Lengsfeld sagt Rede ab bei DB-Burschenschaft Rheinfranken in Marburg

logo-debeadeDas CDU-Mitglied Vera Lengsfeld hat einen Vortrag bei der Marburger DB-Burschenschaft Rheinfranken kurzfristig abgesagt. Die für den 29. April geplante Veranstaltung wurde am Veranstaltungstag von der Burschenschaft mit einer Facebook-Mitteilung abgesetzt, weil Lengsfeld „die Möglichkeit, heute Abend auf unserem Haus zu sprechen, aus persönlichen Gründen nicht wahrnehmen“ werde.

Zuvor hatte die SPD Landtagsfraktion Hessen den politischen Druck erhöht und den Auftritt Lengsfelds bei den Rheinfranken kritisiert. In einer Pressemitteilung führt die SPD Kritikgründe an: Lengsfeld würde sich „in eine Reihe mit dem bekannten Rechtsextremisten und ehemaligen RAF-Terroristen Horst Mahler“ stellen. Das Video seines Auftritts „sei bis heute auf dem Youtube-Kanal der extrem rechten Burschenschaft zu sehen. Lengsfeld habe bereits auf dem Burschentag der „Deutsche Burschenschaft“ gesprochen. Diesem Dachverband, dem die Marburger Rheinfranken angehörten, sei nicht zuletzt wegen Debatten über die Einführung eines „Arierparagraphen“ in die Kritik geraten.“

Laut SPD gebe es zudem Berichte, dass sich Aktive der Marburger Rheinfranken mit Neonazis verschiedenster Couleur vernetzten und wohl auch bereits gemeinsame Aktionen durchgeführt haben.

Die Marburger Rheinfranken – so die SPD – stünden immer wieder in der Kritik für ihre extrem rechten Positionen und fragwürdigen Vortragsveranstaltungen.

„Die Nähe der CDU zu solchen Rechtsaußen-Burschenschaften wie den Marburger Rheinfranken finden wir zu tiefst befremdlich“, schreibt die SPD. Sie verurteile das Verhalten von Vera Lengsfeld und fordere die CDU auf, sich davon zu distanzieren.

Auf Distanz gegangen waren auch laut Oberhessischen Presse „die Marburger Konservativen und Oberbürgermeister-Kandidat Dirk Bamberger vom Vortrag bei der rechtsextrem geltenden Verbindung („Hätte sie uns vorher gefragt, was sie nicht getan hat, hätten wir ihr auf jeden Fall abgeraten“).“

-> Link: SPD-Pressemitteilung von Lisa Gnadl, Sprecherin für Rechtsextremismus der Landtagsfraktion

-> Link: Oberhessische Presse „Absage von Lengsfeld bei Rheinfranken“

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