ex-DB-Burschenschaft ficht wieder mit Hardcore-DB-Burschenschaften

neuesbier2Was mögen die Gründe für eine sehr konservative Burschenschaft sein, die Deutsche Burschenschaft zu verlassen? Abscheu vor ganz rechten Bünden? Oder vielleicht so eine Art taktische Überlegung, weil Alte Herren um ihre berufliche Positionen fürchten könnten, wenn sich der mediale Druck auf die DB auch weiter auf ihren Bund übertragen würde? Und die so die Aktiven vom Austritt überzeugen konnten, die den Verband gar nicht als so übel einschätzen könnten?

Manchmal gibt die Realität einen Hinweis:

Selten verbreiten DB- und BG-Burschenschaften Fotos aus Mensurlokalen. Eine Ausnahme macht im August die Hamburger Burschenschaft Germania (vom Verfassungsschutz beobachtet). Sie zeigt auf ihrer Facebook-Seite ein Foto einer Mensur und schreibt dazu, dass drei Burschenschaften an den Partien nach dem Comment der Breslauer Burschenschaften beteiligt gewesen seien. Neben ihrer Burschenschaft seien das aus Marburg die  Burschenschaft Germania und die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn gewesen. Es traf sich also die Hardcore-Fraktion von ODK, BG und Friends, um mal wieder auf Glocke zu fechten, wie auf dem Foto zu erkennen ist.

Eine Burschenschaft jedoch erwähnt Germania nicht als Beteiligte. Vielleicht aus guten Grund. Ist jene doch gerade aus der DB ausgetreten.

Was Germania nicht erwähnt, holt ein Mitglied der vierten Burschenschaft selbst nach. Es kommentiert den Bericht von Germania auf Facebook mit den Worten: „… und die Burschenschaft Germania Könisberg zu Hamburg ;)“

 

Fotos von ex-DBlern bei gemeinsamen Aktionen mit ODK- sowie BG and Friends-Bünden geben Hinweis auf die Glaubwürdigkeit der Motivation des Austritts. Vielleicht bahnt sich auch ein mögliches Interesse an einer weitergehenden Nähe zur BG oder gar ODK an?

 

Wenn Glocke für PPs oder PCs auch irgendwann ihre Reize wieder verlieren: folgt dann wieder die Waffe, die aus Medizinern Juristen machte – der Säbel? Oder vielleicht dann als weitere Steigerung die Forderung nach Busson? Das wird spannend für Journalisten, hinter die verschlossenen Türen statt die geschönten Galileo-Fassaden zu schauen. Danke, Germania, für das Lancieren des Themas.

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6 Antworten zu “ex-DB-Burschenschaft ficht wieder mit Hardcore-DB-Burschenschaften

    • @Erlbuxe, auf dem Foto im Mensurbuch in der Mensurkiste sind offensichtlich zwei Partien dargestellt. Leider kann man das auf dem Foto schwer lesen. Wären sie so nett und würden die beiden Partien ohne Personennamen einmal benennen.

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        • @Erlbuxe, Danke, wir haben bei Hilaritas mal nachgefragt, was sie dazu sagt. Wir sind gespannt auf ihre Antwort, warum sie mit einer bereits zum Mensurzeitpunkt in der Burschenschafterszene als rechtsextrem bekannten Burschenschaft eine Mensur focht. Doch: Fehler kann jeder einmal machen. Entscheidend ist, wie man sie bewertet und zukünftig verhindert.

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  1. Ihre Einschätzung der Situation in Hamburg scheint falsch. Jedenfalls haben die Razceks, Danuben und Wiener Teutonen angeblich den Köpis nach ihrem Austritt aus der DB allesamt PP-Suiten gestürzt.

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