Innenminister-Stellungnahme zu Andreas Wölfel bei Skinhead-Konzerten und NPD

polizei-burschenschaftAuch im neuen Jahr geht es für die Deutsche Burschenschaft und ihre rechten Mitglieder weiter wie im letzten Jahr. Sie werden zunehmend isoliert und immer mehr Interessierte schauen ihnen auf die Finger. Nun weiß ein Innenminister Neues zu einem weiteren DB-Buxen der Thessalia zu berichten. Nach NSU-Unterstützer Mario B. ist also noch nicht Ruhe, sondern Politik und Behörden haben ein Auge auf weitere Thessalen: beispielsweise Andreas Wölfel. Er habe an mehreren Skinhead-Konzerten teilgenommen und seine NPD-Mitgliedschaft sei bekannt, schreibt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in einer Stellungnahme zu Thessalia Bayreuth, Mario B., Andreas Wölfel etc.

Die bayr. Landtagsabgeordnete Ulrike Grote hat in einer Plenums-Anfrage rund um das Thema Thessalia Bayreuth und NSU-Unterstützer Mario B. den Innenminister außerdem befragt, welche „Kenntnisse die Staatsregierung“ über die Verbindungen der Thessalen … Andreas Wölfel zu „anderen rechtsextremistischen Organisationen und Verbänden“ habe.

Und der Innenminister hat einige Kenntnisse zu Andreas Wölfel, wie er schriftlich zu Protokoll gibt: „Andreas Wölfel nahm im März 2003 und März 2004 an jeweils einem Skinhead- Konzert im Landkreis Würzburg bzw. Landkreis Neustadt an der Waldnaab teil. Zudem ist die Mitgliedschaft von Herrn Wölfel in der NPD bekannt. Im Rahmen seiner Mitgliedschaft beteiligte er sich in der Vergangenheit an Veranstaltungen der NPD.“  Andreas Wölfel sei als Rechtsanwalt in der Kanzlei von Steffen Hammer in Reutlingen beschäftigt, so der Innenminister. Hammer sei 1987 als Gründungsmitglied der Rechtsrockband „Noie Werte“ bekannt, die sich 2010 aufgelöst habe – allerdings sei Hammer mit seiner  Reutlinger Anschrift weiterhin im Impressum der Webseite von Noie-Werte de genannt. Wölfel vertrete die Kanzlei Hammer im Klageverfahren des Vereins Midgard gegen den Verfassungsschutz. Das gibt Bayerns Innenminister über Andreas Wölfel zu Protokoll.
(-> Link : Bayerischer Landtag Drucksache 17/4728 – Anfragen zum Plenum anlässlich der Plenarwoche in der 50. KW 2014 – Anfrage zum Plenum der Abgeordneten Ulrike Gote (GRÜ) – Antwort von Staatsminister Joachim Herrmann.)

Die Landtagsabgeordnete Ulrike Gote fordert die Beobachtung der Burschenschaft Thessalia durch den bayrischen Verfassungsschutz. Sie wundert sich: „Mit Ausnahme der Münchner Danubia wird keine einzige Burschenschaft durch den Bayerischen Verfassungsschutz beobachtet – obwohl deren Verflechtungen mit der rechtsextremistischen Szene allgemein bekannt sind“.

Der bayerische Landtagsabgeordnete und Rechtsextremismus-Sprecher der SPD, Dr. Christoph Rabenstein, bezeichnet Andreas Wölfel in einer Stellungnahme als „bekannte Person in der rechten Szene in Oberfranken“.

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