Thessalia Prag soll vom Volkstrauertag verbannt werden: Antrag Stadtrat

Reichstag, Burschenschafter gegen Neonazis, Blog BPA, @Quovadisbuxe

Politischer Druck auf rechte Buxen nimmt ganz langsam zu

Thessalia Prag zu Bayreuth kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Erst die Erwähnung im NSU-Bericht und jetzt soll die Burschenschaft von den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag am 16. November in Bayreuth verbannt werden. Zwei politische Fraktionen in Bayreuth, die Grünen und die Unabhängigen, beantragten am 9. Oktober schriftlich mit Brief an die Oberbürgermeisterin, der Verbindung per Hausrecht die Teilnahme an der städtischen Gedenkstunde zu untersagen. Begründung für den Antrag ist die Mitgliedschaft von Thessalia in der BG. Zuvor war Thessalia bereits Thema im Studierendenparlament mit durchgewunkenem Antrag auf Ausschluss von gemeinsamen Veranstaltungen. Im September hatten die Grünen kritisiert, dass Thessalia bisher am VTT teilnehmen durfte und eine Stadtratsinitiative zur Änderung dieser Praxis angekündigt.

Im letzten Jahr ist bereits die Burschenschaft Cimbria durch den bayr. Innenminister Joachim Herrmann vom Volkstrauertag in München verbannt worden. Nun trifft es Thessalia. Beide gehören nicht nur der DB, sondern  auch der Hardcore-Fraktion BG an und beide waren vor einiger Zeit BG-Vorsitzende.

Die Begründung zum Antrag contra Thessalia „Volkstrauertag würdig begehen – Mißbrauch verhindern“ lautet – wie die beiden Fraktionen ihn an die Oberbürgermeisterin Bayreuths Brigitte Merk-Erbe übermittelt haben:

„Die deutsche Burschenschaft (DB) hat die Aufnahme eines Studenten deutscher Staatsbürgerschaft mit Hinweis auf seine asiatischen Vorfahren abgelehnt. In Folge dieses „Ariernachweises“ kam es zu massiver öffentlicher Kritik und Austritt von zahlreichen Mitgliedsbünden. Vehement verteidigt wurde die Ablehnung durch die Burschenschaftliche Gemeinschaft, einer Gruppe am äußersten rechten Rand innerhalb der DB, zu denen neben der Thessalia zu Prag auch die Danubia in München gehört, die wegen Kontakten zur rechtsextremen Szene vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Der Volkstrauertag gedenkt die Bundesrepublik Deutschland den Opfern des Krieges, dessen Ursache vor allem der Rassismus Hitlerdeutschlands war. Die Beteiligung einer Vereinigung, die Rassismus nicht entschieden bekämpft, widerspricht dem Geist der Veranstaltung und beleidigt die Opfer.

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