Pegida in Wien mit FPÖ-Burschenschafter, Hitler-Gruß und Antisemitismus

buschenschafter packt ausWie sieht Pegida in Österreich aus? Eine klare Antwort gab die erste Ausgabe am 2. Februar. Von „Hogesa-Aufguss“ und „Fehlstart“ schreiben Medien. Der erste Pegida-Export nach Wien geriet quantitativ und qualitativ gleich bei der ersten Ausgabe an seinen rechten Rand. Nur ca. 350 Pegida-Marschierer standen einer Phalanx von 5.000 Gegendemonstranten gegenüber. Und die Pegida-Marschierer gaben für mögliche künftige Pegidas die rechte Richtung vor: dazu zählten mitmarschierende FPÖ-Burschenschafter, Identitäre, Hitlergruß-Zeigende.

Die FPÖ zeigte bei Pegida durch einen prominenten Olympia-Burschenschafter Präsenz. Der FPÖ-Burschenschafter und geschasste Nationalratspräsident Martin Graf (Olympia Wien, DB) marschierte mit und verteidigte seine Teilnahme danach beim TV-Sender Puls4. Grafs Parteichef und FPÖ-Burschenschafter Heinz C. Strache hatte schon vor Grafs Besuch seine Sympathie für Pegida ausgedrückt – er hält Pegida für eine „seriöse Bürgerrechtsbewegung“.

Auch Identitäre waren vor Ort – mit 50 Vertretern. Andere rechte Pegida-Mitmarschierer zeigten den Hitlergruß – ohne Konsequenzen durch die neben ihnen postierten Polizisten. Wieder andere Pegidas ließen ihrem Antisemitismus freien Lauf und schrien „Hey, hey, wer nicht hüpft, der ist ein Jude.“ Die Polizei vermeldete, dass solche Verstöße gegen das österreichische Verbotsgesetz geprüft und Folgen für die Rechtmäßigkeit weiterer Pegidas in Österreich haben könnte.

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) stuft Pegida in Österreich nah an den Realitäten des 2. Februar ein: als „Tarnmantel von Rechtsextremen und Neonazis“, „um endlich wieder einmal auf der Straße Präsenz zu zeigen“.

 

-> Links und Quellen:

ORF „Hitlergruß neben Polizisten“

Der Standard.at über Pegida in Wien

Handelsblatt über „Das Häuflein Pegida“ in Wien

 

 

 

 

 

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