Vorsitzende Dt. Burschenschaft bei 200-Jahr-Feier in Jena?

blitzeüberbraunbuxenklein20 Burschenschaften und 500 Gäste würden an der 200-Jahr-Feier in Jena am 12. Juni zur Gründung der Urburschenschaft teilnehmen, zitierte die OTZ den Altherrenvorsitzenden einer Jenaer Burschenschaft. Für Erstaunen in der Szene sorgt, dass in Jena auch die Vorsitzende der Deutschen Burschenschaft, Germania Marburg, unter den Gästen vertreten sein soll, während viele liberale Bünde nicht eingeladen wären. Der Pressesprecher der DB hatte die Teilnahme der DB-Führungsburschenschaft in Zeit online bekannt gemacht. Die DB-Chefin unter den Gästen in Jena erstaunt umso mehr, da manche Jenaer Bünde gegenüber Journalisten betonen, dass sie schon vor längerem aus der DB ausgetreten und an der Gründung einer Alternative zu DB beteiligt seien.

Bis zum 12. Juni sollte man in Jena noch ein wenig an der Abgrenzung arbeiten.

 

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17 Antworten zu “Vorsitzende Dt. Burschenschaft bei 200-Jahr-Feier in Jena?

  1. „… während viele liberale Bünde nicht eingeladen wären. …“

    Tja, das ist leider eine unschöne Tatsache. Ich weis aus Gesprächen, dass auch der eine oder andere Bund da richtig „angepißt“ ist. In Jena haben sich die „Ur-„Burschenschaften damit auswärts viele Sympathiepunkte verscherzt.

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  2. So dumm kann man doch gar nicht sein?! Viel Spass beim Shit-Storm…
    Man sieht, dass die Veranstalter geistig in puncto Medienecho noch fest im vergangenen Jahrhundert verankert sind. Nun denn, viel Freude an und mit den feinen Herrschaften aus Marburg.

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  3. @Harry:
    Sorry, aber im Altherrenverein der Jenenser Germanen sitzen doch erwachsene Menschen, die fest im Berufsleben stehen. Kartell hin oder her. Den schlechten Ruf, den die Marburger Germanen haben und dann noch Vorsitzende der DB, was hat die in Jena bitte sehr geritten. Für die DB ist das doch eine Vorlage. Und der Tributsch hat dazu gelernt. Medial haben die Jenenser es sich verschissen. Und wie schon oben erwähnt, bei so manchen Bündern kam das gar nicht gut an.

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    • @ Bonner Buxe,
      auch BSE ist „richtig angepisst“ und nimmt nicht teil.
      Nur, man sollte sich keinen Illusionen hingeben, was die Leitung/Führung von Bünden betrifft. Da sind einerseits die meist unerfahrenen, teilweise vor sich hin spinnenden Activen (wir waren früher auch nicht besser), andrerseits maximal 20 AH´s, die meisten rüstige Pensionäre, welche die Geschicke des Bundes leiten. Der Rest zahlt und feiert.
      Und diese 20 werden gehörig unter Druck gesetzt, von ihren jahrzehntelangen Kartellbrüdern…“weisst du noch, damals…“, Stammtischbrüdern, etc. Folglich muss ein Kompromiss her, der keinem so richtig weh tut, aber auch keinen befriedigt.
      So auch hier: die Marburger Germanen dürfen dabei sein und chargieren, jegliche Wortmeldung ist strikt untersagt, der DB-Sprecher muss während seiner Amtszeit das Jenenser Band ablegen.
      Erschwerend hinzu kommt jene tierische Arroganz jener alten Uni-Buxen, dass nur sie die „einzig wahren burschenschaftlichen Ziele“ representieren, an der Spitze die sog. Urburschenschaften. Zu dieser Jenenser Veranstaltung ist nicht eine einzige TU-Burschenschaft eingeladen worden. Eisenach und Rüdesheim lassen herzlich grüßen.
      Fazit: das Ganze ist pures Affentheater. Man sollte schleunigst zur TO übergehen. Die wiederum sieht nicht so rosig aus, auch für etliche jener dort teilnehmenden Bünde.

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  4. Welche Burschenschaften hatten denn alle damit gerechnet eingeladen zu werden?
    Jena ist ein kleines Städtchen mit nur recht kleinen Veranstaltungsräumlichkeiten. Da wird schon für 3 jenenser Burschenschaften + Kartellbünde der Platz kaum reichen. Andere Burschenschaften sehen ja auch davon ab, zu ihrem Gründungsjubiläum die halbe burschenschaftliche Szene dazuzuholen. Für eine burschenschaftsübergreifende 200jahr-Feier wäre ein Dachverband nötig, doch einen relventen Verband gibt es ja derzeit nicht.
    Dass Platz für die Marburger geopfert werden muss ist wahrlich schade, aber da wäre eher den Jeneser Germanen zu raten, ihr Kartellverhältnis zu überdenken, als den Organisatoren anzukreiden, an dieser Stelle einen praktikablen Kompromiss eingegangen zu sein.

    Allerdings ist im Vorfeld der Veranstaltung insgesamt auch sehr wenig unternommen worden, um das Jubiläum für Außenwirkung und zum öffentlichen Beziehen klarer Meinungen/Standpunkte zu nutzen. Da verstreicht eine einmalige Gelegenheit um zu zeigen, dass die DB auch innerhalb der Burschenschaften klar im braunen Abseits steht.

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    • Bei aller Würdigung Ihres Arguments „beschränkte Veranstaltungsräumlichkeiten“, welches übrigens den Organisatoren hinlänglich bekannt gewesen sein musste, dann gibt es 2 Varianten:
      – die 3 Jenaischen B! feiern ihr 200. Stiftungsfest. Dann sind sie frei zu tun und zu lassen was und wie sie das wollen. Dann können sie die Selbstbeweihräucherungen mit ihren Kartellos (RV, SK und der GWRK-Leiche) ungehemmt betreiben. Kein Hahn würde danach krähen.
      – Feiert man hingegen „200 Jahre Burschenschaft“ wären, zumindest aus meiner Sicht, andere Maßnahmen und damit eine andere Organisation erforderlich. Bei kurzem Nachdenken sollte man das auch von „Urburschenschaftern“ erwarten.
      Jetzt geht von dieser Veranstaltung ein äusserst negatives Signal aus (und ich schreibe nicht von den DB-Fuzzis). Viele liberale B!, vor allem alle TU-Buxen (incl. der Montanisten) werden in ihrer Überzeugung bestärkt, dass sie in den Augen jener erlauchten Urburschenschaftstruppe incl. deren Kartellos Buxen 2. Klasse sind. Das wird Folgen haben, die ich Ihnen kurz aufzeige:
      die TU-B! brauchen weder die Urburschenschaften mit ihrem Anhang (der teilweise sich in einem sehr maroden Zustand befindet), noch deren urburschenschaftliches Gequake um zu beweisen, dass sie Burschenschafter sind. Das schaffen die auch ohne die „Urburschenschaft“.
      Die DB hat Anlass sich zu freuen.

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  5. In meinem Handexemplar des Programms steht „200 Jahre Jenaische Burschenschaft“. Im Programm steht „Und so feiern wir in diesen Tagen dankbar und freudig mit Ihnen unseren 200. Geburtstag an unserer Alma Mater Jenensis“ und Vergleichbares. Ich verstehe die Veranstaltung als (ausschließlich) ein gemeinsam ausgerichtetes Stiftungsfest der drei Jenenser B! Arminia a.d.B., Teutonia und Germania, und nicht als irgendeine Feier in Bezug auf alle Burschenschaften an sich, auch nicht die Bewegung. Ich glaube, das ist auch das Verständnis der Gastgeber… Aber gern lasse ich mich hier korrigieren, wenn die drei B! andere Töne von sich gegeben haben. Dass die Germanen jedenfalls die Marburger zu ihrem eigenen Stiftungsfest einladen würden, nämlich als Kartellburschenschaft und nicht als Vorsitzende, ist ja nachvollziehbar. Nicht so ganz nachvollziehbar vielleicht, was die Germanen mit den Marburgern noch so wirklich verbindet (außer einer langen Geschichte). Das ist aber Sache der Germanen.

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    • Da waren durchaus andere Töne zu vernehmen, nicht von „Bbr. Jedermann“, sondern aus dem Munde von AH-Vorsitzenden, „wir werden den DB´lern schon zeigen was eine 200 Jahrfeier der Burschenschaft ist“, und, „selbstverständlich erhalten liberale, befreundete Burschenschaften eine Einladung zu der 200 Jahrfeier, natürlich mit beschränkter Teilnehmerzahl wg. der Lokalität“. Das logistische Problem war also frühzeitig bekannt, und selbst ein Kostenproblem wäre lösbar gewesen.
      Erstaunlich: die „Urburschenschafter“ kennen keine liberale, befreundete Burschenschaften aus dem TU-Segment. Da stellt sich mir die Frage in welchem Jahrhundert die glauben zu leben. Nun kochen die ihr Familiensüppchen, ist ja auch viel einfacher und praktikabler.
      Wir werden uns das jedoch merken.

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      • Ich will ja nicht unken, aber vielleicht werden sie nicht mehr als Burschenschaft wahrgenommen!

        P.S. Ich kenne keine Unterscheidung in „normale“ und „TU“-Buxen. So etwas ist mir noch nie aufgefallen!
        Glück Auf!

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        • @Lichtgestalt
          Mir aber schon! Ich erkläre es Ihnen gerne (Achtung viel Ironie enthalten!): ein TU-Student ist ein Handwerker, lernt nur auswändig, forscht nicht- im Gegensatz zu den „echten“ Studenten, die Latein und Griechisch haben und den TU-Studenten immer sagen, wo es lang geht.
          In der Wahrnehmung mancher Uni-Buxen sind die TU-Buxen ewige Füxe.
          (Und jetzt bitte ich alle TU-Buxen um Entschuldigung, dass ich es so drastisch erklärt habe)

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          • Wie gesagt, ist mir so noch nicht aufgefallen.
            Ich stelle mir allerdings auch immer die Frage, warum es Rechtswissenschaft heißt! 😉

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  6. Ganz ehrlich, auch ich habe nie einen Unterschied zwischen etwaigen TU-Buxen und – was, humanistischen? – Buxen wahrgenommen. Sie, Herr Framm, kennen Jena vielleicht besser als ich. Annahme: 3 B! feiern mit jeweils 200 Mann (das dürfte so 80 % der Mitglieder sein, und bei einem solchen runden Stiftungsfest kommen richtig viele…). Ohne Gäste sind das ja schon 600 Mann, nur für den Kommers, auch ohne Kartellbuxen (und bei A und T gibt es ja eine Menge). Das Doppelte kommt dann wohl für den Ball, angenommen, die Mehrheit der Aktiven findet eine Balldame…. Wo wollen Sie in Jena solche Mengen, dazu noch mit allerlei Gästen und Kartellbuxen (halbwegs stilvoll und erreichbar) unterbringen? Das Volkshaus wird Samstag brechend voll sein. Schade, übrigens, wenn wir uns dort nicht sehen sollten. Wenn es nach mir ginge, wäre BSE dort gern gesehen (unsere Bünde kennen und schätzen sich seit Jahren).

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    • Nein, ich kenne Jena nicht gut, schon garnicht was die Infrastruktur betrifft. Nur, wenn das so ist wie Sie schreiben (ich zweifle daran keine Sekunde), ist es organisatorisch völlig fehlgeschlagen. Wahrscheinlich wollte man mehrere „Fliegen“ mit einer Klappe schlagen, was in praxi völlig daneben gegangen ist. Also musste reduziert werden, am einfachsten geht das mit den „befreundeten“ Bünden (die müssen wegbleiben), die Kartellos kriegen eine sehr begrenzte Teilnehmerzahl zugebilligt, all das auf den letzten Drücker! Dabei gäbe es, selbst bei kürzerem Nachdenken, machbare Alternativen, mit denen niemand verletzt würde: 1 internes Jenaer Stiftungsfest (nur die 3 Bünde), ein 200 -Jahr Buxenkommers mit Kartellos und Freunden, ohne Ball etc. (da kommen sowieso weniger). Finanziell wären dabei auch offene Türen gefunden worden (zumindest was BSE betrifft).
      Natürlich ist der persönliche Umgang zwischen Uni- und TU-Buxen völlig reibungslos, auch was die (meisten) Bünde betrifft. Nur, gerade in derartigen ich nenne sie einmal Verbandsfragen, blitzt der alte Gegensatz wieder auf. Beispiel: die NDB, ein RV-Kind (BSE ist sehr bewusst dort fern geblieben, obwohl wir beknieet wurden) hat in den letzten Jahren 4 Mitgliedsbünde verloren, darunter jedoch 3 TU-Buxen. Neben subjektiven Gründen spielte auch das, was @Monokel so herrlich spöttisch schrieb eine Rolle.
      Es wird höchste Zeit, dass die Buxenbünde aus ihrem Wolkenkuckucksheim runterkommen. BSE, als überwiegend montanistischer Bund ist nun besonders erdnah und hatte nie Probleme damit. Wahrscheinlich sind wir einer der stärksten, pflichtschlagenden Bünde in Deutschland, was mit Sicherheit nicht an Clausthal liegt (da gibt es nämlich auch sehr dünne Korposüppchen). Betrachte ich mir so manchen Kartellobund jener „erlauchten“ Truppe, welche seit längerer Zeit auf der „Intensivstation“ liegen oder gar schon „klinisch tot“ sind (sie wissen es nur noch nicht), sollten andere Überlegungen angebracht sein als nun gerade vollzogen.
      Vielleicht denkt der eine oder andere Bund darüber einmal nach.

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