Burschenschaft Thessalia ist Erfinder des umstrittenen Arier-Antrages

polizei-burschenschaftNach dem Aufdecken des NSU-Unterstützers Mario Brehme schaut die Bayreuther Tageszeitung Nordbayerischer Kurier weiter hinter die Fassade der DB-Burschenschaft Thesssalia. Und was entdeckt sie? „Burschenschaft Thessalia ist Erfinder des umstrittenen Arier-Antrages“ titelt sie am 25. Oktober online. Der Kurier will untersuchen, ob der Fall Brehme ein Einzelfall war, wie er schreibt. „Wohl kaum“ urteilt er. „Dem Kurier liegt eine Abschrift des „Arier-Antrages“ vor, ebenso der Beitrag, den die Thessalia im Namen all ihrer Aktiven in der Verbandszeitschrift „Burschenschaftliche Blätter“ veröffentlicht hatte. Und es zeigt sich: Der Antrag der Raczeks geht Wort für Wort aus dem Text der Thessalia hervor. Eine schriftliche Anfrage, wie es dazu kam, ließen beide Burschenschaften unbeantwortet.“, schreibt der Kurier in seiner Print-Ausgabe.

Der Kurier fasst die ideolgischen Highlights des Thessalia-BuBlätter-Artikels zusammen: Unter der Überschrift „Der volkstumsbezogene Vaterlandsbegriff aus burschenschaftlicher Sicht“ offenbare die Thessalia eine rassistische Grundhaltung. Unter Bezugnahme auf vermeintlich wissenschaftliche Erkenntnisse unterscheide sie „drei menschliche Großarten“, so der Kurier über den Thessalia-Artikel. Es gebe ein „signifikantes asiatisches/europides/negrides Gefälle“, das sich unter anderem im Bezug auf Sterberaten, die Persönlichkeit und die Gesetzestreue äußere. Einwanderern fehle zudem von Abstammung wegen „ein schicksalhaft empfundenes, ehrliches und tiefsinniges Bekenntnis zum deutschen Volk“. Auch das Grundgesetz widerspreche dem „urburschenschaftlichen Volkstumsverständnis“, das gemäß einer 200 Jahre alten Definition auf „Fortpflanzungsfähigkeit und Wiedererzeugungskraft“ beruhe, schreibt der Nordbayr. Kurier. Er erwähnt auch, dass Thessalia in ihrem Artikel als Experten Otto Scrinci heranzieht, der NSDAP-Mitglied und SA-Sturmführer gewesen sei.

Wir finden es ungewöhnlich, dass in den Burschenschaftlichen Blättern ein Artikel von einer Burschenschaft (Aktivitas) wie der Thessalia-Artikel verfasst wird, wie der Kurier schreibt. Sonst sind dies vor allem Autorenartikel von Personen.

Zum Nachlesen: Nordbayerischer Kurier, Wochenendausgabe 25./26. Oktober, Seite 15, „Die Erfinder des Arier-Antrages“

Der NK-Artikel belegt, dass zumindest zwei DB-Burschenschaften am Arier-Antrag beteiligt waren. Weitere Recherchen werden noch sehr interessant werden – auch für die mitlesenden Schlapphüte.

 

 

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