Bayerns Regierung äußert sich zum ex-Burschenschafter Pauly bei brauner Partei „Der Dritte Weg“

blitzeüberbraunbuxenkleinSchon seit Längerem informieren die Bayerische Staatsregierung und ihr Verfassungsschutz über die rechte Karriere von Pierre Pauly (Danubia München a.D.) – nun gibt es wieder neue Informationen. Auf ihrer Website zum Thema Rechte schreibt die Regierung, dass beim Bagida-Pegida-Marsch am 12. Januar „mit … Pierre Fürbaß-Pauly … (Hinweis: und anderen) … auch einige Führungskader der rechtsextremistischen Szene aus den verschiedenen bayerischen Regierungsbezirken angereist“ waren.

In die Details geht die SZ, „Pierre Fürbaß-Pauly“ vom „Dritten Weg“ würde im Raum München agieren. Der Verfassungsschutz auf Bundesebene stuft den „Dritten Weg“ als rechtextremistische Partei ein, deren Programmatik an die der NSDAP anknüpfe. In der Partei würden sich extrem Rechte der verbotenen Kameradschaft Freies Netz Süd sammeln, um unter dem Parteischutz ein neues Verbotsverfahren zu umgehen. Auch am 19.1. soll Pauly wieder beim Pegida-Bagida-Marsch dabei gewesen sein, schreibt die SZ: „Gegen 18 Uhr formiert sich dort eine Gruppe von etwa vier Dutzend mutmaßlichen Rechtsextremisten und marschiert, eskortiert von der Polizei, los. Später sammeln sich ähnlich viele in einem Café im Bahnhofsviertel, nach ersten Erkenntnissen sind darunter einige bekannte Neonazis aus verschiedenen Bezirken Bayerns. Ein Szene-Experte spricht von „Hochkarätern“. Unter ihnen soll sich etwa auch Pierre Fürbaß-Pauly befinden, der im Raum München in der neuen Partei „Der Dritte Weg“ aktiv ist, die der Verfassungsschutz „rechtsextremistisch“ nennt. Laut Staatsregierung war er bis zu seinem Ausschluss im Juni 2012 in der umstrittenen rechten Burschenschaft Danubia aktiv.“ (Süddeutsche Zeitung, 20.1., Ressort Starnberg, Artikel „Nein, nein, nein – und nochmals nein“).

Schon im 2011er Bericht berichtete der Verfassungsschutz über Pierre Pauly. Der Rechte bei der Kameradschaft München und Burschenschafter von Danubia München war für den Dienst ein Beleg für die Kontakte Danubias in die rechte Szene. Und im 2012er Bericht vermeldete der Verfassungsschutz dann Paulys Ausschluss. Im 2013er Bericht fand sich Danubia trotzdem weiterhin als Beobachtungsobjekt und „rechtsextremistische Organisation“. Und im Juni 2014 erklärte der Verfassungsschutz, er habe „die Entwicklung der Danubia insgesamt“ im Blick.

Der Bayerische Rundfunk informiert über Hintergründe und Hintermänner zu rechten „Partei“ des Dritten Wegs in einer TV-Reportage.

Pierre Pauly ist ein typisches Beispiel für den Trend, den BPA-Blogger Christian J. Becker mit Beispielen in einem Artikel für die ZEIT ONLINE-Seite Störungsmelder analysiert hat: dass immer mehr extrem rechte Kameradschafter auch das Burschenschafterband tragen. Das Fachportal AIDA warnt schon seit vielen Jahren vor dieser Entwicklung (und zeigt u.a. immer wieder Fotos von Kameradschafter-Burschenschaftern in Aktion).

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