„Widerlich“ findet Erlangens Oberbürgermeister die Couleur-Karte von Frankonia Erlangen

logo-debeadeDie Affäre um die DB-Burschenschaft Frankonia Erlangen und ihre Hass-Couleurkarte zieht ihre weiteren medialen und politischen Kreise, nachdem die Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf den Verfassungsschutz eingeschaltet hat. Daraufhin meldet sich Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik zu Wort, er findet die Karte von Frankonia „beschämend“ und „widerlich“. Auf seiner Facebook-Seite kündigt er allerdings keine politischen oder behördlichen Maßnahmen gegen Frankonia an: „Widerlich, was manche meinen absondern zu müssen. Und Beschämend, dass sowas aus Erlangen kommt. Die Kollegin aus Eisenach bekommt jetzt auch Post von mir, denn die allermeisten ErlangerInnen haben mit sowas nichts am Hut.“ Ein Erlanger Verbindungsstudent fordert auf der Facebook-Seite des OB dazu auf, Frankonia anzuschreiben und sie zu einer Entschuldigung zu zwingen. Weitere Korporierte gehen auf Distanz zu Frankonia, das Corps Guestphalia betont „Viele Erlanger Verbindungen distanzieren sich auf das Schärfste von solchen rechten Burschenschaften“.

Der DB-Burschenschaft Frankonia Erlangen wurde daraufhin der Boden dann doch etwas heiß unter den Füßen. Daher hat sie ihre Homepage für eine Stellungnahme freigeräumt. Frankonia wirft Kritikern in einer simpel gestrickten juristisch-ideologischen Stellungnahme mit den üblichen burschenschaftlichen Versatzstücken eine „spießige Grundeinstellung“ vor und beruft sich darauf, dass sie „unmöglich mit  letzter Gewissheit“ beantworten könne, ob die „Karte von Mitgliedern unserer Verbindung signiert wurde“ – und natürlich fehlt auch der Ruf nach der Inanspruchnahme der Meinungsfreiheit durch Frankonia nicht.

Wenn man schon solch eine Karte abschickt, dann sollte man die Ehre im Leib haben, dazu zu stehen. Dieses Mindestmaß an Ehrgefühl sollte man selbst als ganz rechter Erlanger Buxe haben. Sich als Bund hinter angeblich unidentifizierbaren Unterschriften zu verstecken, kann man als Mucken bewerten.

Mit der Karte und der Reaktion fördert Frankonia weiter die zunehmende Isolierung der DB in der rechten Wagenburg.

 

So sieht das Corpus delicti aus:

 

 

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5 Antworten zu “„Widerlich“ findet Erlangens Oberbürgermeister die Couleur-Karte von Frankonia Erlangen

  1. Richtig. Man sollte dazu stehen, jedenfalls zu den Couleursprüchen als solchen. Was ist daran falsch??? Der Fehler ist, daß linker Propaganda Tür und Tor geöffnet wurde. Commentgemäß war die Karte freilich nicht, man sollte mit den linken Extremisten gar nicht kommunizieren.

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    • @turnerschafter, ist es denn besonders heldenhaft-burschenschaftlich, im Inoffiz einer Kneipe im mächtig bierseligen Stadium ein paar hetzerische Sprüche aus dem kleinen Handbuch für RamelowWolf-Hasser abzuschreiben und dann vom xxx abschicken zu lassen? Die Korposzene lacht sich ins Fäustchen über diesen Erlanger Heldenmut 😉

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      • Ich weiss nicht, ob das „burschenschaftlich“ ist. Im Bierdorf ist vieles möglich. Gleichwohl: Couleurkarten sind dafür da, Bundesbrüdern oder Familie/Freuden nette Grüße zu übermitteln. Von daher war die Karte sicherlich Quatsch, nicht mehr und nicht weniger.

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        • Klares „Nein“! Das ist kein „Quatsch“, Sie bagatellisieren und das ist der größte Fehler, den man bei solchen „Leuten“ begehen kann. Die „Herren“ haben sich schon etwas dabei gedacht und dies ist keineswegs commentgemäß.

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          • @Uwe Ströcker, gut, das wieder einmal solch eine Hass-Tirade der DB-Buxen an die Öffentlichkeit kommt. Damit drücken die Braunbuxen sich selbst wieder einmal den braunen Stempel auf. Da hilft auch der Bagatellisierungsversuch des Erlanger Buxenanwalts und der Braunbuxen-Unterstützer nichts mehr.
            Zumal viele Zirkel und Namen eindeutig identifizierbar sind ;), z.B. der Siegfried.

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