Neuer Rechter IfS-Event bei Berliner Burschenschaft Gothia

burschenschafter-gegen-neonazis-twAm 22. April veranstaltet die „Denkfabrik der Neuen Rechten“, das Institut für Staatspolitik (IfS), sein diesjähriges Netzwerk-Treffen unter den Titel „8. Salon“ bei der Berliner Burschenschaft Gothia. Die dem IfS ideologisch nahestehende Zeitschrift der Neuen Rechten, Sezession, berichtet über das Treffen. Redner sei Sezession-Chef Götz Kubitschek zum Thema Pegida. Laut Autor des Sezession-Artikels musste das IfS im letzten Jahr für ein Jahr die „Salon“-Veranstaltung aussetzen.

In letzter Zeit haben Veranstaltungen der Rechten, wie die Messe Zwischentag, zunehmend Probleme, größere Veranstaltungsräume in Hotels etc. zu nutzen. Sie lösen das Problem beispielsweise, indem sie die Häuser von rechten Burschenschaften für ihre Veranstaltungen nehmen. So geschehen beim Zwischentag im letzten Jahr, der nach einer Odyseee über Düsseldorf und Dortmund bei einer Bonner Burschenschaft landete. Das IfS landet nun  bei der Berliner Burschenschaft Gothia. Einige mögliche Gründe für Kooperationen skizzierte der Burschenschafts-Forscher Dr. Bernhard Weidinger in einem Interview mit uns für den „Störungsmelder“ von ZEIT ONLINE: „Burschenschaften bieten extrem Rechten interessante Infrastrukturen und haben eine „Schutzraumfunktion“, sagt Politologe Weidinger. Er nennt als Vorteile das Verbindungshaus als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte sowie als Wohnraum, die von den Alten Herren zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel, Kontakte zu anderen Verbindungen und rechten Organisationen, Abgeschlossenheit nach außen, relative Salonfähigkeit der Verbindungen als akademische Vereinigungen.“

Advertisements

11 Antworten zu “Neuer Rechter IfS-Event bei Berliner Burschenschaft Gothia

  1. Ich kann Sie hiermit informieren, dass das IFS im Sommersemester zum letzten mal zu „Gast“ war. Diese Tatsache können Sie gerne bei der Altherrenschaft erfragen. Innerhalb der Altherrenschaft gibt es seit längerer Zeit einer klare Mehrheit für einen Austritt aus der Deutschen Burschenschaft, es ist zu hoffen, dass dieser im kommenden Jahr offiziell werden kann.

    Mfg
    Anonym

    Gefällt mir

    • @Anonym: was ist den bloß in Berlin los? Die AHs wollen Ihrer Meinung nach austreten und gleichzeitig den Vorsitz machen? Wie passt das zusammen? Warum haben die AH das Institut erst ins Haus geholt?

      Gefällt mir

      • Es ist eben alles nicht immer so wie es von Außen erscheint. Der Bund ist gespalten, daher konnte das Institut nochmals gastieren. Jedoch gibt es bei den AHs eine immer stärker werdende Mehrheit für einen klaren Schnitt ggü. der Reform durch Mitarbeit. Das was passiert, passiert in vielen Bünden.

        Gefällt mir

        • @Anonym, Danke für Ihre Meinung. Wie soll Ihrer Ansicht ein Bund den Verband denn führen, den die AH verlassen möchten? Warum soll denn der klare Schnitt jetzt erst gemacht werden, die Entwicklungen des Verbandes sind doch seit mehreren Jahren klar zu erkennen? Ist es nicht wahrscheinlicher, dass man den Vorsitz noch durchzieht, um das Gesicht nicht zu verlieren, und danach erst 2017 Tschüß sagt – so wie die Clausthaler?

          Gefällt mir

          • In der Rest-DB geht doch der schwarze Peter um: Wer muss jetzt den Vorsitz machen?
            Jeder Bund, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird genannt.

            Gefällt mir

            • @Monokel: im Juni sah das aber noch anders aus, als die Brunen via Facebook stolz von #Hauptstadtvorsitz der beiden Bünde für 2016 schrieben inkl.Foto ihrer Mütze plus der bekannten orangenen Berliner Mütze. Warum auf einmal will den keiner mehr? Der 2016er Vorsitz geht doch noch, schlimm wird es 2017 im Wartburg-Jahr, wenn der Verband ein Wartburg-Fest nicht auf der Wartburg feiern will – wie peinlich wird das denn.

              Gefällt mir

  2. Die Spaltungslinie verläuft ganz grob gesagt zwischen der Aktivitas bzw. jungen Alten Herren und den „älteren“ Alten Herren. Während die einen die „Aktivitätsmacht“ haben, haben letztere die „Finanzmacht“. Die Ersteren sind eher konservativer, während letzteren liberal sind. Alles in allem ist aber die klare Mehrheit des Bundes liberal.

    So lässt sich auch erklären warum das oben genannte Institut gastieren konnte. Es sind eben Kompromisse die geschlossen werden müssen, will man den Bund erhalten. Die Zeiten der Kompromisse neigt sich aber dem Ende zu.

    Gefällt mir

    • @Anonym: die entscheidende Frage wird sein, ob für den Bund der äußere Druck im Vorsitzjahr auf dieses gespannte Verhältnis zwischen Aktivitas und Alten Herren nicht zuviel wird. Was nützt ein Vorsitz, wenn man sich währenddessen intern verkracht und AHs deswegen austreten? Ist das Risiko Ihrer Ansicht nach im Vorsitzjahr nicht etwas hoch für Diskussionen zwischne Aktiven und Alten Herren? Oder will man den Vorsitz nur machen,um das Gesicht zu wahren? Andere Bünde mit ähnlich gespanntem Verhältnis zwischen Aktiven und AHs haben doch vorgemacht, wie es geht. Auf Augenhöhe untereinander diskutieren, schriftliche Abstimmung, dann aus dem Verband austreten, und dadurch den Bund retten. Die Norddeutschen und Niedersachsen haben ihr Prozedere in einem Gastbeitrag hier im Blog BPA interessant geschildert. Und nach dem Austritt sind auch für die Berliner alle Optionen offen, z.B.interessiert auf den neuen Verband schauen.

      Gefällt mir

      • Der Bund ist weder besonders groß, noch finanzkräftig oder besonders jung. Das der Bund überhaupt für einen Vorsitz in Frage kommt, zeigt eher wie schwach die DB mittlerweile schon ist. Aus interner Sicht ist das geradezu absurd.

        Falls es wirklich dazu kommen sollte, wäre der Druck sicherlich nicht tragbar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bund das übersteht.

        Gefällt mir

        • @Anonym: wie Sie wissen, haben wir einige Vertreter in unseren Reihen, die Erfahrung damit haben, wenn Aktive und junge AHs denken, sie könnten einen Bund auf rechts drehen, während sich manche liberale AH gern vornehm zurückhaltend verhalten, bis es zu spät ist. Wenn Sie vielleicht vertraulich Tipps brauchen können – Sie kennen unsere E-Mail-Nummer (siehe oben).

          Gefällt mir

        • @Anonym: haben Sie als Experte Hinweise darauf, warum die Berliner Burschenschaft ihren Facebook-Auftritt seit Mitte August verwaisen lässt? Haben dort die Alten Herren die Daumenschreibe angelegt?

          Gefällt mir

Gerne können Sie sich mit einem Kommentar in die Diskussion einbringen. Motto: Farbe tragen heißt Farbe bekennen, heißt Namen nennen. So wie wir. Sonst no comment. Und aus gegebenem Anlass: Bitte bleiben Sie sachlich beim Kommentieren. Für den Inhalt der Kommentare sind die Kommentarschreiber verantwortlich. Und geben Sie sich einen eindeutigen Nickname, denn lauter "Anonyms" können nicht besonders gut miteinander diskutieren. Danke für Ihren Beitrag.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s