Thessalia muckt bei medialer Tiefpartie

kitchenWenn Journalisten auch einmal tief fechten und mit medialen Hacken und Ziehern arbeiten, dann machen rechte Buxen was? Kommunikatives Mucken.

Die Nürnberger Zeitung wollte von Thessalia eine Stellungnahme zu Mario B. und der Verbannung vom Volkstrauertag: „Thessalia“ selbst war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. „Ein Verbindungsaufbau ist derzeit nicht möglich“, teilte eine Automatenstimme den Anrufern mit.“

Nürnberger Zeitung, 22.10., „Bayreuther Kontakte zum NSU“

Am 22. Juli facebookten die Thessalen noch den Spruch „Menschen mit Rückrat sind vom Aussterben bedroht“ und kommentierten ihn mit „Burschenschafter werden!“.

Anspruch und Realität differieren offensichtlich bei rechten Buxen 😉

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36 Antworten zu “Thessalia muckt bei medialer Tiefpartie

  1. Verlange Kreide für BPA!
    Das muss kein Mucken sein:
    – entweder ist es ein tapferers Einstecken des Treffers ( so könnte es dieser Bund erklären)
    – oder die Telefonleitung ist schlichtweg gestört. (So etwas kommt tatsächlich vor) Dann ist es auch kein Mucken.

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  2. Schon peinlich, … (Red. Hinweis: Die Nürnb. Ztg. schrieb am 22.10. darüber, wie Sie in unseren Blog-Beitrag lesen können. Offenbar vernebelt Ihnen die Panik in der Braunbuxenwagenburg auch in Bogenhausen die Sinne, dass Ihnen nur noch die Schmähung bleibt. Gut zu wissen. Freuen Sie sich auf die nächsten medialen Wellen.)

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  3. Presseerklärung im Internet (Red. Hinweis: Sie werden verstehen, dass Sie hier keine Links auf Webseiten von rechten Buxen setzen können. Wenn die Braunbuxen ihre PR nicht gebacken bekommen, sollten Sie Braunbuxen nicht hier über Verlinkung unterstützen 😉

    Um die Antwort auf Zensur und Meinungfreiheit vorwegzunehmen. Meinungsfreiheit heißt, dass man denken und sagen kann, was man möchte mit Berücksichtigung des Grundgesetzes. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man Anspruch hat, dass die eigene Meinung inkl. Braunbuxenlinks von einem Medium wie Blog BPA veröffentlicht wird.

    Es ist schon etwas peinlich, wenn Braunbuxen wie Raus aus der Grube und ihre Unterstützer (das gilt explizit nicht für Sie, Monokel), jetzt als letzten Weg schon Blog BPA zu instrumentalisieren versuchen, um ihre Meinungen inkl. Beleidigungen und Schmähungen etc. noch außerhalb ihrer rechten Wagenburg platzieren zu können.

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  4. Das Thema zeigt, dass weder das Abitur noch ein Studium vor Dummheit schützt! Denn beides sollte doch Voraussetzung sein, um bei einer Burschenschaft aktiv zu werden. Es kann natürlich sein, dass bei den einschlägigen rechten Burschenschaften das akademische Prinzip bereits aufgegeben wurde, weil man damit wohl keine Mitglieder mehr findet. Aber mal ehrlich es kann doch nicht sein, dass es tatsächlich Buxen gab, die diese menschenverachtenden, heimtückischen Taten der NSU unterstützt haben. Wen ich daran denke, dass ich vielleicht mit dem ein oder anderen, der so denkt und handelte z.B. in Eisenach auf dem Burschentag in einer Halle saß, dann wird mir jetzt gerade noch schlecht. Widerwärtig!!!!
    Wenn die Rest-DB jetzt nicht aufpasst, wird es endgültig dunkel (braun). Meines Erachtens kann es auch seitens der DB nur noch eine Reaktion geben: Rauswurf der betroffenen Burschenschaft(en).
    Aber hierzu wird die DB bzw. deren Mitglieder nicht Manns genug sein. Hoffentlich treten daraufhin noch mehr Burschenschaften aus. Denn wer die Glocken jetzt noch nicht läuten hört, dem ist nicht mehr zu helfen. – Es ist einfach nur noch ekelhaft!

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    • @Branco In meinen Augen keine Dummheit, sondern nur kriminell.
      Mir fehlte schlichtweg die Fantasie dafür.
      Aber jetzt passen die Puzzelteile. Schwab (auch Ex-Thessale) schwadronierte von der Eroberung der Burschenschaft, weil sein Spiessgeselle Mario B. dort unterkam. Er schob einen gewissen Bonner Buxen vor (der wahrscheinlich nicht begriff, dass er nur eine Schachfigur ist) mit Arierantrag und Bonhoeffer-Verumglimpfung. Nur ging der Schuss nach hinten los, weil Bonhoeffer als Märtyrer weltweit verehrt wird und zu den Leitfiguren der Republik gehört. (Ob zu Recht oder Unrecht spielt hier keine Rolle).
      Zu klären ist jetzt nur noch, wer direkt in die NSU-Morde verstrickt ist.
      Für Thessalia solte aber immer noch die Unschuldsvermutung gelten, bis die Mitschuld in einem ordentlichen Verfahren geklärt ist.
      Aber dieses Verfahren wird – fürchte ich- nicht kommen und damit macht sich der Dachverband mitschuldig. Es hilft nur noch eines, auch für respektable BG-Bünde (die es gibt!): ein öffentliches, transparentes Untersuchungsverfahren gegen Thessalia oder wir treten aus.

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      • @Monokel, vielen Dank für Ihren Kommentar, der den gerissenen Geduldsfaden von konservativen Buxen nach Fall Brehme genau wiedergibt. Ob Sie das Thema Untersuchungsverfahren präzisieren könnten? Ein Verfahren der DB? Wie realistisch ist dies? Und was meinen Sie mit öffentlich?

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      • Sie haben natürlich recht damit, dass es letztlich nicht mehr um Dummheit geht, sondern um Kriminalität.
        Aber – wie ich finde – liegt Ihre entscheidende Aussage darin, dass Sie sagen, dass Ihnen „schlichtweg die Fantasie“ für ein derart kriminelles Vorgehen fehlte. Ich denke erst wenn man diese Vorgänge jetzt sieht, wie sie durch die Medien und Untersuchungsausschüsse zu Tage gebracht werden, lässt sich erahnen, warum z.B. auch BPA durchaus eine Berechtigung hat. Denn die Fantasie, wie Sie es nennen, fehlte wohl 99,5% aller Buxen (wohl auch den meisten der BG). Da wurde die Blindheit auf dem rechten Auge, wie sie bei vielen Burschenschaften vorherrscht, nicht nur ein bisschen ausgenutzt, sondern bewusst und gezielt kriminell unterwandert, wie man jetzt feststellen muss. Letztlich wurde damit eine Grenze überschritten, die meines Erachtens – wie sie richtig schlussfolgern – auch kein BG-Buxe mehr ertragen können sollte. Aufklärung ist damit wichtiger als je zuvor.

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  5. @ BPA-Buxen,
    was darf man sich unter einem „konservativen Buxen“ vorstellen? Was will der denn „konservieren“? Die völkische Vaterlandsdefinition? Den Männerbund? Das Schlagen? Oder, gleich alles?
    @ Branco,
    wenn, wie Sie schreiben, 99,5 % der Buxen jegliche Fantasie fehlt, sie zusätzlich noch blind auf dem rechten Auge sind, was dann gleich noch ausgenutzt werden konnte, so ist etwas oberfaul im Staate „Burschenschaft“. Dem muss ich widersprechen.
    Nicht erst vor 2 – 3 Jahren, sondern schon vor 20 Jahren hatten viele Burschenschafter ausreichend Fantasie, um sich die weitere Entwicklung der DB vorzustellen. Dazu bedurfte es wahrlich nicht der NSU oder ähnlicher Praktiken. Diese Buxen und deren Bünde sind folgerichtig aus diesem Verband ausgetreten.

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  6. Mit welcher Dummheit muss eine Burschenschaft geschlagen oder mit welchen inkompetenten Leuten in den Führungsgremien besetzt sein, dass bei einer Anfrage einer großen regionalen Zeitung zu einem Medienthema, dass den eigenen Bund seit Tagen in das Umfeld der NSU steckt, nicht Rede und Antwort zu stehen. Da bekommt die Thessalia die Möglichkeit, mit einer Presseerklärung oder sogar einem Interview die Sache vielleicht „gerade“ zu ziehen und nur mit einer blutigen Nase aus der Sache herauszukommen.
    Aber nein, ich verschanze mich in meiner eigenen Hütte und rede mit niemanden.

    Jeder Journalist zieht nur eine Schlussfolgerung daraus: die Thessalia hat etwas zu verbergen. Und eine Berichterstattung zum Thema NSU kann niemand einfach aussitzen. Und ich bin überzeugt, dass einige Alte Herren bei der Thessalia um ihr Renommee besorgt sind und einfach austreten werden.

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    • @Bonner Buxe, Prof. Dr. Kurt-Ulrich Mayer als Leipziger CDU-Politiker hat die von Ihnen beschriebene Richtung vorgegeben und die Thessalia verlassen, wie der Nordb. Kurier berichtete. Und der RCDS führte die Richtung fort mit seiner Distanzierungs-Meldung. Offenbar werden von der Burschenschaft bisher schützende Hände zurückgezogen.

      Wieder wankt eine Plattform und droht einzustürzen 😉

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  7. @ Otto Framm: Gemeint war hier nicht, dass nicht schon vor 20 Jahren erkennbar war, dass es immer wieder rechte Burschen oder auch Burschenschaften gab (insbesondere damals mit dem Eintritt der Österreicher, die dann in der BG immer stärker wurden und seither schließlich maßgeblich die Verbandsausrichtung prägen). Allein dieser Punkt hat meiner Burschenschaft schließlich schon zum Austritt gereicht (wenn auch etwas spät – pers. Meinung).
    Aber was ich meinte war, dass die Qualität der Verstrickung einzelner Burschenschafter oder Burschenschaften in die kriminellen Machenschaften der NSU (Anmerk.: wer wusste denn vor den Pressemitteilungen zu den Ermittlungsergebnissen überhaupt davon, dass es solche Organisationen gab – ich zumindest nicht) so auf keinen Fall für die breite Buxen-Masse – wohl auch der BG-Buxen – erkennbar war.
    Auch auf den DB-Veranstaltungen war dieses für mich nicht erkennbar. Wobei ich nie ein Blatt vor den Mund nahm und offen äußerte, dass mir die Publikationen z.B. in der bei Buxen weit verbreiteten Zeitschrift „Junge Freiheit“ oft schon deutlich zu rechts waren. Insoweit bin ich von den nunmehr aufgedeckten Verstrickungen sehr schockiert.

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    • @ Branco, höchstwahrscheinlich haben wir alle erst durch die Medien von den kriminellen Machenschaften der NSU erfahren. Diese Tatsachen bekannt hat es mich nicht gewundert, dass da Buxen mitgemischt haben, aktiv bei Bünden, die wir schon zu unseren DB-Zeiten nicht mit der Feuerzange angepackt hätten.
      Ich bin 58/59 in gesunder Oberharzer Höhenluft aktiv geworden, habe folglich jahrzehntelang jenes DB-Affentheater aktiv, passiv miterlebt. Schon damals war das „chronische“ Buxenleiden nicht zu verheimlichen: übersteigerter Nationalismus, auf dem rechten Auge blind, Tendenzen zum Nazismus (ob nun aus Überzeugung oder Nostalgie sei dahingestellt). Gott sei Dank hielt sich das in meinem Bund sehr stark in Grenzen.
      Bis zu jenem „historischen“ Kompromiss war die Lage so einigermaßen beherrschbar, danach wurde sehr schnell selbst dem blauäugigsten Solidaritätsbuxen (zumindest bei uns) klar, dass die DB dorthin steuert, wo sie jetzt ist.
      Die Frage stellt sich doch fast automatisch: warum haben das viele Buxen/Burschenschaften so lange mitgespielt, so dass man heute spöttisch über die „2011/12-Gefallenen“ sprechen kann?

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      • @ Otto Framm:
        Auf die Frage, warum das so viele Burschenschaften so lange mitgemacht haben, gibt es meines Erachtens eine recht einfache Erklärung, die natürlich aus den Erfahrungen in meinem Bund herrührt. Die einzelnen Aktiven bzw. Aktivengenerationen haben in der Regel keine Erfahrung im Umgang mit der DB oder allgemein dem Verband. Sie kannten bevor sie zum ersten mal z.B. nach Eisenach fuhren gerade mal die anderen Verbindungen vor Ort (wenn überhaupt welche da waren). Dann treffen Sie dort auf die Masse anderer Burschenschaften, aber auch hier verkehren sie nur innerhalb ihrer Freundschaftsverhältnisse und lernen z.B., dass man mit der ein oder anderen Burschenschaft sowie so nicht spricht oder verkehrt, weil das rechte Spinner sind. Wenn es gut geht wiederholt sich dieses bei jedem Aktiven ein oder zwei Jahre. Auf die anderen DB-Veranstaltungen im laufenden fährt man nicht (zahlt lieber die Bereitung, weil Fahren zu weit sind und auch nichts bei raus kommt). Wenn dann dieser Aktive schließlich Alter Herr wird, interessiert ihn die DB sowie so nicht mehr (das Stimmrecht des Altherrenverbandes auf dem Burschentag hatte schon seit Jahrzehnten die Aktivitas übernommen). Alte Herren waren seit Jahren oder Jahrzehnten auf keiner DB-Veranstaltung (bis auf ein oder zwei überzeugte – immer die selben). Insoweit hat die gesamte Altherrenschaft seit Jahren /Jahrzehnten nichts von der DB mitbekommen. Erst als dann negative Schlagzeilen kommen und man in seinem Lions- oder Rotaryclub gefragt wird, ob man nicht auch in einer Burschenschaft war, weil die doch alle so rechts sind, kommt Bewegung in die Sache. Dieses dann so, dass man sich das dann mal ansehen möchte und sich plötzlich viele Alte Herren für die Verbandstreffen interessieren und im Ergebnis (so bei uns) der Austritt von der notwendigen aber sehr breiten Mehrheit getragen wird.
        Fazit: Es liegt eigentlich daran, dass sich die meisten Alten Herren nicht mehr um die Verbandsthemen gekümmert haben (und da muss ich mich auch an die eigene Nase fassen).

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  8. @ branco,
    Ihr Bund unterscheidet sich diesbezüglich kaum von meinem, bis auf eine Sache: unsere stets verbandsmisstrauische AH-schaft legte doch großen Wert darauf, von der Activitas über die Vorgänge im Verband genauer unterrichtet zu werden. Verständlich, wenn man die horrenden jährlichen Zahlungen (ca. DM 20.000) an den Sauladen betrachtet. Da die Auskünfte der Activitas (und der ab und zu auf dem BT anwesenden AH´s) immer gleichbleibend negativ waren, kamen doch sehr schnell „unheilige Gedanken“ auf, dieses Geld nutzbringender einzusetzen. Nach Übernahme des DB-Vorsitzes im GJ 1994 (eine einzige Katastrophe) haben wir dann dem Verband den Tritt verpasst, genau da, wo er hingehört.

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    • @Otto Framm:
      An den BT 1994 kann ich mich noch gut erinnern. Da sollte die Vorsitzende nicht entlastet werden, da sie angeblich Mitglied im Hambacher Kreis gewesen sein sollte. (O-Ton aus der BG). Einfach lachhaft. Da mußte der Hambacher Kreis noch eine Erklärung abgeben, dass die damalige Vorsitzende nicht Mitglied ist. Das war einfach nur eine peinliche Sache auf dem BT. Da habe ich mich damals schon wieder gefragt ob ich hier bei einer Vereinigung von Akademikern bin.

      Da fällt mir noch eine kleine Anekdote vom damalige BT ein, die ich miterlebt hatte: Ein Würzburger Armine hatte eine „PC-Anfrage“ eines Ösi-Buxen mit den Worten abgelehnt, dass er nicht mit „Ausländern“ ficht. Das war der Brüller am Bierstand vor der Halle.

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      • @ Bonner Buxe,
        an den BT kann ich mich auch noch sehr gut erinnern, lächerlich von oben bis unten. Die gesamte BG wollte uns nicht entlasten, obwohl wir bekanntlich nicht einen einzigen unserer Reformanträge durchgebracht haben, auch dank Hilfe jener ominösen IBZ-Buxen (der „2011/12-Gefallenen“). Wir sind dann entlastet worde…ohne Dank und Anerkennung, worauf wir schon gar keinen Wert mehr gelegt haben. Sie werden jetzt hoffentlich verstehen, warum BSE bei diesem Buxen-Verbandsgetöse, ob alt oder neu, nicht mehr mitspielt. Wir haben Besseres zu tun als das.
        Gehören Sie jener Bonner Burschenschaft an, mit der wir lange sehr gute Beziehungen hatten?

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      • @Otto Framm:
        1994 war mein erster BT als frischer Fux (2 oder 3 Wochen aktiv), aber an das Theater kann ich mich auch noch erinnern, habe es damals aber noch nicht verstanden (wie wohl auch meine Burschen nicht, die auch erst zum 1. oder 2. mal auf einem BT waren, nachdem wir vorher einige Zeit nicht anwesend waren). Damals standen wir aber noch im anderen Lager, auch wenn wir eigentlich nicht wussten was das war. Als wir bei den folgenden BT (1995 und 1996) in eben diesem Lager verkündeten, dass wir selbstverständlich auch Zivildienstleistende aufnehmen, war klar, dass wir uns sukzessiv verabschieden werden, was dann – Gott sei Dank – auch in dem Austritt aus der DB 2012 mündete.

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      • Mein Gott, ist das lange her! Der Spruch stammt von mir und um den vom Rinderwahn besessenen aufzugreifen: Die Geschehnisse und Anträge der damaligen Zeit führten zu unserem Austritt zwei Jahre später… Aber an die Zeiten damals mit den Märkern und BSE habe ich schöne Erinnerungen!

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  9. @ branco,
    auch hier ist ein feiner Unterschied zu bemerken. BSE hatte/hat eine klar definierte Prioritätenliste (wird jedem Fux vom 1. Tag an beigebracht):
    1. Der eigene Bund
    2. Die Clausthaler Hochschule
    3. Clausthal, der Harz, seine Traditionen.
    Alles weitere rangiert unter „ferner liefen“. DB-Satzung? BT-Beschlüsse? Daran wurde sich nur gehalten, wenn es uns in den Kram passte, ansonsten: ab in die Tonne! Antworten auf die inquisitorischen DB-Fragebögen? Ein reines Würfelspiel. Keine Ausländer? Wehe, einer dieser „..itzky-Behmen-Teutonen“ hätte moniert, dass wir norwegische, britische Bundesbrüder in unseren Reihen haben. Wehrdienst? Haben wir nie danach gefragt. Man konnte folglich auch damit DB-Mitglied sein.
    Ich schreibe dies, um einen kleinen Hinweis auf „Überlebens/Fortsbestehensdikussionen“ zu geben. BSE ist gut aufgestellt und ist mit ca 300 Mitgliedern sicherlich eine der starken pflichtschlagenden Verbindungen in Deutschland. Nichts fällt vom Himmel, auch in Clausthal nicht.

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    • So, meinen Sie. Dann sollten Sie jedoch definieren, was Sie unter „Burschenschaft“ verstehen. Gibts da eine allgemeingültige Definition?

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      • @Otto Framm
        Naja, alle B. bekennen sich zum Wahlspruch Ehre Freiheit Vaterland in zumindest verschiedener Ausprägung und Definition. Das kommt in Ihrer Prioritätenliste, die nur mit Gemeinplätzen besetzt ist, nicht vor.
        Kann man so machen, muß man aber nicht!

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      • @ Lichtgestalt,
        wenn ich schon lese „bekennen sich…“, überkommen mich milde Lachanfälle. Stellen Sie sich vor, auch BSE „bekennt“ sich zu ihren Wahlspruch, na welcher? „Ehre, Freiheit, Vaterland“. Nur, wie sieht denn die Prioritätenliste Ihres Bundes aus? Wie der Wahlspruch, oder eine andere Reihenfolge? Sind diese Begriffe nicht auch wohlklingende Gemeinplätze, in alle Richtungen auslegbar? Keilen Sie mit diesen Gemeinplätzen? Beurteilen Sie Keilgäste, Füxe nach ihrer jeweiligen Einstellung zu diesen Begriffen und schmeissen Vertreter unliebsamer Einstellunge raus? Oder keilt Ihr Bund mit einer gut funktionierenden Gemeinschaft und günstigen Buden in Hochschulnähe? Falls ja, sind Sie genau bei alinea 1 der BSE Prioritätenliste angelangt: zuerst der Bund. Zugegeben: Ihr Text klingt schöner, ist jedoch nicht mehr als eine wohlfeile Verdrängungsfloskel.

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      • @Otto Framm
        Gegen Punkt 1 ist ja auch nichts zu sagen. Trotzdem ist er ein Gemeinplatz, weil ohne den geht wohl gar nichts. Das macht ja noch keine B. aus, da er für alle Verbindungen gelten dürfte.
        Den Wahlspruch halte ich eben nicht für eine Ansammlung von Gemeinplätzen. Um die und vor allen Dingen um ihre Interpretation geht es doch seit Anbeginn. Andersrum gesprochen, würden die B. sich nicht um die Definition dieser Begriffe streiten, wären sie so saturiert (und langweilig) wie die Corps…

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      • @ Lichtgestalt,
        alle Gemeinschaften haben Wahlsprüche, alle sind auslegbar, und überall wird darüber gestritten. Die Frage sei jedoch gestattet: ist der Streit über eine Wahlspruchinterpretation prioritär für eine Gemeinschaft oder gehört dieser zu den Alltäglichkeiten?
        Auch „langweilige“ Curries streiten übrigens über Grundfesten der Corps. das Toleranzprinzip. Beispiel:
        vor etlicher Zeit gab es in einem Clausthaler Corps eine erbitterte Auseinandersetzung über die Frage: darf ein bekennender Schwuler Senior/Corpsmitglied sein oder nicht? Das Corps hat sich (aus meiner Sicht) gegen das Toleranzprinzip entschieden.

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    • Das ist falsch, so wie ich „Flegel auf Reisen“ in den letzten 25 Jahren immer wieder kennengelernt habe. BSE hat eine sehr große Bandbreite von Charaktären in ihren Reien und ist politisch sehr, sehr heterogen. Aber mit den notwendigen Fragen zu „Ehre, Freiheit, Vaterland“ beschäftigt man sich dort. Jeder nach deren DB-Austritt aktiv gewordene BSE’ler, den ich kennengelernt habe, hat den entsprechenden Abschnitt des Burschenschafterhandbuchs schon verinnerlicht. Insofern wird BSE nach den Leuten zu urteilen, die ich kennengelernt habe, ihrem burschenschaftlichen Erziehungsauftrag schon gerecht.

      Ob die einzelnen Aktiven von denen meinem persönlichen Idealbild eines Burschenschafters entsprechen (tun viele jüngere eher nicht), steht auf einem anderen Blatt. Aber Hand auf’s Herz: in welchem Bund ist das schon durch die Bank der Fall?

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      • @ Kritischer Buxe,
        vielen Dank für die auch aus meiner Sicht zutreffende Beschreibung von „Flegel auf Reisen, BSE = „Burschenschaft Rinderwahn“. Ich kann Ihnen als „alter Sack“ versichern, dass die nicht nur politische Heterogenität schon vor 55 Jahren dort vorherrschte (natürlich unter anderen, zeitbedingten Umständen). Sie können sich sicherlich vorstellen, dass wir schon damals das ausgemachte „rote Tuch“ für gewisse Buxen und deren Bünde waren. Zwar beneideten die uns für unsere Unabhängigkeit, funktionierenden Bund, Wohlstand, mangelnde „Obrigkeitshörigkeit“, Hochschule, aber Buxen? Nein, nie und nimmer!
        Natürlich kommt BSE dem politischen Bildungsauftrag einer Burschenschaft nach: der Versuch zur Heranbildung eines politisch denkenden, Verantwortung in Staat und Gesellschaft übernehmenden Bundesbruders. Nur, das wird nicht an die große Glocke gehängt, und das typische Buxen-Brimborium darum tunlichst vermieden.
        Ob einzelne Active immer den Idealvorstellungen der alten Säcke entsprechen, sei dahingestellt. Aber, auch wir müssen und können dazulernen.
        Na, mal sehen, welches Konzept zukunftsfähig ist.

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    • Klar- hier haben wir wieder einmal das „Wahre Schottenproblem“
      Eine Burschenschaft nimmt nur deutsche auf!
      Aber BSE (als Beispiel für andere) nimmt auch andere auf.
      Ja, aber BSE ist keine wahre Burschenschaft!

      Aufgabe: Wo liegt der Denkfehler?

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      • @Monokel: Burschenschafter kennen den Unterschied zwischen Wiewort und Waswort.

        Historisch ist es keineswegs so, dass Burschenschaften ausschließlich Studenten deutscher Volkszugehörigkeit aufnehemen. In alten Burschenschaften gibt es da viele Beispiele.

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      • @ Kritischer Buxe zum Wiewort und Waswort.
        Haben wir auch gemacht (Ausländer aufgenommen) – aber nie Ö- streicher aufgenommen :-)) Die Sterreicher brauchen wir nicht.
        Mein post bezog sich aber auf Ernheja und seine Polemik

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      • @ Kritischer Buxe,
        „deutsche Volkszugehörigkeit“? Was darf man denn darunter verstehen?
        Die Ösi-Buxenvereine haben das doch wacker vorexerziert: der Unterschied zwischen einem Ösibuxen-Anschriftenverzeichnis und Georg Kreislers „Telefonbuchpolka“ ist eher geringfügig.

        Dagegen ist nun wahrlich nichts einzuwenden.Warum das bei einem „Ali Öztürk“ nicht funktionieren darf, bleibt mir schleierhaft.

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  10. @lichtgestalt:
    Meines Erachtens sind auch ein Wahlsprüche, genauso wie z.B. Unternehmsleitbilder, immer nur Allgemeinplätze. Die zumindest bei Unternehmensleitbildern aus einem Strategieprozess heraus abgeleitet wurden, aber auch dieses Unternehmensleitbilder sind dann regelmäßig zu Überprüfen, ob sie noch Gültigkeit haben. Insoweit bleibt es dabei, bei den meisten Burschenschaften dürfte der Wahlspruch einen eher traditionellen Charakter haben, zu dem sich bekannt wird, der aber längst nicht mehr in allen Bereichen Gültigkeit hat. Aber genau da liegen schließlich die Diskrepanzen: in der Auslegung des zumindest bei Burschenschaften häufig anzutreffenden Wahlspruchs „Ehre, Freiheit, Vaterland“. Aber letztlich ist diese Auslegung und deren Verständnis wohl (wenn auch sehr überspitzt) vergleichbar mit der Lesart des 1. Buches Moses (Genesis). Es gibt doch wohl nur wenige Menschen, die die Schöpfungsgeschichte als wahren Tatsachenbericht hinnehmen, sondern eher die theologische Aussage dahinter sehen. Ähnlich sollte die Auslegung der oben genannten Häufigen Wahlspruches gesehen werden, insbesondere hinsichtlich des Punktes „Vaterland“. Auch hier sehe ich eher einen Verweis auf die Verwurzelung der Burschenschaften in der Gesellschaft (von der zur Zeit leider nichts zu sehen ist) und in der demokratischen Geschichte Deutschlands und Europas. Denn schließlich war insbesondere auch der „vaterländische“-Gedanke einer der Katalysatoren im Schmelztiegel, in dem die ersten Burschenschaften geschaffen wurden.
    Mein Bund allerdings hat einen ganz anderen Wahlspruch (nur auf den Einzelnen in der Gemeinschaft ausgerichtet) und nur die Satzung enthält das Bekenntnis zu „Ehre, Freiheit, Vaterland“.

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