Stimmung kippt gegen Dt. Burschenschaft in Eisenach

logo-debeadeJahrelang konnte sich die Deutsche Burschenschaft darauf verlassen, dass sie in Eisenach zum Burschentag zumindest geduldet wurde. Doch das sei nahezu vorbei, die „Stimmung in der Stadt hat sich gedreht“, titel die Thüringer Allgemeine. Politik und Wirtschaft sprechen sich offen gegen die Deutsche Burschenschaft aus, so die TA. Zusätzlich verbalisieren selbst andere Studentenverbindungen mittlerweile offen ihren Unmut über die DB in Eisenach.

„Die Stimmung in der Stadt habe sich gedreht, bestätigte schon letztes Jahr Heidi Günther, Geschäftsführerin der Tourismus GmbH. Gärtner Thomas Brinkhoff verweigerte den Burschen gar die Lieferung eines Kranzes für deren Totenehrung und rief andere Geschäftsleute auf, es ihm gleich zu tun“, schreibt die Thüringer Allgemeine. Hintergrund des Stimmungswandels sei der „Rechtsruck, den der Dachverband ab etwa 2012 vollzogen hat und der 2013 eskalierte. Viele als liberal geltende Mitgliedsverbände traten seitdem aus, der Verband verlor über die Hälfte seiner Mitglieder. Immer wieder gibt es Berichte darüber, dass Burschenschafter engen Kontakt zur rechte Szene pflegen. Einzelne Verbände werden vom Verfassungsschutz beobachtet“, berichtet ebenfalls die Thüringer Allgemeine.

Auf die Eisenacher Bürgermeisterin Katja Wolf kritisiert die DB. Gleichzeitig ruft sie dazu auf, zu differenzieren und sprach erstmals beim christlichen Verband Wingolf ein Grußwort bei dessen Wartburgfest. Auch die Thüringer Regierungsfraktion Die Linke positioniert sich wieder in einer Pressemitteilung zum Burschentag mit dem Titel „Deutsche Burschenschaft in Eisenach unerwünscht“: zu Recht gingen von der Deutschen Burschenschaft frequentierte Städte, wie Marburg, Innsbruck und Eisenach, auf Distanz zu dem Verband, formuliert Landtagsabgeordnete Katharina König.

Auch andere Studentenverbindung verbalisieren ihren Unmut ungewohnt deutlich. Die katholischen Verbindungsstudenten (CV) haben die Sorge, dass sie in Sippenhaft für die DB genommen werden. Die Süddeutsche.de zitiert in einem zum Burschentag erscheinenden Artikel Heinrich Emrich, den Ratsvorsitzender des Cartellverbands: „Hoffentlich passiert in Eisenach nichts, was dann wieder uns in die Schuhe geschoben wird. Wir bekommen das alles zu spüren.“ Auch der christliche Wingolf war bei seinen Wartburgfest auf Distanz zu DB gegangen.

Einige Tweets zum Thema:

Advertisements

Eine Antwort zu “Stimmung kippt gegen Dt. Burschenschaft in Eisenach

Gerne können Sie sich mit einem Kommentar in die Diskussion einbringen. Motto: Farbe tragen heißt Farbe bekennen, heißt Namen nennen. So wie wir. Sonst no comment. Und aus gegebenem Anlass: Bitte bleiben Sie sachlich beim Kommentieren. Für den Inhalt der Kommentare sind die Kommentarschreiber verantwortlich. Und geben Sie sich einen eindeutigen Nickname, denn lauter "Anonyms" können nicht besonders gut miteinander diskutieren. Danke für Ihren Beitrag.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s