Frage der Ehre: DB-Mitglied doziert bei 4. Verbandsgründungstagung in München im Oktober

plakat-eisenach-aktuell-demokratie-ohne-schriftZum Herbst 2015 haben 45 Burschenschaften einen neuen Verband angekündigt. Viele entstammen der Deutschen Burschenschaft. Für das Wochenende ab 10. Oktober ist ihre mittlerweile vierte Tagung in München geplant, deren Thema diesmal der Ehrbegriff ist. Auf den Tagungen zwei und drei wurden die Begriffe Vaterland und Freiheit abgehandelt.

Auf der Tagesordnung stehen Vorträge eines Soldaten, eines Ordensmannes und des Mitglieds der Deutschen Burschenschaft Jörg Haverkamp von Saxo-Silesia Freiburg zur Frage der Ehre. Ebenso stehen auf der Tagesordnung die Wahl des Verbandsnamens, der Mensurstandpunkt des neuen Verbandes sowie die Vorstellung der Verfassung.

Heikle Entscheidungen stehen beim Begriff Ehre an. Beispielsweise: Wie halten es die ausgetretenen Burschenschaften mit dem Kontakt zu ganz rechten Bünden? Ein etwas entgleistes Beispiel bot der Münchner Burschenschafterball, aus dem die liberal-konservative und konservative Corona im Bezug auf die Bünde rechts von ihr hoffentlich gelernt hat.

Links: 4. Verbandsgründungstagung auf Facebook, Münchner Burschenschafterball, weitere Infos unter wir-sind-burschenschaft.de inkl. Einladung

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9 Antworten zu “Frage der Ehre: DB-Mitglied doziert bei 4. Verbandsgründungstagung in München im Oktober

  1. Jörg Haverkamp? Na, ich bin überzeugt, dass die Tage der Saxo-Silesen in der DB eher gezählt sind. Diesen Auftritt würde ich nun nicht als schlimm bewerten.
    Schlimm wäre es, wenn die Neugründung als Resultat eine DB-„light“ hervorbringt. Und es sollte wirklich einen Zusammenschluss oder Aufnahme der NDB geben. Wenn das geschafft ist, dann ist die DB als burschenschaftlicher Dachverband erledigt.

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    • Die DB als Dachverband wird es weiterhin geben (es sei denn sie löst sich wg. Zahlungsunfähigkeit auf). Das wird auch nicht durch X „neue“ Verbandsgründungen zu verhindern sein. Offensichtlich hat die NDB dies nicht geschafft (sie krepelt irgendwo in der Bedeutungslosigkeit rum, wie die DB), und dem nächsten „Dachverband“ wird es nicht anders ergehen.
      Könnte es sein, dass die Zeit für „Buxen-Dachverbände“ abgelaufen ist? Wozu sollen die denn noch gut sein?

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  2. Das ist genau, was ich befürchte: Aus der IBZ wird quasi eine DB light oder DB-Liberty. Denn viele der dort sehr engagierten Personen waren doch auch schon in der DB die klassischen „Funktionäre“. Insoweit werden die Strukturen auch ähnlich sein. Man sollte sich doch eher die Frage stellen: Wozu ein Dachverband in dieser Form? Genügt nicht eine Arbeitsgemeinschaft oder ähnliches. Einmal im Jahr ein Treffen um Netzwerke zu pflegen und aufzubauen mit Kommers/Kneipe etc. und ggf. noch einigen persönlich bildenden und/oder politisch bildenden Workshops und Seminaren.
    Ansonsten stimme voll und ganz Otto Framm zu, dass das Überleben der Rest-DB allein von deren finanzieller Ausstattung abhängt. Im Zweifel wird man wohl die Kneipen / Treffen in kleinen Etagen / Häusern / Kellerkneipen der Mitgliedsbünde abhalten und alles andere auf ein Minimum reduzieren. Meines Wissens erscheinen die BB ja auch schon nicht mehr regelmäßig.

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    • @ Anonym,
      seien Sie bitte beruhigt. Es gibt genügend Buxenverbindungen, welche dieses „neue Verbandsgeblubber“ nicht mitmachen. Mehr als eine „DB light“ wird, wie Sie (und ich) schon bemerkten, nicht dabei herauskommen. Man darf gespannt sein, wieviele von den dort teilnehmenden 45 Burschenschaften tatsächlich einen neuen Verband gründen. Papiere sind bekanntlich äusserst geduldig.
      Ansonsten vertritt mein Bund (BSE) völlig Ihren Standpunkt: Arbeits(Zweck)gemeinschaft, Netzwerkpflege, Hilfe (in jeder Richtung) für aktive Bundesbrüder, Geselligkeit.
      Verbände alten Stils sind überflüssig wie Fußpilz.

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  3. Ich weiß nicht, wo ich es unterbringen soll: http://www.netz-gegen-nazis.de/ meldet: „Zentrale Figur des Rechtsrucks bei der Bonner Burschenschaft ist Norbert Weidner. …. 2011 veröffentlichte Weidner als Schriftleiter der „Burschenschaftlichen Blätter“ einen Text, in dem er den NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer als Landesverräter bezeichnete. Unter dem Druck der Öffentlichkeit wurde er im September 2012 schließlich aus der Burschenschaft ausgeschlossen.“ Schön wärs gewesen!

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