Burschenschafter-Zeitschrift kritisiert Gesetz gegen Holocaust-Leugnung in Italien

kitchenViele Jahrzehnte hatten Holocaust-Leugner in Italien leichtes Spiel. Doch nun müssen sie bald auf der Hut sein, denn erstmals passierte ein Gesetz zur Bestrafung der Holocaust-Leugnung den italienischen Senat und kommt nun ins Parlament. Von extrem rechter Seite gibt es Kritik am Gesetz, wie das DÖW berichtet. Sprachrohr der Kritik ist die Zeitschrift Aula des Burschenschafters Martin Pfeiffer. Der bayerische Verfassungsschutz stufe Pfeiffer als “einschlägig bekannten Rechtsextremisten” ein, schrieb die Süddeutsche.

Das DÖW schreibt zum Fall: „Ein paar Seiten weiter empört man sich darüber, dass auch in Italien die Leugnung des Holocausts bald strafbar sein soll. Als Anlass für das neue Gesetz, welches angeblich „die Meinungsfreiheit weiter“ einschränke, nennt die Aula ein Interview mit dem zu lebenslangem Hausarrest verurteilten (und mittlerweile verstorbenen) Nazi-Kriegsverbrecher Erich Priebke. Dieser „letzte[n] deutsche[n] Kriegsgefangene[n]“, der „bis zuletzt bei klarem Verstand“ gewesen sei, hatte dort „die Existenz von Beweisen für das Bestehen von Gaskammern in deutschen KL zum Zwecke der Tötung von Juden bestritten und betont, im Mai 1944 als SS-Soldat das KL Mauthausen besucht und keine Gaskammern entdeckt zu haben. Wörtlich sagte er: ‚Es war notwendig, Deutschland bestimmte Verbrechen zuzuschreiben, um die Deutschen als Kreaturen des Bösen darzustellen.’“ (Ebenda, S. 40).“

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2 Antworten zu “Burschenschafter-Zeitschrift kritisiert Gesetz gegen Holocaust-Leugnung in Italien

    • Ganz offen gesagt: stellt man die Holocaust-Leugnung unter Strafe macht man die Gesellschaft und die Demokraten faul; sie sind dann nicht mehr gezwungen, den Feinden der Demokratie zu beweisen, dass es den Shoah (das bessere Wort) gegeben hat.
      Die Rechten können ihre Verschwörungstheorien konstruieren. Deshalb bin ich dafür, diese Tat nicht mehr so billig zum Straftatbestand zu machen.

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