Fünfte Verbandsgründungstagung im März

marke-burschenschaft45 Burschenschaften hatten angekündigt, im Herbst einen neuen Verband von Burschenschaftern gründen zu wollen. Zur Vorbereitung treffen sie sich vom 6. bis 8. März in Gießen für die fünfte Verbandsgründungstagung. Vorgestellt werde der Entwurf einer Verfassung für den neuen Verband, wie beteiligte Bünde auf ihren Webseiten veröffentlichen. Auch Vorschläge für den Namen und die Flagge des neuen Verbandes liegen vor. Name und Flagge werden sich an die Burschenschaftsgeschichte anlehnen. Zugkraft unter Burschenschaften hat der neue Verband besonders durch die Beteiligung der Jenaischen Urburschenschaft. Wenn diese einen neuen Verband gründe, wollen vielen dabei sein, ist aus burschenschaftlichen Kreise zu hören.

Im März 2013 hatten Burschenschaften bei den Bonner Märzgesprächen erstmals angekündigt, einen neuen Verband gründen zu wollen und Journalisten dazu eingeladen. Damals ist die erste und bisher einzige Presseinformation des neuen Verbandes veröffentlicht worden. Seitdem haben sich die Burschenschafter unter Ausschluss der Öffentlichkeit für vier weitere Tagungen in Jena, Stuttgart, Braunschweig und München getroffen.

Advertisements

23 Antworten zu “Fünfte Verbandsgründungstagung im März

  1. Soso, die „Urburschenschaft“ beteiligt sich an dieser Verbandsneugründung. Sind Sie sich da sicher? Die Jenaer Urburschenschaft besteht bekanntlich aus 3 Bünden: Arminia, Germania, Teutonia. Und die sind alle da beteiligt? Erstaunlich! Oder ist das wieder so eine Veranstaltung unter dem Motto „keine Feier ohne Meier…pardon Arminia“?

    Gefällt mir

    • Nach allem, was ich davon so mitbekommen habe, werden die selben, alten Diskussionen wieder geführt (allerdings mit deutlich mehr Anstand): „wer kann/ darf deutsche Buxe sein?“ und „Sag, Buxe, wie hältst Du es mit dem Fechten?“… Ich bin gespannt.

      Gefällt mir

      • Ähnliches habe ich auch mitbekommen. Vermutlich wird da so etwas rauskommen wie „DB-light“, wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass. An das „Buxen-Eingemachte“ geht da keiner ran. Somit ist die Zukunft dieses Neuvereins sehr überschaubar.
        Ohne uns! (und weitere Burschenschaften)

        Gefällt mir

        • Nun, ausdrückliche braune Äußerungen, wie ich sie allzu oft und so massiv/ absichtlich verstärkt in den letzten fünf /sechs Jahren in der DB bei allzu vielen Gelegenheiten erlebt habe, werden sicherlich nicht mehr auch nur im Ansatz toleriert werden. Aber dies und die eingangs erwähnten Fragen lassen nur den von Ihnen vermuteten Schluss zu: wir machen weiter wie bisher, nur ohne Nazis.
          Das hilft alles nix, dafür brauche ich keinen neuen Verband. Fruchtbare freundschaftliche Beziehungen deutschlandweit und darüber hinaus können wir ohne weiteres ohne einen Verband realisieren (wenn wir sie nicht schon leben).
          Und eines ist mal klar: ich bin es leid, mir von einem Verband und seinen Organen in meine ureigenste burschenschaftliche Autonomie hereinquatschen zu lassen- wir haben nicht umsonst den Austritt aus der DB gewählt!
          Wie mein Bund das Mensurprinzip lebt, entscheidet niemand außer UNS!
          Wer Mitglied in meinem Bund wird, entscheidet niemand außer UNSEREM BC!
          Daher warte ich erst mal ab, wie mein Bund auch.

          Gefällt mir

          • Ihre, meine und unserer beiden Bünde Ansichten sind völlig deckungsgleich. Mein Bund hat schon vor 20 Jahren genau mit diesen Begründungen die DB verlassen, nachdem wir diesem Drecksverband 1 Jahr als Vorsitzende geopfert haben. Seitdem leben wir ohne Verband, unter Beibehaltung alter freundschaftlicher Beziehungen besser denn je.
            Und richtig: ein Korporationsverband alten Zuschnitts ist überflüssig wie Bauchschmerzen. Verbände sind Dienstleister. Können/wollen/schaffen die das nicht….ab in die Tonne.

            Gefällt mir

            • Für meinen Bund kann ich mich nur der Auffassung von Otto Framm und Friederich nur anschliessen. Die Jenenser Arminen mögen eigene, nachvollziehbare, Gründe haben (z.B. die Mitglieder des Renegatenbundes zurückzugewinnen, das unausgesprochene arministische Prinzip der Verbandsmeierei…), mein Bund braucht das nicht.

              Gefällt mir

    • Die Urburschenschaft ist doch eh eine Chimäre!
      Sie wurde aufgelöst, wie wir alle wissen. Eine historische Kontinuität ist wohl nur ähnlich der Pfeifenkopfmentalität bei einigen Curries herstellbar!
      Der Begriff „Urburschenschaft“ und einige wenige daraus abgeleiteten Sonderrechte wurde den Jenaischen Burschenschaften ja von den anderen Burschenschaften, damals wohl in der Mehrzahl auch in der DB, eher ehrenhalber zugestanden.

      Gefällt mir

      • Da haben Sie wohl Recht. Diese ganze Geschichte wird geradezu absurd befördert. So war es auch für die DB ein absurdes Feigenblatt, die komischen „Burgkelleraner“ anzuerkennen, um auch nur das letzte bißchen „Urburschenschaft“ ab zubekommen. Und genau reißen sich die IBZ`ler um die „Urburschenschaften“… Hanebüchener Humbug, sollte mich jemand dazu befragen!

        Gefällt mir

        • Das ist die eine Seite zum „Affentheater Urburschenschaft“. Die andere ist, dass ja auch die drei Jenaischen Burschenschaften, an der Spitze Arminia nichts auslassen, um diesen Mythos zu pflegen und jedem, ob er will oder nicht, unter die Nase zu halten. Dabei sind die nichts anderes als jede weitere studentische Verbindung.
          Ein Montanbuxe lächelt darüber nur mild. Unsere Traditionen sind älter als die urburschenschaftlichen.

          Gefällt mir

          • Genaugenommen sind alle Burschenschaften, wenn sie sich zu den Grundsätzen bekennen (ohne das jetzt näher diskutieren zu wollen), genauso Urburschenschaft, wie die, die sich zufällig in Jena angesiedelt/neu gegründet haben!

            Montane Traditionen sind eine schöne Bereicherung einer Kneipe! Glück Auf!

            Gefällt mir

  2. Warum lässt man den drei Jenaischen Burschenschaften nicht einen „Ehrenprimat“ unabhängig vom Dachverband?
    Dann chargieren bei Veranstaltungen die Urburschenschaften als erste ein und im Übrigen redet kein Dachverband in die internen Bundesangelegenheiten hinein?

    Gefällt mir

  3. Wieso stört man sich an der Gründung eines Dachverbandes?! Bevormundung? (Red. Hinweis: Zukünftig bitte mit Klar- oder Nicknamen kommentieren, Danke)

    Gefällt mir

      • Ich störe mich überhaupt nicht an der Gründung eines neuen Verbands, aber die Frage, was er meinem Bund bringen soll (außer Mitgliedschafts- und Reisekosten), will mir einfach nicht aus dem Kopf. Was kann ein Verband leisten, was mein Bund nicht kann?
        Die Frage ist für mich bisher nicht stichhaltig zu beantworten.

        Gefällt mir

  4. 1. Wenn der neue Dachverband es nicht schafft, in die Neugründung die NDB miteinzubinden wird es DREI burschenschaftliche Dachverbände geben. Das kann doch wirklich nicht das Ziel sein. Im Vorfeld der Neugründung sollte dieser sogenannte Lenkungsausschuss sich mit Vertretern der NDB treffen und sich einigen. Es ist allerdings erforderlich, dass einige Herren auf beiden Seiten über ihren Schatten springen.
    2. Laßt um Gottes Willen die Mensurfrage außen vor. Da sind wohl einige Burschen ´ganz wild darauf ein PFLICHTSCHLAGENDER Dachverband zu sein. Das ist nun ja wirklich nicht eklatant wichtig.
    3. Die Diskussion „Deutsch sein“ habe ich bisher nicht mitbekommen.
    4. Für mich aber sehr wichtig ist die Abgrenzung zur AfD. Bei der letzten Veranstaltung hat wohl ein Vertreter gesprochen. Sorry, aber es ja mittlerweile offenbar in welche Geistesrichtung die AfD sich bewegt.
    5. Ein Dachverband? Was sollte er? Einmal im Jahr in Eisenach oder Jena treffen und drei oder vier Tage feiern. Warum nicht mit Familie? Wie der CC. Das könnte auch einige Jungspunde dazu anleiten, sich auch mit einem Bier zu viel sich zu benehmen. Weiterbildungsangebote für jungen Mitglieder (Rhetorikseminar, Pressearbeit oder Freies Reden) und sollte es dann auch gewesen sein.

    Gefällt mir

    • @Bonner Buxe
      ad 1 volle Zustimmung
      ad 2 wird in meinem Bund – und vielen die ich kenne – nicht durchgehen: Pflichtschlagend oder gar nicht. (Aber eigentlich brauche wir gar keinen Dachverband)
      ad 3 das muss unbedingt geklärt werden, die Debatten, die wir hatten, will ganz bestimmt niemand mehr bei uns, selbst diejenigen, die mit Zweitband im „dreckigen Quartett“ sind,
      ad 4 das ist mir ganz egal- solange die AfD nicht verboten ist, müssen wir tolerieren, dass es verschiedene Parteien gibt
      ad 5 brauchen wir dazu einen Dachverband? Reicht dazu nicht ein Festausschuss?

      Gefällt mir

    • Andersherum würde doch ein Schuh daraus: warum treten diese IBZ-Bünde nicht in die NDB ein? Was haben die denn an der NDB auszusetzen? Auf diese Fragen gibt es leider nur „wischi-waschi“-Antworten.
      Das Problem sitzt befürchtungsweise tiefer. Diese Verbandsneugründungen (incl. dem Schnellschuss NDB) sind eine Folge von Phantomschmerzen. Für die allermeisten Buxen ist (war) der Verband eine meist unreflektierte Selbstverständlichkeit, man war damit buxig aufgewachsen. Zwar meckerte, schimpfte, fluchte man meist vor BT´s über diese DB, vornehmlich über ihre Kosten, aber Konsequenzen wurden, wenn überhaupt, nur sehr halbherzig und sporadisch gezogen…..ach, wir stellen mal so ein paar Reformanträge…wissend, dass nichts passieren wird…reine Selbstbefriedigung, Beruhigungspillen.
      Der große Knall kamm doch erst, als sich die DB in die Richtung entwickelte wie sie heute ist, für einige Bünde früher, für andere später, und es waren nicht nur die so häufig angeführten politischen Gründe.
      Und nun steht „unser Buxe“ da, ohne Verband, die Selbstverständlichkeit ist weg. Die muss nun wieder hergestellt werden, auf „Teufel komm raus“ ohne darüber nachzudenken wozu dieser neue Verband gut sein soll. Um sich mit befreundeten Bünden jährlich zu treffen (mit Familie), braucht der Buxe keinen Verband, die Erziehung und Weiterbildung seiner Jungspunde sollte der Bund tunlichst selbst übernehmen, wenn nicht, wird er vor die Hunde gehen. Das geschieht auch, wenn der Bund nicht seine sehr viel näherliegenden Probleme aufgreift und löst: Nachwuchs, Altersbauch und Finanzierung.
      Ein Buxenverband ist überflüssig wie Bauchschmerzen.

      Gefällt mir

      • Zustimmung. NDB und IBZ waren beides Schnellschüsse. Die IBZ hat nur eine Gemeinsamkeit: Gemeinsam gegen den braunen Sumpf in der Rest-DB. Das war es auch.

        Das Thema Weiterbildung war vielleicht von mir nicht umfassend ausgedrückt. In einem größeren Kreis (Dachverband!) bestehen bessere Möglichkeiten vielfältige Themen abzudecken und Referenten hierfür zu gewinnen.

        Übrigens sollte Ihr Bund mal wieder „alte“ Kontakte auffrischen. das würde so manchen in Bonn erfreuen.
        😉

        @Monokel:
        Ein Nachtrag hierzu: Festausschuss klingt nicht so schön.
        🙂

        Gefällt mir

        • Wenn Sie in die BSE-homepage einen Blick werfen, steht Ihr Bund namentlich in der Rubrik „Freundschaftsbünde“. Ihre Anregung wurde sofort (mit Freude) an die Activitas weitergeleitet.
          Richtig, eine Weiterbildung von „Jungspunden“ ist mit mehreren Bünden vorteilhafter. Aber dazu braucht man immer noch keinen Verband. Da genügen interne Abstimmungen und Kostenregelungen.
          Das Schlimme an Verbänden ist das unvermeidbare Hineinregieren der jeweiligen Verbandsleitung in Bundesinterna, sowie der Drang zur Öffentlichkeitsarbeit. Von den Eitelkeiten der „Verbandsfürsten“ (und deren Kosten) schweigt des Sängers Höflichkeit.
          Wir sind doch hoffentlich alle durch Gehabtes schlauer geworden. Dem Einzelbund bringt ein Verband nichts.

          Gefällt mir

          • 🙂

            Soweit ich die neue Satzung schon ausgewertet habe, ist gerade dem „Berufsbuxentum“ ein Riegel vorgeschoben worden.

            Beim Thema Öffentlichkeitsarbeit wäre ein Dachverband sogar effektiver als ein Einzelbund. Das Problem ist leider, dass wieder jeder meint jeden Posten ausfüllen zu können. Ein Pressesprecher eines neuen Dachverbandes muss ein PR-Profi sein, der auch in diesem beruf arbeitet.

            Gefällt mir

      • Aber der CC hat Ordner, die ausfällig gewordene Verbandsbrüder ins Bett oder gar nach Hause schicken können. Und das System ist von allen teilnehmenden Verbindungen auch akzeptiert. So habe ich es jedenfalls schon mal gesehen.

        Gefällt mir

Gerne können Sie sich mit einem Kommentar in die Diskussion einbringen. Motto: Farbe tragen heißt Farbe bekennen, heißt Namen nennen. So wie wir. Sonst no comment. Und aus gegebenem Anlass: Bitte bleiben Sie sachlich beim Kommentieren. Für den Inhalt der Kommentare sind die Kommentarschreiber verantwortlich. Und geben Sie sich einen eindeutigen Nickname, denn lauter "Anonyms" können nicht besonders gut miteinander diskutieren. Danke für Ihren Beitrag.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s