NeueDB entsetzt über NSU-Unterstützer mit Burschenschafter-Band

marke-burschenschaftDer liberale Burschenschafterverband Neue DB hat als erster Korporationsverband ein Positionspapier dazu veröffentlicht, dass ein Burschenschafter als NSU-Unterstützer entlarvt wurde. Der Verband schreibt, dass er entsetzt sei über die Verbindung der Terrororganisation NSU und einzelnen Burschenschaftern.

Für die NeueDB sei es eine unakzeptable Entwicklung, dass Rechtsextremismus immer noch stark genug sein, um eine Terrororganisation wie den NSU und seine Taten zu ermöglichen. Zum wiederholten Male müsse die NeueDB feststellen, dass einzelne Burschenschaften rechtsextremes Gedankengut in ihrer Gemeinschaft zulassen. Jüngstes Zeugnis davon sei, so das Positionspapier, „dass im Abschlussbericht des thüringischen Parlamentes zur NSU erstmals Burschenschafter, unter anderem der stellv. Leiter der rechtsextremen Kameradschaft Thüringer Heimatschutz, als einer von zehn NSU-Unterstützern eingestuft worden“ sei.

Die NeueDB sei 1996 gegründet worden, weil ihre Burschenschaften Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit als Perversion burschenschaftlicher Ansichten sähen. Ihre Mitgliedsbünde hätten sich schon vor der Gründung gegen eine Akzeptanz von Geschichtsrevisionismus und Fremdenfeindlichkeit eingesetzt.

Die NeueDB formuliert in der Stellungnahme auch eine klare Position gegenüber dem alten Verband: Der Großteil der NeuenDB- „Mitgliedsbünde sind seit 20 Jahren und länger nicht mehr Mitglieder in Korporationsverbänden, die Einzelmitglieder in ihren Reihen haben, denen Unterstützung oder Taten aus dem NSU Umfeld zugeordnet werden.“

Zuvor hatte bereits die Burschenschaft Arminia Marburg als NeueDB-Mitglied die DB in einer Pressemitteilung scharf kritisiert: „Mit Entsetzen und Abscheu hat die Marburger Burschenschaft Arminia zur Kenntnis genommen, dass im Abschlussbericht des thüringischen Parlamentes zur NSU erstmals ein Rechtsextremist, der Burschenschafter und stv. Leiter der Kameradschaft Thüringer Heimatschutz war, als einer von zehn NSU-Unterstützern eingestuft worden ist. Die Marburger Burschenschaft Arminia ist der Überzeugung, dass diese Perversion burschenschaftlicher Ansichten ihren Grund innerhalb des Dachverbands Deutsche Burschenschaft hat. Die frühere Vereinigung fast aller Burschenschaften (“Deutsche Burschenschaft, DB”) hat seit mehreren Jahrzehnten konsequent bei Rechtsextremismus weggeschaut, Geschichtsrevisionismus Vorschub geleistet und nicht gehandelt, wo sie hätte handeln müssen.

Die Deutsche Burschenschaft und oder ihre ehemaligen Burschenschaften, die gerade einen neuen Verband zu gründen versuchen, haben sich zum Thema Burschenschafter als NSU-Unterstützer nicht geäußert.

Links: Positionspapier NeueDB , Pressemitteilung Armina Marburg,

leider keine Links zu Positionen von DB oder ex-Bünden auffindbar

 

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