Neofaschistische Casa Pound im Gespräch mit Dt. Burschenschaft

plakat-eisenach-aktuell-demokratie-ohne-schriftDie neueste Ausgabe der Burschenschaftlichen Blätter enthält ein Interview mit einem Sprecher der Casa Pound, wie die Deutsche Burschenschaft auf ihrer inoffiziellen Facebook-Seite verbreitet. Die DB ist damit offen im Gespräch mit einer der sich als massenkompatil gebenden extrem rechten Bewegungen. Die italienische Casa Pound wird von extrem Rechten in Europa als Vorbild gesehen, wie sogar der deutsche Verfassungsschutz feststellt.

„Bei „Casa Pound“ handelt es sich um eine neofaschistische Bewegung in Italien“, schreibt selbst der deutsche Verfassungsschutz. „Deutsche Neonazis und Vertreter der so genannten Neuen Rechten blicken mit Neid in Richtung Italien“, weiß auch die Bundeszentrale für politische Bildung: „Immer wieder pilgern Delegationen nach Rom zur Zentrale der rechtsextremen Bewegung Casa Pound und veröffentlichen anschließend ihre begeisterten Berichte, die man auch im Internet nachlesen kann. Casa Pound hat offensichtlich etwas geschaffen, wovon deutsche Rechtsextreme noch träumen: eine Bewegung, die mit ihren Botschaften und Aktionen massenkompatibel geworden ist, die oszillierend zwischen Popkultur und rechter Subkultur und unter dem Schlagwort Nonkonformismus vor allem junge Menschen erreicht.“

Noch weiter ins Detail geht der Verfassungsschutz in McPomm, der in seinem 2013er Bericht ebenfalls analysiert, warum deutsche Rechte sich für Casa Pound interessieren: „Es sind vielmehr die taktisch strategischen Ansätze dieser offenbar rasch wachsenden „Bewegung“, die ihren Reiz auf die hiesige Szene ausüben. Hierzu gehört die Verbindung von Politik und Kultur und der Versuch, über eroberte „Freiräume“ in Immobilien in bestimmten Regionen an Einfluss zu gewinnen. Die „Casa Pound“ verfügt in Umsetzung dieses Konzeptes nach eigenen Angaben zwischenzeitlich über 2.000 aktive Mitglieder und tausende Unterstützer. Die Gruppierung hat sich in der relativ kurzen Zeit ihres Bestehens eine Infrastruktur von 15 Provinzorganisationen, 15 Buchhandlungen, 20 „Kneipen“ sowie verschiedene Sport-, Kultur-, Freizeit- und Sozialvereinigungen geschaffen. Daneben betreibt sie einen Radio- und Fernsehkanal im Internet. Mit dem „blocco studentesco“ verfügt „Casa Pound“ auch über eine Studentenorganisation, die in die Universitäten und Schulen hineinwirkt. Ein solch tiefes Eindringen in die unterschiedlichsten sozialen Strukturen ist den Rechtsextremisten hierzulande noch nicht gelungen. Auch erreicht die Ideologie der „Casa Pound“ viel größere Teile der Bevölkerung als es das nationalsozialistische Gedankengut der hiesigen Szene bisher geschafft hat.“ Auslöser des Interesses des Verfassungsschutzes waren Veranstaltungen der extremen Rechten zu Casa Pound.

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