Neuer Burschenschafter-Verband sieht Deutschland als Bekenntnisgemeinschaft

marke-burschenschaftZur 5. Verbandsgründungstagung des neuen Burschenschafter-Verbandes in Gießen hat IBZ-Chef Michael Schmidt dem Gießener Anzeiger einige Stichworte gegeben. Der neue Verband sehe „Deutschland als eine Bekenntnisgemeinschaft, sodass jeder, der sich mit unserer Kultur, Sprache und Geschichte identifizieren kann, bei uns willkommen ist“. Ziel sei es, Konzeptionsfehler zu vermeiden, die sich in den anderen beiden Verbände gezeigt hätten. So solle höchste Instanz der einmal im Jahr tagende Generalkonvent werden. Schmidt betone, dass man im Verband NeueDB keine Alternative für sich zur Deutschen Burschenschaft sehe, aus der viele Bünde des neuen Verbandes stammen. Man werde Wert auf ein hohes Maß an Transparenz und die traditionellen burschenschaftlichen Prinzipien legen. Der neue Verband solle Burschenschaften eine Plattform für ihr Engagement geben und die Möglichkeit bieten, über den Tellerrand ihres eigenen Bundes zu schauen.

Der Gründungsprozess sei mit der 5. Verbandsgründungstagung nahezu abgeschlossen, im Oktober werde in Jena der neue Verband gegründet, erläutert Schmidt. In Gießen hätten 40 Burschenschaften teilgenommen.

Link -> Lokalzeitung Gießener Anzeiger

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20 Antworten zu “Neuer Burschenschafter-Verband sieht Deutschland als Bekenntnisgemeinschaft

  1. Da übliche Buxengeblubber in abgemildeter Sprache.
    Was ist denn nun so eine „Bekenntnisgemeinschaft“? Vergleichbar mit der „Gemeinschaft für Bibel und Bekenntnis“ der Sturzkampflutheraner? Alle, die an das unveränderbare Wort Gottes in der Bibel und Bekenntnisschriften glauben sind herzlich willkommen? Das sind ja wahrlich offene Tore für alle Auslegungen, Bravo! Am besten, die gründen noch eine eigene Uni, Typ „Oberursel“, dann hätten die gleich alle Katzen im Sack. 😉
    Hingegen werden die armen Tröpfe in der NDB aber lange Gesichter machen, kriegen die doch endlich von den Stuttgarter Lächerlichkeiten so stickum durch die Blume gesagt, dass es ihrem Verband an Transparenz mangelt. Die Begeisterung dort wird wohl grenzenlos sein.
    Und wozu das Ganze? Wie konnte man das bloß übersehen: „Burschenschaften eine Plattform für ihr Engagement geben und die Möglichkeit bieten, über den Tellerrand ihres eigenen Bundes zu schauen.“ Engagement, bitteschön: wo? Bevor es eine Möglichkeit zu einem „engagement“ gibt, muss jedoch der Bund erst einmal ordentlich Knete über den Tellerrand schieben. Kein Problem, die Bünde schwimmen ja bekanntlich im Geld, vor allem, wenn an die Zukunft gedacht wird. 😉
    Eine bessere Werbung für das Nicht-Mitmachen konnten die nicht abliefern.

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    • …was ich wirklich schlimm finde, daß die jetzt doch keine Frauen aufnehmen! Das wird nichts mit der versprochenen Toleranz! Gott sei Dank gibt es in Clausthal einen Lichtblick!

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    • Es soll möglich sein Engagement zu zeigen ohne mit dem großen Geld um sich zu werfen, der Bereich gemeinsamer Treffen und Veranstaltungen mag da wohl im Vordergrund stehen. Am Rande: Was machen Sie eigentlich, wenn Ihr Bund diesen neuen Verband attraktiv finden und dort mitmachen wollte? Ganz undenkbar? Oder falls doch…?

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      • Was mich und wahrscheinlich viele weitere interessieren würde: es gibt doch eine „klassische“ Alternative zur DB, nämlich die NDB. Warum treten die IBZ-Bünde dort nicht ein? Was gibt es denn an der NDB auszusetzen, was gefällt denen da nicht? Leider bekommt man dazu nie eine konkrete Antwort. Somit drängelt sich der Verdacht auf, dass der Grund wohlmöglich ein Minderwertigkeitskomplex der „Spätgefallenen“ ist, welche den milden Spott der „früher Gefallenen“ nicht verkraften können 😉
        Was meinen Bund und mich betrifft, dürfen Sie völlig beruhigt sein. BSE ist von der NDB kräftigst beworben worden, hat jedoch abgelehnt, trotz dort guter Bünde und tauglicher Prämissen. Nein, BSE hat mit weit überwiegender Mehrheit die „Schnauze voll“ von Verbänden alten Zuschnitts mit vorprogrammierten, völlig überflüssigen Problemen. Wie die Praxis zeigt, geht es auch sehr gut ohne diese.

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        • Das hat viele Gründe, warum sich die heutigen Neugründer nicht der NDB angeschlossen haben, sondern was eigenes aufbauen möchten – inhaltliche, formelle, und weitere, die Details gehören aber nicht in die Öffentlichkeit. Ein „Minderwertigkeitskomplex“ oder dergleichen ist es gewiss nicht, „milder“ Spott (der vielleicht auch nicht so mild war) könnte aber tatsächlich einer der Gründe sein.
          Nun denn, mal schauen, was die Zukunft bringen wird.

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  2. Clausthal ist doch wohl eher am Rande der Welt als deren Mittelpunkt. Sollen die Clausthaler doch außen vor bleiben und sich selbst bespaßen, aber anderen ihr Vergnügen bei und nach der Verbandsgründung lassen. Wen interessiert Clausthal?!

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    • An welchem Mittelpunkt der Welt Ihr Bund angesiedelt ist verschweigen Sie (vorsichtshalber? ;)). Oder befürchten Sie, dass in Clausthal ein Schwund (50%) an CC-Bünden eintreten könnte?

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    • Mein Gott! Was für ein Statement!?!
      Das ist doch die Denkweise aus der Zeit, als man noch glaubte, die Erde sei eine Scheibe. Der jüngst verstorbene Terry Pratchett läßt grüßen.

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  3. Es war ja zu erwarten: unsere eifrigen Neuverbandsgründer hüllen sich in beredtes Schweigen, unfähig/unwillig auf die simpelsten und selbstverständlichsten Fragen Antworten zu liefern, wie z.B.:
    – wozu ein weiterer Buxenverband, gibt es doch als Alternative zur DB die NDB,
    – was soll dieser Neuverband denn für den Einzelbund leisten?
    Dieses Verhalten erlebt nun ein Altbuxe, dessen Bund vor 20 Jahren den DB-Vorsitz innehatte und danach sofort ausgetreten ist bis zum Abwinken, es ist symptomatisch.
    Die Ursachen hierfür sind auch offensichtlich:
    – langanhaltende Phantomschmerzen, verbunden mit bundesinternen Problemen,
    – Furcht vor milder Spöttelei. Wer 20 Jahre lang auf das falsche Pferd gesetzt und es noch wacker gefüttert hat darf sich doch darüber nicht wundern.
    – Eitelkeit oder: wie werde ich wieder Vorsitzende eines Verbandes um meine (fiktive) Bedeutung zu steigern?
    Also: wehret den Anfängen! 😉

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    • Keine Sorge, wenn es fertige Dinge zu kommunizieren gibt, dann wird das zur gegebenen Zeit geschehen. Wenn Sie Ihre Ungeduld aber nicht zügeln können, es ist jetzt schon relativ leicht an die entsprechenden Antworten zu kommen, man muß sich aber selbst abholen.

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      • 1) Keine Sorge, derartige Dinge können auch mit wenigen Sätzen gesagt werden. Die homepage der IBZ ist nun diesbezüglich nicht sehr informativ. Ausser Gründungssatzung/urkunde ist da nichts zu entdecken. Es verbleiben folglich nur Gespräche mit dort teilnehmenden Buxen. Diese sind natürlich subjektiv.
        2) „Milde Spöttelei“: wer das übliche Buxen/Korporiertengeläster auch nur 1 Sekunde ernst nimmt, dem ist nicht mehr zu helfen. Wird es ernster, so hat das zumeist tiefere Gründe. Ich erlaube mir 2 zu nennen:
        – etliche von jenen Neugründungsburschenschaften haben zu unserer DB-Vorsitzzeit aber auch alles unternommen, um unsere Reformanträge/vorschläge zu torpedieren. Sie haben brav mit der BG abgestimmt, lagen also voll auf deren Linie. Selbiges berichtet auch unsere Vorgängerburschenschaft Brunsviga Göttingen. Gesinnungswandel oder „die Ratten verlassen das sinkende Schiff“?
        – Schlimmer: einer der Hauptmatadoren der Verbandsneugründung, eine Stuttgarter Burschenschaft, hat noch im Jahre des Heils 2012 einem Buxen, Vorsitzender des RA der DB, dessen Bund aus der DB ausgetreten ist, das Zweitband verliehen (so etwas geschieht nur mit einer qualifizierten Mehrheit), damit er sein „DB-Amt“ behalten kann (der Bund ist dann auch einige Monate später aus der DB ausgetreten, sei´s drum). Dieser Herr ist nunmehr Vorsitzender der Freunde de DB. Wie würden Sie dergleichen beurteilen? Soll man das noch ernst nehmen? Oder ist die Nähe zur DB doch noch enger als offiziell verkündet?

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        • Die Kommunikation zwischen diversen Bünden und ihren Wortführern bei Gründung der NeuenDB anno 1996 war weder „milde Spöttelei“ oder Geknatter. Auch ihrem damaligen Verhalten mögen sich manche Gründer der NeuenDB anrechnen, daß sich einerseits die IBZ gründete, und andererseits die NeueDB nicht mehr gerade auf Wachstumskurs befindet.
          Diese einzelne Person ist wahrlich ein „Wanderer zwischen den Welten“, und ihr Wirken wurde nicht überall mit Begeisterung gesehen. Aber für den heutigen Prozeß ist sie nicht mehr maßgeblich.

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          • Welche Kommunikation meinen Sie? Zwischen den NDB-Gründerburschenschaften und den noch verbleibenden DB-Burschenschaften, die späteren IBZ-Bünde? Das vermag ich nicht zu beurteilen. Der Kontakt, Umgangston zu den damals gleichzeitig ausgetretenen Bünden war seitens der NDB-Gründer ohne Probleme. Dass bei BSE (und anderen „Altgefallenen“) daraus nichts wurde, hat andere Gründe. Die Kosten/Nutzenanalyse für einen Eintritt in einen Buxenverband zeigte ein eindeutig negatives Ergebnis.
            Dass sich die NDB nicht auf einem Wachstumskurs befindet ist bekannt. Die Gründe hierfür dürften jedoch nicht im „Politischen“ liegen, sondern dass etliche Mitgliedsbünde dort ebenfalls eine Kosten/Nutzenanalyse mit negativem Ergebnis erstellt haben. Das hat dann Folgen. Ich sage es einmal flapsig: der „BSE-Virus“ ist ansteckend.
            Nein! Um diese „Person“ geht es nicht, sie ist in ihren Entscheidungen frei. Es geht jedoch um die Entscheidung eines Bundes im Jahre 2012! Er hat damit seine Glaubwürdigkeit vollständig verspielt. Und das hat anhaltende Nachwirkungen.
            Im übrigen verweise ich auf den Beitrag von @Erwin Alemin in einem anderen Thread.

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            • „Welche Kommunikation meinen Sie? Zwischen den NDB-Gründerburschenschaften und den noch verbleibenden DB-Burschenschaften, die späteren IBZ-Bünde?“ Ja.
              Ein Verband hat mehr als „Kosten/Nutzen“-Effekte, wenn Burschenschaft für Sie nur noch betriebswirtschaftlichen Inhalt hat, dann ist das bedauerlich.
              „Es geht jedoch um die Entscheidung eines Bundes im Jahre 2012! Er hat damit seine Glaubwürdigkeit vollständig verspielt. Und das hat anhaltende Nachwirkungen.“ – hier sei Ihnen Ihre Meinung belassen, die von Detailkenntnis ungetrübt ist.

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              • Und ich finde es äusserst bedauerlich, dass Sie den Begriff „Kosten/Nutzenanalyse“ rein betriebswirtschaftlich auffassen. Betriebswirtschaftlich betrachtet bringt ein Buxen/Studentenverband dem Mitgliedsbund ausser Kosten nämlich garnichts. Das wissen Sie so gut wie ich. Also anders: was bietet ein Buxenverband dem Mitgliedsbund, was er nicht von sich aus auch erbringen kann? Das gilt auch für das „Burschenschaftliche“ wie auch immer aufgefasst. Wird etwa die Nachwuchsfrage durch die Mitgliedschaft günstig beeinflusst? Die Weiterbildung der jungen Bundesbrüder? Erkenntnisse, an die man ohne Mitgliedschaft nicht herankommt? Unsere Erfahrungen waren da äusserst negativ.
                Wie kommen Sie zu der Vorstellung, dass meine Meinung von Detailkenntnissen ungetrübt ist? Wenn Sie sich da nicht fürchterlich täuschen.

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                • Die Burschenschaft ist vom ursprünglichen Ansatz her eine Sammlungsbewegung der deutschen Studenten. Eine Burschenschaft an allen Hochschulorten… dieses Ziel war immer nur Wunsch, nie Realität, und sehr schnell auch nicht mehr Wunsch. Eine Burschenschaft, die nur für sich sein will und nicht die Verbundenheit mit anderen am selben und an anderen Hochschulort will, hat diesen Kernpunkt vergessen.
                  Ein Verband ist ein Mittel, das zu erreichen.

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                  • „Ein Verband ist ein Mittel, das zu erreichen.“
                    Ja, eines von mehreren. Man sollte jedoch tunlichst die Begriffe „Verbundenheit“ und „Verband“ verwechseln. „Verbundenheit“ ist eine Haltung, die freie Entscheidungen ermöglicht. „Verband“ ist ein Stück Papier mit Satzungen, Mehrheiten und daraus resultierenden Problemen (wie zuhauf gehabt), die ein Bund ggfls. nicht mittragen kann.
                    Und wat denne?

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