Erfolg für Nazigegner: „Ulrichsbergtreffen“ vorerst am Absterben

buschenschafter packt ausWie man eine Plattform der extrem Rechten mit einer Mischung aus öffentlichem Druck und finanziellem Ausdörren zum Einstürzen bringen kann, zeigt das „Ulrichsbergtreffen“. Über Jahrzehnte traf sich die extrem Rechte inkl. Burschenschafter und Waffen-SS-Veteranen zum Netzwerken in Österreich unter dem Deckmantel, Opfern des Krieges zu gedenken. Über Jahre erhöhte die kritische Öffentlichkeit und Medien den Druck auf das Treffen. Öffentliche Geldgeber entzogen darauf dem Treffen die Finanzierung, das Militär sagte seine Teilnahme ab. So wurden aus bis zu 1.000 Teilnehmern in vergangenen Jahren nur noch etwa 100 Teilnehmer in diesem Jahr mit Kranzniederlegung – immer noch unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

2012 noch feierte Armin Allmendinger von der Burschenschaft Rheinfranken Marburg das 52. Ulrichsbergtreffen mit 600 Teilnehmern noch als „gelungene Veranstaltung“ – in einem Artikel für burschenschaftliche-blaetter online. Stolz berichtet der burschenschaftliche Autor, dass Jörg Haider dreimal als Festredner teilgenommen habe.

2013 wurde gegen einen Betreiber einer Ulrichsberg-Facebook-Seite Strafanzeige gestellt – wegen Wiederbetätigung. Das Portal Stopptdierechten des Grünen-Politikers Karl Öllinger deckte den Burschenschafter-Bezug der Seite auf.

2018, wenn die rechten FPÖ-Burschenschafter die Regierungsmacht in Österreich voraussichtlich übernehmen, wird das „Ulrichsbergtreffen“ vermutlich wie Phoenix aus der Asche steigen.

Links: Kleine Zeitung „Ulrichsbergtreffen gibt es nicht mehr“, ORF Kärnten „Geheimes Ulrichsbergtreffen abgehalten“

Kommentare:

 

Ein probates Mittel auch gegen die rechten Buxen und ihre Plattform: öffentlichen Druck weiter erhöhen und finanziell ausdörren – bis die Stützpfeiler der Plattform einstürzen.

 

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