ARD Monitor schleust TV-Kamera bei Raczeks und zwischentag ein

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ARD Monitor mit TV-Bildern von rechter Messe Zwischentag bei Burschenschaft (Raczeks Bonn) (c) Screenshot ARD Monitor.de

Mit versteckter Kamera drehte das investigative TV-Magazin ARD Monitor bei der rechten Messe Zwischentag auf dem Burschenschafter-Haus der Raczeks am 6.9. in Bonn. Aufhänger des Beitrags war, dass das Magazin hinter die Kulissen der AfD schauen wollte. Das Magazin zeigt den AfD-Kader Tillschneider aus Sachsen bei den Raczeks. Es zeigt auch den Stand der Identitären Bewegung, die im Visier des Verfassungsschutzes ist. Es zeigt auch Vortragsredner auf dem Raczek-Haus, darunter einen Redner, den der Beitrag als ex-AfD-Mitglied vorstellt und der sich in typischer abfälliger Manier zu Flüchtlingen äußert (widersprüchlicherweise unwidersprochen auf dem Haus einer Verbindung, die von Flüchtlingen nach dem II. WK wiedergegründet wurde). Ein zweiter Redner, der als AfD-Mitglied vorgestellt und gezeigt wird, sagt, dass die AfD für die rechte Szene ein „Maximum an Resonanzraum“ für rechte Ideen sei.

Link: ARD Monitor in der Mediathek mit Untertiteln, AfD-Raczeks-Beitrag gleich zu Beginn

Das Sendeskript des Beitrages in Auszügen von der ARD Monitor-Webseite:

„Vergangenen Samstag in Bonn, Tumult vor dem Haus der rechten Burschenschaft der Raczeks. Abgeschirmt von der Polizei trifft sich Deutschlands neue Rechte. Auch die AfD soll hier vertreten sein? Wirklich? Diese verdeckt aufgenommenen Bilder wurden uns zugespielt. Sie zeigen ein Treffen von allerlei Aktivisten, Gruppierungen und Sympathisanten aus dem rechten Spektrum – den so genannten Zwischentag. Keine Springerstiefel, das Milieu ist eher akademisch. Manche waren oder sind im Visier des Verfassungsschutzes, wie die „Identitäre Bewegung“, die eine völkische Rassenlehre modern verpackt. Man liest und denkt und redet stramm rechts. Der Irrweg Einwanderung als Gefahr für die weiße Welt.

Redner: „Die haben die Boote aufgelesen auf hoher See, haben die Leute an Bord genommen, haben eine Garbe Maschinengewehre in das Boot reingeschossen. Das Boot ist abgesoffen, dann hat die Marine rumgedreht und hat eine Rettungsinsel ausgesetzt mit den Leuten vor der Küste, wo sie her kamen. Und das ist das einzige, was ich hier auch für Lampedusa als Lösung sehe.“

Dieser Mann war bei der Alternative für Deutschland – heute nicht mehr. Doch es haben sich auch aktive AfD-Politiker angesagt. Schon wenig später erläutert ein Parteimitglied aus Hessen das Potential der AfD für das rechte Milieu.

AfD-Mitglied: „Die Afd hat natürlich auch eine ganz, ganz wichtige Funktion, die wir natürlich auch wahrnehmen müssen. Denn sie ist ja überhaupt das Maximum an Resonanzraum für unsere Ideen, was wir uns vorstellen können.“

Die AfD als Resonanzraum für eine ultrarechte Ideologie? Es kamen noch weitere Partei-Mitglieder. Manchen ist die AfD noch viel zu liberal. Mittendrin diskutiert Hans-Thomas Tillschneider, immerhin Mitglied des AfD-Landesvorstands in Sachsen. Später erklärt er uns, er wollte sich hier ein Bild vom Spektrum der Aussteller machen. Den Wahlausgang in Sachsen darf Tillschneider auch als seinen Erfolg verbuchen, denn am Wahlprogramm hat er maßgeblich mitgeschrieben…“

Kommentare zum Beitrag:

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