtweg selbstgerecht und feindbildgeleitet.

        Liberalität bedeutet nämlich, dass man eine gewisse Sensibilität für die Positionen des Gegenübers hegt und in der Lage ist, abzuwägen, was an seinen Verhalten richtig und falsch ist – ungeachtet seiner Person. Liberalität glaubt an eine Gleichwertigkeit der Menschen. Stumpfe Freund-Feind-Schemata und Zeitgeist-Reitereien sind hingegen eher die Eigenschaft von Demagogen und Opportunisten, die versuchen, existierende Umstände für die persönliche Vorteilnahme auszunutzen.

        Besonders albern fand ich von Ihnen in Ihrer Replik, dass Sie mich als DB-Zombie abzutun getrachten, um sich mit meiner Kritik nicht auseinandersetzen zu müssen. Für einen erwachsenen Mann ist dieses Verhalten schon sehr skurril.

        Gefällt mir

        • Ich habe nirgendwo den Begriff „DSB-Zombie“ lesen können.
          Ihre unsachlichen Darlegungen gehen mir gewaltig gegen die Hutschnur. Wo steht, dass der Blogbetreiber neutral sein soll?
          Da ist wohl mehr der Wunsch Vater des Gedankens.

          Gefällt mir

        • @Krai, wie Sie merken, sind Sie mit Ihrer Meinung, Kritik an der DB und ihren Bünden würde einer „Realitätsprüfung“ nicht Stand halten, ziemlich alleine.
          Selbst der Verfassungsschutz widerlegt Sie. Hier vier neuere Meldungen zur DB, allein aus den letzten Wochen:

          Verfassungsschutz sieht bei Hälfte der DB-Bünde „nationalistisch-revisionistische Positionen“
          Verfassungsschutz sieht bei DB-Bund Frankonia Erlangen „Kontakte ins rechtsextremistische Spektrum“
          Verfassungsschutz stuft DB-Bund Germania Hamburg als „rechtsextremistische Organisation“ ein
          Verfassungsschutz stuft DB-Bund Danubia München als „rechtsextremistische Organisation“ ein

          Wie bewerten Sie es, dass selbst der Verfassungsschutz Sie mittlerweile widerlegt?

          Gefällt mir

          • Der Verfassungsschutz beobachtet einzelne Burschenschaften. Der Bundesverfassungsschutz (Deutscher Bundestag: Drucksache 18/1736, S. 3.) und alle bisherigen Berichte der Landesverfassungsschutzstellen haben explizit ausgearbeitet, dass weder DB noch BG extremistische Bestrebungen hegen. Unterlassen Sie doch solche Hütchenspielertricks und denken Sie nicht, dass Ihre Leser allesamt auf der Wurstsuppe dahergeschwommen kamen.

            Gefällt mir

        • Die Meinungsvielfalt gibt es im Blog schon – unter den Kommentatoren. BPA hat sich dem Thema „Braunbuxen“ verschrieben und berichtet über alles, was seiner Meinung nach in den Kontext kommt. Eine ausgewogene Berichterstattung über Burschenschaften ist das nicht, soll es wohl auch nicht sein. Sondern er bringt zur Sprache, was aus seiner Sicht ein Missstand ist und was ihn aus seiner eigenen Burschenschaft vertrieben hat. Ich finde das einseitig und unangemessen. Aber das ist meine Meinung, die muss nicht jeder teilen. BPA darf und muss man auch kritisieren. Aber ihm ein Abwürgen unlieber Meinungen zu unterstellen, da tut man ihm Unrecht an.

          Gefällt mir

          • Generell teile ich Ihre Auffassung. Eine wichtige Frage bleibt jedoch unbeantwortet: was bezweckt BPA damit? Eine nüchterne Analyse ergibt folgendes Bild:
            – Alle Buxen, gleich ob DB oder dort ausgetreten kennen die Situation bis zum Abwinken. Wie sie oder ihr Bund das beurteilen, dazu stehen wäre eine weitere Frage, die von Fall zu Fall einzeln beurteilt werden müsste.
            – Korporierte Nichtbuxen kennen diese Situation grosso modo auch. Die meisten von ihnen haben die Kontakte, Zusammenarbeit mit der DB eingestellt oder auf ein Pflichtminimum reduziert. Denen berichtet BPA auch nichts Neues.
            – Für die überwältigende Mehrheit der Bürger ist dieses Thema unverständlich. Die können sich unter „Germania Hamburg, Danubia München, irgendwelche Ösi-Buxenvereine“ nichts vorstellen, also für die völlig uninteressant. Es ist für sie weniger als ein Randthema.
            – Die Verfassungsschützer bedürfen keiner Nachhilfe. Sie erfüllen ihre Aufgaben, wie auch immer.
            Daraus ergibt sich, dass BPA kein nachvollziehbares Ziel hat. Was verbleibt? Vergangenheitsbewältigung (Für ein langjähriges ex-Raczekmitglied durchaus verständlich)? Heilung von Phantomschmerzen der „Spätgefallenen“ (Verständlich, jedoch überflüssig)?
            Das eigentlich wichtige Thema „warum neigen gerade Buxen zum Rechtsradikalismus“ wird hier nur am Rande behandelt. Schade.

            Gefällt mir

            • @Otto Framm, die Frage nach dem Warum ist sicherlich eine wichtige Frage neben der Frage „Wie stark ist das Ausmaß des Rechtsrucks und wie gehen rechte und liberale Buxen damit um bzw. wie gehen sie damit nicht um“ (die wir hier im Blog BPA intensiv behandeln). Sie haben Recht, dass die Frage nach dem Warum intensiver behandelt werden müsste.

              Was ist denn Ihrer Ansicht nach der Grund nach dem „Warum neigen gerade Buxen zum Rechtsradikalismus“? Wir sind gespannt, wie viele Buxen hier als Kommentatoren in „Ihr“ Thema einsteigen werden.

              Was halten Sie von der Idee, dass Ihr Bund zusammen mit anderen Bünden sich des Themas annimmt und z.B. eine Podiumsdiskussion/Burschenschaftliche Abend dazu initiiert, da Verbände das Thema bisher nicht behandelt haben? Sie erheben doch gerne die Stimme, dann können Sie sich doch aktiv des Themas und der Aufklärung zum Thema „Warum gerade Buxen zum Rechtsradikalismus neigen“ annehmen.

              Gefällt mir

              • @ BPA,
                ich kann in diesem Blog kein Thema, gleich welches, neu einbringen. Das müssten Sie machen.
                Mein Bund ist ein Clausthaler, also weit ab von der „burschenschaftlichen Welt“. Er pflegt neben burschenschaftlichen Traditionen gleichstark montanistische, Harzer, Niedersächsische Traditionen (auf unserem Haus werden Sie kein Bismarckbild noch Büste finden 😉 ). Schon in der DB wurden wir stets als „Sonderfall“ angesehen: stark, arrogant, hinter dem Mond, am besten nicht anpacken. Damit haben wir immer unsere Freiheiten in dem Verband ungestört wahren können.
                Erschwerend für Ihren Vorschlag kommt hinzu, dass BSE seine DB-Vergangenheit vollständig abgeschlossen hat, die kann uns mal…….Die Begeisterung für Ihren Vorschlag wird sich folglich stark in Grenzen halten.

                Gefällt mir

                • @Otto Framm, Sie schildern ein wichtiges Problem der Buxenszene: kaum einer will das Problem des Rechtsradikalismus angehen, darüber diskutieren, geschweige denn über mögliche Lösungen zu sprechen. Doch das Problem des Rechtsradikalismus muss aus der Buxenszene heraus gelöst werden, wir können als Blog dazu nur beistehen. Sie und ihr Bund als „Sonderfall“ wären doch prädestiniert, sich des Themas anzunehmen und es zu moderieren.

                  Gefällt mir

              • Die von Otto Framm gestellte Frage nach der eigentlichen Motivation bei BPA wurde damit nicht beantwortet. Mein Eindruck ist auch, dass es noch andere Beweggründe geben muss als den, von Mr. Spon & friends aus den Raczeks rausgeekelt worden zu sein. Sie investieren mehr Zeit in das Thema als der durchschnittliche Alte Herr einer Studentenverbindung in diese. Ich gebe zu: mich interessiert Ihr eigentlicher Beweggrund. Aber ich fordere von Ihnen keine Erklärung oder Rechtfertigung.

                Gefällt mir

                • @Kritischer Buxe, Burschenschafter sind in einem Weltmeister – Schweigen, wenn es um das Thema Rechte in eigenen Kreisen geht. Wir wollten diese Schweigespirale aus der Szene heraus endlich einmal durchbrechen. Und sind froh, dass uns das mit den Blog BPA seit 2012 auch ganz gut gelingt – wie Beiträge und Kommentare zeigen. Dass darüber nicht alle Buxen glücklich sind, liegt auf der Hand. Aber das Thema der extrem Rechten in Burschenschaften ist zu wichtig, um es nur Branchenfremden wie Verfassungsschutz, Antifa, Journalisten etc. zu überlassen.

                  Gefällt mir

                  • Der Fehler an dieser Diskussion ist doch, daß es keine objektive Kriterien für die Einordnung in rechts, rechtsradikal und rechtsextrem gibt (gleiches gilt ja auch für die linke Seite). Sie machen doch auch schon den Fehler diese Begriffe synonym zu verwenden, ganz ähnlich agiert dieser sogenannte VS aus Hamburg in seinem lächerlichen Bericht. (Oder soll man das ernst nehmen, wenn die da Facebook-Einträge auswerten?)
                    Wie auch immer, rechts zu sein ist immer noch kein Verbrechen!

                    Gefällt mir

                    • Politische Bewertungen sind nie objektivierbar, müssen aber auf Tatsachen gestützt werden. Der Rest ist Meinung.

                      Gefällt mir

                    • Rechtsextremismus ist ein Containerbegriff für mehrere Gesinnungshaltungen, deren Häufung dann auf ein (mehrheitlich) rechtsextremes Weltbild schließen lässt. Prinzipiell wären das: Autoritäres Staatsbild (Führerstaat, Einparteienherrschaft), Exklusiver Nationalismus (die eigene Nation ist den anderen Nationen überlegen), Rassismus (die eigene Rasse ist den anderen Rassen überlegen, andere Rassen sind aufgrund ihrer Geartetheit pauschal schlechter) sowie Verharmlosung des NS. Einzelne dieser Punkte müssen noch nicht für eine rechtsextreme Gesinnung sprechen (Rassisten sind beispielsweise auch die Antideutschen; Autoritäre Staatsformen befürworten beispielsweise auch Sozialisten und Kommunisten).

                      Rechtsradikalismus ist ein absolut nicht zu definierender Begriff. Er bedeutet, dass man im rechten Denken verwurzelt ist und dass man noch keine extremistische (also über das Maß der FDGO hinausgehende) Gesinnung hegt.

                      Um die ideologische Verfasstheit einer Person zu ergründen, bedarf es allerdings mehr als das Zusammentragen von zwei-drei Facebookäußerungen und von besoffenem Gelaber aus der Kellerbar. Man müsste als Vetrtrauensperson ein gut vorbereitetes, qualitatives Interview in einer ausreichenden Zeit führen oder einen ellenlangen, ausgeklügelten Fragebogen konzipieren. Deswegen sind die reißerischen Mitte-Studien der SPD-Stiftung auch so aussagelos, weil sie keinerlei Substanz haben.

                      Auch ist es Blödsinn oberster Güte, wenn Becker scheinbar aus Profitsucht darauf appelliert, irgendwelche BAs zum Thema „Warum ist hier alles nur so voll fascho? Ein burschenschaftlicher Gang zum rotgrünen Soziologencanossa“ abzuhalten. Solche Dinge klärt man nicht an einen Abend. Wenn ich mitkriege, dass mein Bundesbruder politisch voll Panne ist, dann wird ihn ein Vortrag von Christian Becker oder den Obersafti Stefan Peters auch nicht erhellen. Es bedarf hier einer langfristigen Bildungs- und Aufklärungsarbeit, die nicht auf selbstherrlicher Bevormundung, sondern auf Verständnis und Problemerkennung beruht. Dafür brauch man wiederum eine intakte Diskussionskultur und Menschen, die politisches Verständnis haben. Deswegen sind auch diese ganzen Distanzierungskrepeleien so unfassbar sinnlos, weil sie das Grundübel, nämlich ideologische Ghettoisierung und einhergehend Fanatisierung überhaupt nicht angehen.

                      Gefällt mir

                  • In den meisten Burschenschaften gibt es keine „extremen Rechten“ oder es gab sie, man hat sie aber vor die Tür gesetzt. Bei dem neuen Verband wird das sehr deutlich werden. Konsens scheint zu sein, politische Spinner konsequent außen vor zu lassen.
                    Dass Burschenschaften heute noch so wichtig sind wie sie es gerne hätten (und auch manche bei Antifa, Journalisten etc.), halte ich mehr für Wunsch denn Realität. Sie werfen auch manches durcheinander (z.B. Chattia Friedberg erscheint so, als wäre es eine Verbindung die etwas mit dem Dachverband Deutsche Burschenschaft zu tun hat – was aber nicht der Fall ist).
                    Über das Thema öffentlich zu reden ist legitim. Dass Sie es beharrlich tun muss man anerkennen. Die tiefere Motivation eines Mannes, der nicht mehr Mitglied einer Burschenschaft ist, sich so zu engagieren wie Sie es tun, erschließt sich mir nicht.

                    Gefällt mir

                    • Das wird befürchtungsweise eine sehr diffuse Diskussion, da sie auf unterschiedlichen Gleisen gefahren wird.
                      Man sollte tunlichst unterscheiden zwischen der Einzelmeinung eines Bundesbruders (da gibt es mit Sicherheit sehr wenig „Rechtsradikale“) einerseits, und andrerseits: wie geht ein Bund damit um. Oder: kann man einen guten Bbr. (im Sinne des Lebensbundes) einfach vor die Tür setzen, nur weil er rechts/linksradikale Ansichten vertritt (oder schwul ist, etcetc.)? Da tut sich nämlich ein unlösbarer Widerspruch zwischen Lebensbund und politischer/sonstiger Einstellung auf, der an eine der Grundsubstanzen eines Bundes geht. Erschwerend hinzu kommt, dass politischer Radikalismus eine sehr auslegbare Angelegenheit und obendrein noch einer Zufallsmehrheit unterworfen ist.

                      Gefällt mir

                    • @Otto Framm
                      Weiters muß man eben die Frage stellen, ob rechts-/linksradikal nicht ohnehin verfassungskonform ist. Aber, wie schon gesagt, es fehlt hier ja grundsätzlich eine anwendbare Definition!
                      Ob überhaupt dieses Links-Rechts-Schema anwendbar, ist eine weitere Frage!

                      Gefällt mir

                • Ja, was ist denn nun rechtsradikal, wenn der Bergsteiger „Berg Heil“, der Skifahrer „Ski Heil“, der Turner „Gut Heil“ oder der Burschenschafter /Korporierte „Heil Dir“ grüßt, oder hat das mit rechts, links oder welcher Richtung auch immer gar nichts zu tun?!

                  Gefällt mir

            • Da stimme ich Ihnen vollends zu, Herr Framm. Ich würde die Punkte noch erweitern auf: -Kronzeugendünkel (Als Aussteiger hat er nun die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit als Insider zu präsentieren. Wäre nicht verkehrt, wenn er diese Situation nicht dazu ausnutzen würde, um zum Zwecke der eigenen Vorteilnahme zu polemisisieren und zu pauschalisieren) und auf – eventuelles Erschließen von neuen Einnahmequellen. (Vielleicht hofft er als Experte, ein ähnlich populärer Mediengast zu werden, wie der ehemalige KPÖ-Jugend Vorsitzende und akademische Hochstapler Andreas Peham)…

              Ich glaube übrigens gar nicht, dass Burschenschafter mehr oder weniger zu politischem Extremismus neigen, als andere Korporierte. (Man muss ohnehin erstmal klären, was vom politischen Gehalt ist und was schlichtweg Tabubruch und Kinderei darstellt. Orthodoxe Nationalsozialisten habe ich beispielsweise noch nicht kennen gelernt.) Sie sind halt durch die mediale Berichterstattung einfach näher im Fokus. Burschenschafter sein ist halt für die meisten Nichtkorporierten so etwas wie eine Mischung aus Skull & Bones und NS-Geheimorganisation. Also völlig krude und wenig realitätsbezogen. Ihre Korporation Schlägel und Eisen darf sich sicherlich auch von irgendwelchen linken Spinnern oder Unbedarften anhören, warum Sie einen Arierparagraphen fordern, Frauen hassen, dass die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft eine sichere Jobgarantie ist und das adH nur gesoffen, gefochten und abgehitlert wird. Selbst Burschenschaften wie die Bamberger Alemannia werden als nazistischer, schmissgeiler Nepotistenbund bezeichnet, obwohl sie nichtschlagend und christlich ist. Dies hat doch weniger mit den tatsächlichen Zuständen zu tun, sondern mit dem, was die mediale Öffentlichkeit aus einer Sache gemacht hat. Das ist bei Burschenschaften so, das ist bei Freimaurer-Logen so, das ist bei allem so, was in irgendeiner Form nonkonform zu den heutigen Zuständen steht.

              Gefällt mir

              • @ Krai
                Auch ich glaube nicht, dass es unter den Korporierten incl. Burschenschaften viele Extremisten gleich welcher Couleur gibt.
                Das von Ihnen beschriebene Gekreische altbekannter Kreise hinsichtlich „Korporationen“ hat meinen Bund noch nie gestört oder beeinträchtigt. Das zieht uns schon seit langem an demselben vorbei. Wir haben keinen Nachwuchsmangel.
                Jedoch ist das nicht das Ziel meiner Ausführungen. Ziel ist es aufzuzeigen, dass „Lebensbund“ und „(partei)politische Tätigkeit für den Gesamtbund“ einen unlösbaren Widerspruch darstellt. Was der einzelne Bbr. (partei)politisch unternimmt ist seine Sache und Verantwortung (selbstredend im Sinne FDGO). Nur, er darf den Bund da nicht mit hineinziehen oder gebrauchen, weil von Fall zu Fall Minderheiten vergewaltigt werden. Das wiederum kann nicht das Prinzip eines Lebensbundes sein.
                Schlimmer wird es, wenn sich so ein „Verband“ erdreistet, dem Einzelbund und damit dem Bbr. diesbezügliche (partei)politische Vorschriften, Interpretationen, Denkrichtungen vorzuschreiben. Die DB-Verbandshyänen, die das bei uns versucht haben, sind sehr schnell aus dem Haus befördert worden, übrigens völlig folgenlos!
                Das aus der Buxengeschichte nachvollziehbare Argument eines politischen Mandats für Buxen und deren Bünde ist in einem Rechtsstaat obsolet geworden. Die Freiheit ist durch das GG gewährleistet, das Vaterland klar definiert. Als einzige politische Aufgabe verbleibt der Einsatz zum Erhalt von Freiheit und Vaterland. Dafür bedarf es jedoch keiner Burschenschaften mit Lebensbund.
                Und genau daran kränkeln viele Burschenschaften, Traditionen, welche so schön in Festreden abgelassen werden, sind untauglich geworden. Das hat man nicht so gerne, aber deswegen krepeln so viele B! unter dem Existenzminimum herum.

                Gefällt mir

  4. Das Verhalten der Marburger Germanen ist doch nicht wirklich überraschend. Den jungen Aktiven darf nicht mal ein Vorwurf gemacht werden. Da fehlt die Erfahrung. Aber die Alten Herren hätten es wissen müssen. Wenn die Jenenser Germanistik nicht anfangen ihr Kartell in Frage zu stellen verlieren sie gegenüber anderen liberalen Burschenschaften und der Öffentlichkeit ihre Glaubwürdigkeit.

    Gefällt mir

    • Wer ein Kartell bricht, um anderen Leuten zu gefallen, der verliert seine Würde und allen Respekt. Was machen denn die Jenenser Germanen, wenn es in 10 Jahren heißen würde: „Wie konntet ihr nur für einen pseudoliberalen Dachverband euer Kartell brechen?“ Tanzen sie dann wieder in die andere Richtung? Sowas ist doch unfassbar lächerlich…

      Gefällt mir

      • Kartelle haben mit Sicherheit keinen Ewigkeitswert, sondern sind seit Urzeiten Zusammenschlüsse, um gemeinsam definierte Ziele zu erreichen (welche auch immer). Sind diese Voraussetzungen entfallen (Ziele erreicht, keine Geminsamkeit mehr), brechen Kartelle zwangsläufig auseinander.
        So geschehen bei dem GWRK, das gibt es nicht mehr (in praxi). Die Jenenser Germanen haben noch „Kontakte“ zu den 3 weiteren Bünden, am meisten jedoch zu einem „Nicht-GWRK-Bund“ in Würzburg. Die Heidelberger haben jeglichen Kontakt zu den Marburger Germanen abgebrochen, pflegen noch Verbindung zu den „Weissen“, haben sich auch anderweitig orientiert. Die Hannoveraner kann man getrost vergessen (gibt es die noch?), die Marburger waren schon immer Außenseiter. Tolles „Kartell“, nicht wahr?
        „pseudoliberaler Dachverband“, was oder wen meinen Sie damit? Gibt es den? Die NDB? Mir fällt dazu nichts ein.

        Gefällt mir

          • Bewusst. Derendingia ist schon in den 80ern aus der DB ausgetreten, also rund 20 Jahre vor den Jenensern, Heidelbergern, Göttingern. Sie war lange Zeit auch im GWRK als „Judo-Burschenschaft“ verschrieen, nur die Heidelberger hielten und halten Kontakt zu ihr, Ansonsten: völlige Fehlanzeige.

            Gefällt mir

        • „“pseudoliberaler Dachverband”, was oder wen meinen Sie damit? Gibt es den? Die NDB? Mir fällt dazu nichts ein.“ Ich redete hier in der Futurform und spielte darauf an, dass man seine Kartellbeziehungen nicht temporären Gesinnungslagen unterwerfen sollte. Wenn Sie sagen, dass auch ohne diese Gesinnungslagen das Kartell kaum noch eine Bedeutung habe, dann mag das die eine Sache sein und mein Argument entkräften. Die andere Sache ist aber, dass ein Kartell zwar keine Ewigkeitsgarantie hat aber irgendwie mehr ist, als diversen soziopolitischen Zielen bis zu ihrer Erfüllung nachzutrachten. Kartelle sind gelebte Kooperation, Intensivierung von Freundschaft, gemeinsames Auftreten nach außen, Besuche und eventuell auch gemeinsame Alte Herren zu haben. Solche Dinge haben keinen abschließenden Punkt in der Zukunft, sondern sollten schon bestenfalls eine Ewigkeitsgarantie besitzen…

          Gefällt mir

  5. Wenn sonst keine Substanz für Kritik da ist, wird die alleinige Anwesenheit einer Verbindung skandalisiert. Diesem Blog geht der Stoff aus!

    Gefällt mir

  6. Da gibts doch herzerfrischende Neuigkeiten aus der DB:
    http://www.burschenschaft.com/aktuelles/freundeskreis-deutsche-burschenschaft/aktuelle-information.html
    Da versammelt sich wahrlich die Buxenelite: von den eifrigen „Neuverbandsgründern“ Hilaritas (es könnte natülich auch der Wechselbalg von Frankonia Hdbg sein), über Teutonia Freiburg, Frankonia Bonn, Alemannia-Redaria Rostock, bis hin zu, man lese und staune, Germania Jena, also alles, was ach so liberal-konservativ ist.
    Vielleicht denkt der eine oder andere Buxe, deren Bünde mit einem „neuen Verband“ liebäugeln darüber nach, auf welches Spielchen man sich da so einlässt. 😉 😉

    Gefällt mir

    • Ach, kann den „Freundeskreis DB“ auch positiver sehen.
      Dieser Kreis sollte weiteren Bünden den Austritt aus der DB eher erleichtern. Bislang ist ein klassisches Argument gegen einen Austritt, dass einzelne AH die DB nicht verlassen wollen, weil sie aus alten Jahrzehnten emotional daran hängen und/oder sich dann in ihren VABs nicht mehr blicken lassen könnten. Diese würden u.U. eher den Bund als die DB verlassen, wovor manche Bünde zurückchrecken. Jetzt hat die DB diesen Alten Herren eine elegante Brücke gebaut, die Mitgliedschaft in beiden Booten fortzuführen.
      Zuweilen scheiterte das Austrittsbegehren nur sehr knapp. So stimmte in einem Bund dem Hörensagen nach mit 75% eine überklare Mehrheit für den VerbandaAustritt, aber die Satzung erfordert eine 80%-Mehrheit. Bei der nächsten Austrittsdebatte bietet sich den DB-Romantikern diese goldene Brücke, mit der sie sowohl ihrem Bund den Weg in die ersehnte Freiheit von der DB ermöglichen als auch selber über den Freundeskreis in der DB bleiben können.
      Mal sehen, wie viele der verbliebenen knapp 45 deutschen DB-Bünde in den nächsten Jahren diese Chance nutzt.

      Nebenbei, sie bezeichneten Ihren Bund mal als einen der größten schlagenden Bünde in Deutschland. Ist er überhaupt der größte in Clausthal, größer als Borussia?

      Nichts für ungut, herzliche Grüße! 🙂

      Gefällt mir

      • Eine recht eigenwillige Betrachtungsweise. Die DB leistet also Schützenhilfe, damit weitere Bünde da austreten, und sammelt danach den kärglichen Rest in Gestalt eines „Freundeskreises“ wieder ein. Muss der „Freundeskreis“ denn auch berappen? Falls nicht, ist das finanzielle Ende der DB recht überschaubar geworden.
        Weiter: was ist jenem AH denn wichtiger, ein „Verband“ oder der Lebensbund? Verbände sind bekanntlich austauschbar, bei einem Lebensbund dürfte das etwas schwieriger sein, es sei denn, der Bund ist mies. Solls ja geben.
        Ja, wir sind stärker als die Preussen.

        Gefällt mir

      • Auf die Idee, den Freundeskreis als Ausstiegshilfe aus der DB zu betrachten, muss man erstmal kommen. Klingt krude (siehe Otto Framm). Ist es aber nicht. Roger hat den wunden Punkt des Konstrukts erkannt.

        Gefällt mir

        • Ich auch muss Roger zustimmen. Elegante Lösung (vielleicht langfristig nicht so sehr für die DB) – und vermutlich ganz im Einklang mit den Tendenzen einiger Bünde mit vereinzelten AHAH, deren Verbindung zur örtlichen VAB über die Jahre stärker geworden ist, als zum eigenen Bund (vielleicht wegen der Entfernungen, meinetwegen auch, weil sie sich nicht mehr mit den heutigen Aktiven identifizieren können). Und für diese Wenige kann die Vereinsmeierei in Eisenach fortgesetzt werden. Ein Jahresgebühr i.H.v. EUR 80 pro Mitglied ist zu „berappen“. Das wird bei den „hohen doppelstelligen Zahlen“ der Mitglieder die DB nicht sanieren, deckt aber ein paar Hotelzimmer in Eisenach ab.

          Gefällt mir

          • @ Marcellus,
            als wir vor zig-Jahren aktiv waren gab es auch AH´s, die sich mit uns nicht identifizieren konnten/wollten. Aber die sind, bis auf sehr wenige Ausnahmen, nicht ausgetreten, sondern haben das hingenommen, wissend, dass ein Lebensbund/Familie keine statische Veranstaltung ist. Hingegen ist ein Verband kein Lebensbund, was habe ich mit Thessalia Prag zu tun? Nichts!
            So leid es mir tut, es sind billige Ausflüchte.

            Gefällt mir

        • Vermutlich war das eher ein spöttischer Einwurf von @ Roger.
          Trotzdem hat er damit einen wichtigen Punkt angeschnitten: die emotionale Bindung mancher Buxen an die DB als burschenschaftlichen Gesamtverband. Emotionen kann man bekanntlich nur schlecht logisch begründen/erklären, sie gibt es jedoch, wenn auch schwer nachvollziehbar.
          Befürchtungsweise müssen diese Buxen und deren Bünde da durch. Es sind ja nicht nur die politischen Gründe die zu einem Austritt führen. Die könnte man schnell und leicht abtun „uns/mich betreffen die nicht“. Die Erkenntnis, dass die DB ein völlig untauglicher, wirkungsloser, nichts einbringender Verband ist, bedarf mehr Zeit. Sein „Hohlweltfaktor“ ist 100%: flammende Fest/Sonntagsreden, buntes Fackelzugbrimborium, sinnentleerte Diskussionen auf Burschentagen, ein Organ als Lokuslektüre uswusf. Erschwerend hinzu kommt das völlig undemokratische Verhalten. „One man, one vote“, darüber lachen schon die Hühner! All das kostet viel Geld, welches der Einzelbund, ob in Existenznöten oder nicht aufbringen muss. Einbringen tut es dem Bund nichts, NULL! Übrig bleiben die VAB´s (so es die vor Ort gibt) als geselliger Treffpunkt. Gibt es keine VAB sondern „nur“ einen Waffenring, was ja häufig der Fall, kann sich der Buxe getrost dort blicken lassen, ob mit oder ohne DB.

          Gefällt mir

          • Das mit dem undemokratischen Verhalten ist so nicht richtig. Die DB ist kein Zusammenschluss einzelner Burschenschafter, sondern von Vereinen – den einzelnen Burschenschaften bzw. genauer von deren Aktivitas und deren Altherrenschaft. Jede der Mitgliedsvereinigungen hat eine Stimme.

            Gefällt mir

            • Bekannt, bekannt.
              Aber selbst in D haben Bu-Länder je nach Einwohnerzahl mehr oder weniger Stimmen im Bu-Rat.
              Es ist schlicht undemokratisch, dass ein Kleckerbund mit 6 Activen vor Ort (davon 3 Mehrfachbandträger) und 100 AH´s (davon auch etliche mit Brustpanzer) eine gleiche Stimmgewichtung hat wie ein Bund mit 30 Activen vor Ort und 270 AH´s.

              Gefällt 1 Person

              • Eben nicht. Wie Sie bereits andersweitig schrieben, führt dies zu Marginalisierung von Positionen kleinerer Bünde und steht demzufolge diametral gegen eine basisdemokratische Ausrichtung. Wieso soll die Meinung eines Bundes, der sich aus welchen Gründen auch immer eine gigantische Mitgliederzahl zusammengekeilt hat, mehr Wert sein, als die Position eines Bundes, der aus ebenso unbewerteten Gründen eine nur kleine Mitgliederzahl hat? Macht es einen Bund höherwertig, wenn er beispielsweise wie Bubenruthia in Erlangen, jeden Hausbewohner des riesigen Wohnheims das Band umwirft und nur noch auf dem Papier fakultativ schlagend ist? Ist ein Bund in den Neuen Bundesländern schlechter, weil er nur eine Etage mit wenigen Zimmern besitzt und höhere Anforderungen an seine Mitglieder stellt? Auch das Beispiel mit dem Bundesrat finde ich etwas deplaziert, da hier von zwei völlig unterschiedlichen Systemen ausgegangen wird.

                Wenn man als großer Bund schon seinen Einfluss auf Verbandsinterne Prozesse erhöhen will, dann kann man doch bitteschön auf Netzwerken und Interessengemeinschaften setzen aber nicht auf solche Hütchenspielertricks wie ein größenproportionales Wahlrecht.

                Gefällt mir

  7. @ Krai
    Das GG ist doch wohl keine Anleitung für „Hütchenspielertricks“, oder?
    Basisdemokratisch = „one man, one vote“. Gäbe es dieses Prinzip in der DB, sähe das wie folgt aus:
    – jedes vollwertige (volljährige) Mitglied einer Burschenschaft hat eine Stimme. Damit wird in festgelegten Zeiträumen ein Parlament gewählt (= Bundestag), welches dann eine Regierung bildet. Zwangsläufig werden sich dann die von Ihnen zitierten „Netzwerke, Interessensgemeinschaften“ = Parteien, Koalitionen heranbilden, welche eine Regierungsmehrheit auf die Beine stellen können.
    Dem ist jedoch nicht so. Die DB als Verband ist ein Staatenbund, bestehend aus freiwilligen Mitgliedern die annehmen, dass dieser Verband ihre Interessen (welche auch immer) besser,schneller, durchschlagender wahrnimmt. Damit ist der Handlungsspielraum dieses Verbands stark eingeschränkt. Da stets alles mit Kosten/Geld verbunden ist, müssen „starke Zahler“ geschützt werden. Das geschieht durch vermehrte Stimmenzahl, siehe Bundesrat.
    Ihr Argument „.. eines Bundes, der sich aus welchen Gründen auch immer eine gigantische Mitgliederzahl zusammengekeilt hat..“ lässt sich sehr leicht umkehren „ein Bund, der so mies ist, dass nur noch sehr wenige und dann nur Kroppzeug dort aktiv werden“. Ich kenne die Bubenreuther nur vom Namen. Wenn dem so sein sollte wie Sie schreiben, ist das nicht besser als „ein Bund, dessen wenige Mitglieder wg. Brustpanzer in Atemnot geraten“. So kann nicht diskutiert werden!
    Ob ein Verbandsbund pflicht-, fakultativ-, nicht-schlagend ist, hat diesen Verband nicht zu interessieren. Diese Entscheidung obliegt dem Einzelbund.

    Gefällt mir

Gerne können Sie sich mit einem Kommentar in die Diskussion einbringen. Motto: Farbe tragen heißt Farbe bekennen, heißt Namen nennen. So wie wir. Sonst no comment. Und aus gegebenem Anlass: Bitte bleiben Sie sachlich beim Kommentieren. Für den Inhalt der Kommentare sind die Kommentarschreiber verantwortlich. Und geben Sie sich einen eindeutigen Nickname, denn lauter "Anonyms" können nicht besonders gut miteinander diskutieren. Danke für Ihren Beitrag.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s