Burschenschaft Germania Marburg sagt Abdel-Samad-Vortrag ab

neuesbier2Gerne brüstet sich die DB-Vorsitzende Burschenschaft Germania Marburg damit, dass sie auf dem Mensurboden eine scharfe Klinge führe und verweist auf baldige acht Partien in Bonn und Münster. Doch sobald ihr die Öffentlichkeit ausserhalb der Burschenschafterszene ein paar Hacken und Zieher etc. setzt, führen die Marburger im übertragenen Sinne schon bei einem Temporaliskratzer ab.

So ist das gerade geschehen mit einem Vortrag des Islam-Kritikers Hamed Abdel-Samad, der am 5. Juni bei Germania sprechen sollte. Doch der Vortrag findet nicht statt, da Germania ihn absagte – wegen eines bißchen öffentlichen Druckes. Zunächst hatte sich Abdel-Samad auf seiner Facebook-Seite für die Zusage seines Vortrages durch seinen Verlage bei Germania noch erklärt. Er rede mit jedem und könne bei Germania nichts ganz Rechtes feststellen. Dann begannen ausführliche Facebook-Diskussionen, die Oberhessische Presse berichtete. Noch jubelte Germania: „Nicht schlecht! Die Diskussionen um den Vortrag von Hamed Abdel-Samad auf unserem Haus halten an. Das Statement von Abdel-Samad zu dieser Angelegenheit zeugt von Rückgrat.“ Dann kam der Vortragende auf eine psychologisch geschickte Idee und testete die Standhaftigkeit Germanias. Er kündigte auf seiner Facebook-Seite an, dass er Verfassungsschutz und Zentralrat der Juden zu Germania befragte habe und stellte der Burschenschaft direkt acht Fragen, u.a. zu Hitler und Holocaust. Und dies machte er wiederum auf seiner Facebook-Seite öffentlich.

Das war für die Standhaftigkeit der Germania schon zuviel. Abdel-Samad facebookte: „Nachdem ich die 8 Fragen an die Burschenschaft Germania geschickt habe, hat die Burschenschaft von sich aus die Veranstaltung abgesagt. Sie ist darüber verärgert dass ich die Sache auf Facebook öffentlich diskutiert und mich „durch linke Meinungsmacher unter Druck“ habe setzen lassen. Auch dass ich den Zentralrat der Juden und das Verfassungsschutz einbezogen habe, finden sie absurd. Ich bin der Meinung, auch das gehört zur Demokratie, dass kontroverse Fragen öffentlich diskutiert werden. Meine 8 Fragen empfanden sie als Gesinnungstest.“

Link -> Facebook-Seite von Hamed Abdel-Samad mit 8 Fragen und Absage Germanias

Vor kurzem hat Germania bereits eine Veranstaltung unter öffentlichem Druck abgesagt, eine Wintersonnwendfeier, zu der sich der Staatsschutz der Polizei äußerte.

Früher waren die DB-Vorsitzenden standhafter und muckfester 😉 Könnten nicht die Bonner mal den Vorsitz machen statt dieser Marburger Klingenschleifer?

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