Die 20 schönsten Niederlagen für Dt. Burschenschafter et al. in letzter Zeit

logo-debeadeWiens Oberbürgermeister Michael Häupl hat es abgelehnt, den FPÖ-Burschenschafter Maximilian Krauss (DB-Burschenschaft Aldania) zu seinem Stellvertreter als Wiens Stadtschulratspräsident zu berufen, berichtet ORF. „Häupl hatte bereits zuletzt wiederholt Aussagen von Krauss kritisiert. Dass dieser etwa die chemische Kastration von Kinderschändern gefordert habe, sei „ein Wahnsinn“, sagte der Bürgermeister. Krauss wiederum hatte Häupl als „Türken-Bürgermeister“ bezeichnet. Gegen die Kandidatur von Krauss waren zuletzt auch Schüler-Organisationen aufgetreten“, so ORF.at.

Rechte Burschenschaften, insbesondere DB-Bünde, eilen in letzter Zeit von Niederlage zu Niederlage und von Rausschmiss zu Rausschmiss. Hier ein paar Highlights – schon mit Blick auf die 200-Jahr-Feier in Jena:

Wiens OB schmeißt den DB-Buxen Krauss raus.

In NRW fand der rechte Burschenschafter Felix Menzel nach Düsseldorfer Hotel- und Dortmunder Museums-Absage keine weitere private Location außerhalb der rechten Szene für seinen als „Büchermesse“ kaschierten Szene-Event Zwischentag. Er wich nach ganz rechts aus und veranstaltete einen Buchverkauf im Wintergarten und Szenekleidungs-Stände im Garten bei der Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks in Bonn am letzten Wochenende in heimeliger brauner Ledersofa-Atmosphäre und nannte es „Messe“. Sein Vorgänger als Organisator, Götz Kubitschek von Sezession, holte zu zwischentag-Ausgaben 1 und 2 noch etwa 1000 Besucher, Menzel schaffte nach Stabübergabe bei Ausgabe 3 gerade ein paar Hundert, wie das rechte Blog PI beschrieb. Kubitschek versammelte 2013 fast 40 Aussteller beim zweiten zwischentag, Menzel facebookte durchnummerierte Fotos von 7 Ausstellern beim 3. zwischentag in Bonn. In Bonn ist der rechte Szeneevent zwischentag von der akademischen ganz rechten Bundesliga der ersten beiden Ausgaben auf die kleinbürgerliche rechte deutsche Kreisklasse abgerutscht. Warum wird die Büchermesse nicht gleich dem Burschentag angegliedert? Vom rechten burschenschaftlichen ideologischen Muff bis hin zum Platz ist genug Raum in der Aßmann-Halle oder auch im Berghotel.

Der Staatsschutz der Bonner Polizei hatte ein Auge auf Dt. Burschenschaft und Raczeks zum zwischentag, wie der Generalanzeiger meldete.

Wo findet der nächste Zwischentag statt? Steigerung zu Raczeks? Gothia in Berlin?

Was dürften die üblichen Ausreden sein? Von Anfang an nur ganz klein und ganz regional geplant, Schiet-Wetter, böse Linke, feige Veranstaltungsraumvermieter, „Antifanten“, „linkslinke Medien“, nicht tapfer genug eingestellte Salonrechte, Polizei vor Buxenhaus schreckt ab etc. pp.

 

 

In Marburg schmiss der bürgerliche Mittelstand die DB raus und verweigert ihr die Teilnahme am traditionellen Marburger Marktfrühschoppen zum ersten Mal seit 50 Jahren.

In Dresden verweigert der Akademikerball den rechten Buxen von BG, NPD, proNRW etc. die Teilname am Oktober-Ball.

In Jena entfernte die Uni die DB aus dem Förderverein.

In Hamburg warnt der Verfassungsschutz vor der DB-Burschenschaft Germania.

In München sagte die DB-Burschenschaft Danubia unter öffentlichem Druck den Vortrag mit dem extrem Rechten und Burschenschafter und Aula-Chef Pfeiffer ab.

In NRW klassifiziert das Landgericht Essen ein Foto von pro-NRW-Vize und Raczek-DB-Burschenschafter Kevin Hauer, das ihn posierend zeigt mit einem Porträt von Adolf Hitler: das Foto sei von „erheblichem öffentlichem Interesse“.

In Thüringen stuft der parlamentarische Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschuss (Sondervotum) mehrere Burschenschafter als NSU-Unterstützer ein.

Aber die für ihn schmerzlichste Niederlage steht dem Verband vermutlich im Herbst 2015 bevor. Viele liberale Burschenschaften feiern dann das Jubiläum von 200 Jahren Gründung der Urburschenschaft in Jena. Viele Burschenschaften feiern in Jena – bis auf eine schrumpfende rechte Gruppe: dem ODK und seinen 60 treu ergebenen Verbands-Bünden bleibt nur noch der Linzer Turm – für Fans 88 Autominuten von Braunau entfernt.

 

Die Liste der schönsten braunbuxigen Niederlagen läßt sich fortsetzen:

In Innsbruck wirft die Oberbürgermeisterin die Dt. Burschenschaft samt Veranstaltung aus der Messe.

In München verbannt der bayrische Innenminister die BG-Chefin Cimbria München von einer gemeinsamen Veranstaltung.

In Köln verurteilt das Oberlandesgericht den Bonner Raczek Norbert Weidner strafrechtlich wegen Verunglimpfung des NS-Widerstandskämpfers und Pastors und Verbindungsstudenten Dietrich Bonhoeffer.

In München beobachtet der Verfassungsschutz die Burschenschaft Danubia.

In Eisenach schmeißt eine Stiftung von Bund, Land und Stadt die Dt. Burschenschaft aus der Wartburg.

In Wien demonstrieren Tausende gegen die Dt. Burschenschaft.

In Gießen beobachtet der Verfassungsschutz die Burschenschaft Dresdensia-Rugia Gießen.

In Dutzenden von Städten beschließen Burschenschaften den Austritt aus der Dt. Burschenschaft, 44 treten in zwei Jahren aus. Seit 2008 hat sich der Verband halbiert.

Neun Burschenschaften den Austritt aus dem „völkischen Kampfverband“ BG (O-Ton SPD) beschlossen.

 

Vielleicht haben wir noch ein Highlight vergessen. Bitte helfen Sie unserer Erinnerung auf die Sprünge. Danke.

 

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