„Juden-Neger-Koalition“: FAZ über Rassismus von NPD-Burschenschafter Gansel

logo-debeadeGanz rechte DB-Burschenschafter haben wenig Hemmung, ihre Gesinnung offen auszudrücken. Das hat auch die FAZ erkannt und begleitet Jürgen Gansel, DB-Burschenschaft Dresdensia-Rugia Gießen (vom Verfassungsschutz beobachtet), beim Wahlkampf.

Der FAZ-Beitrag „Das braune Fell der Teddybären“ beginnt mit dem Satz „Für ein bisschen Ausländerfeindlichkeit hat Jürgen Gansel immer Zeit. …“.

Der FAZ-Artikel endet nach einem Psychogramm Gansels und der NPD Sachsen mit den Sätzen: „Dass der wirkliche Jargon in der Partei ein anderer ist, bewies Gansel etwa 2008, als Barack Obama zum amerikanischen Präsidenten gewählt wurde. Damals schrieb er in einem Beitrag auf der NPD-Internetseite, dass Obamas Wahlkampfmanager David Axelrod Jude sei. Und stellte die These auf, Obamas Wahl gehe darauf zurück, dass „Juden und Neger in den sechziger Jahren eine revolutionäre Koalition gegen das Establishment“ geschmiedet hätten. Die „alte Selbstbehauptungsstrategie des Judentums“ decke sich mit den Interessen aller „Mischlinge“. „Ach“, sagt Gansel, während er weiter Zeitungen verteilt, „Rassismus und Antisemitismus, das sind doch gummiweiche Begriffe.“

Weiterlesen bei FAZ

Die Mitgliedsburschenschaften der Deutschen Burschenschaft haben sich 2012 auf Antrag einer DB-Burschenschaft geweigert, die Burschenschaft Gansels aus dem Verband auszuschließen. Dies war auch Thema im Bundestag in einer parlamentarischen Anfrage. Die beantragende Burschenschaft Germania Braunschweig hat daraufhin den Verband verlassen, so wie über 40 weitere Burschenschaften. Zurück bleiben im Verband etwas über 30 Burschenschaften der Burschenschaftlichen Gemeinschaft („völkischer Kampfverband“ laut SPD) & einige Gesinnungsgenossen wie Dresdensia.

Bereits 2013 hatte die FAZ zum Austritt aus der DB aufgerufen. Die österreichische Tageszeitung Der Standard hat diese Woche quasi schon die Totenglöckchen geläutet: ein halbierter Verband, dessen ausgetretene Bünde 2015

einen neuen Verband gründen, habe es „immer schwerer“.

Auf unser Beileid kann sich die DB verlassen.

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15 Antworten zu “„Juden-Neger-Koalition“: FAZ über Rassismus von NPD-Burschenschafter Gansel

  1. Ich habe Herrn Gansel während meiner Aktivenzeit in MR kennen-, aber nicht gerade schätzengelernt. Wenn ich mich recht entsinne ist er damals bei B! Normannia-Leipzig rausgeflogen…..
    Dann erst suchte er Heimstatt bei der Dresdensia.
    Deshalb bitte differenzieren und nicht alle Bünde wegen Verbandszugehörigkeit zur DB verdammen!!! Ich wunderte mich damals, daß ihn nach dem Rausschmiss ein anderer Bund überhaupt aufnahm. Das war seinerzeit eigentlich tabu.

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  2. @turnerschafter
    in den 90ern war auch der CC nicht heikel, was die Aufnahme von herausgeworfenen Burschenschaftern angeht. Namen möchte ich in diesem offenen Rahmen aber nicht nennen, es berührt die Rechte Dritter. Dafür bitte ich um Verständnis.

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    • In MR war es Ehrensache, einen rausgeschmissenen Korporierten nicht mehr aufzunehmen. Die gingen dann nach Gießen…
      Und ich bleibe dabei: Gut, daß es Leute gibt, die ihre Meinung ohne Zwänge sagen und vertreten, und das gibt es zum Glück in den Bünden der DB.

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      • Das mit der „Ehrensache“ ist schöne Theorie. Angesichts der prekären Personalsituation bei etlichen Bünden dürfte die Wirklichkeit anders aussehen. Offensichtlich ist „Ehre“ ein sehr dehnbarer Begriff.
        Ja, sie gibt es, auch in den Bünden der DB. Sie vertreten offen und ohne Zwänge ihre Meinung. Nur für BPA gilt das nicht. Motto: „Farbe tragen heißt Farbe bekennen, heißt Namen nennen. So wie wir. Sonst no comment.“ Auch das ist eben nur schöne Theorie.
        Zur Sache: ob Rechts/Linksradikale Band und Mütze tragen oder nicht ändert nichts an der Tatsache, dass diese Typen gefährlich, unbrauchbar, überflüssig sind. Die wesentliche Frage ist doch: warum sind Korporationen, speziell Burschenschaften (aber auch CC-Bünde. Auf Wunsch wird Ihnen Ross und Reiter genannt) für diese Sorte Magnete? Woran liegt das? Das ist doch der einzige Ansatzpunkt, um dieses Übel an der Wurzel zu packen.

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        • @Otto Framm: Sie fordern von andern Buxen hier, dass diese offen mit Namen auftreten. Gleichzeitig haben Sie hier in einem Kommentar vor einiger Zeit deutlich gemacht,
          dass Otto Framm nicht ihr wirklicher Name ist, sondern ein Nickname. Sehen Sie darin einen gewissen Widerspruch?

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      • Ich fordere hier nichts, sondern stelle nur fest.
        Ja, Otto Framm ist ein Nickname, BSE Clausthal jedoch nicht. Aus meiner Sicht ist die Angabe des Bundes wichtiger als die Namensnennung. Was kann ein Leser schon mit „Karl-Heinz Müller“ oder „Fritze Meier“ anfangen? Hingegen mit der Nennung des Bundes/Verbandes sehr viel mehr.
        Aber bitte gerne: fordern Sie doch Realname und Bund als Voraussetzung für Kommentare hier. Ich wäre der Erste, der das erfüllen. würde.

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        • @Otto Framm, vielleicht gehen Sie mit gutem Buxen-Beispiel freiwillig voran und setzen ein Zeichen? Andere Korporierte treten hier freiwillig mit Klarnamen an, wie Uwe Ströcker und Andreas Neuber, um nur zwei (willkürlich ausgewählt) zu nennen.

          Aber andererseits: Wir wollen Sie nicht zum Klarnamen zwingen. Das ist Ihre freie Entscheidung. Aber wir finden es widersprüchlich, wenn Sie von anderen Buxen den Klarnamen verlangen und Sie selbst einen Nick benutzen.

          Jedoch können wir noch tagelang über Klar- und Nicknamen diskutieren. Doch was bringt es? Also überlassen wir das jedem ohne Zwang, sich hier einen Nick- oder Klarnamen zuzulegen. Aber wir überlegen, diese unseligen Anonyms zu beenden. Denn dann diskutiert Anonym mit Anonym und verweist auf Anonym. Das macht die Diskussion doch etwas schwierig. Was halten Sie davon, dass jeder hier einen Nick- oder Klarnamen benutzt, aber keine Anonym mehr?

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      • Woher wissen Sie, dass die von Ihnen angeführten Namen Klarnamen sind und meiner nicht? (Erwarte keine Antwort)
        Nochmals, BPA beschäftigt sich mit Korporierten, hauptsächlich Buxen. Es wäre folglich hilfreich, wenn Kommentatoren zumindest ihren Bund mit Klarnamen angeben. So wie jetzt weiß niemand, ob der Kommentator überhaupt korporiert ist, trotz Angabe von Klarnamen?. Das Herumraten, ob Anonymus A Raczek, Anonymus B Bubenreuther, etc. sein könnte ist einer Diskussion nicht dienlich. In Praxis findet die so nie statt.

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  3. Ich war früher oft zum Marktfrühschoppen in Marburg. Dort lief stadtbekannt auch der Herr Gansel rum, damals noch Normanne. Über den wurde überall gelacht, auch bei den „bösen rechten“ Burschenschaften. Wenn ich mir heute seine Auftritte auf Youtube angucke, wundere ich mich warum der so ernst genommen wird. Eine Witzfigur ist er geblieben.

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    • Das ist doch nichts Neues.
      Die Frage sei nur gestattet: wie kommen solche Hampelmänner in eine Burschenschaft, und warum bekommt man sie nicht wieder raus wenn als schädlicher Hampelmann erkannt?
      Da bekommt man von Buxen die landläufigen Wassersüppchen als Argumente geliefert.

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      • Sehr geehrter Herr Waffenbruder O. Framm (oder wie auch immer Sie heißen; letztlich interessiert es mich nicht, ob jemand einen Nick- oder seinen wahren Namen verwendet) ,
        Sie werden sicherlich via Google checken können (das Internet vergisst ja nichts!), dass dies mein Name ist, und zu diesem stehe ich auch. Genauso, wie ich zu meiner waffenstudentischen Vergangenheit (mein Bund war einmal Mitglied der DB) und Gegenwart (wir sind jetzt Weinheimer Corps) stehe. Mit BSE und AFB hatten wir (zumindest) zu meiner Aktivenzeit Verbindung.
        Wie ich oben schon andeutete, wie wer sich hier outet, muss jeder für sich entscheiden, man sollte diese Entscheidung aber nicht als positives oder negatives Argument verwenden.

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      • Ebenfalls sehr geehrter Herr Waffenbruder Kroemer,
        natürlich haben Sie Recht, dass Namen Schall und Rauch sind, nicht bewertet werden können. Deswegen habe ich auch einen Nick gewählt. Hingegen habe ich keine Unklarheit aufkommen lassen über meine Zugehörigkeit als AH bei BSE/Clausthal. Diese Angabe halte ich für einen waffenstudentisch Gebundenen schon für erforderlich. Namen können, vor allem im Internet missbraucht werden, Die Angabe des Verbindungsnamen ist für mich eine Ehrensache.
        Nach Ihren Angaben kann ich Sie jetzt sofort „einordnen“. Einer Ihrer Corpsbrüder, Ostpreusse von Geburt, vornamens George, war ja etliche Jahre Professor an der damaligen Bergakademie, hat uns in Bergrecht eingepaukt, und war häufiger und sehr gerne gesehener Verkehrs-AH bei uns auf dem Haus.

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      • Bitte um Verzeihung, Herr Waffenbruder Ströcker. Ich war beim Schreiben Ihres Namens durch ein Telefongespräch abgelenkt. Kommt nicht wieder vor.

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  4. @kritischer Buxe
    Recht haben Sie „Eine Witzfigur ist er geblieben.“ Nur:
    – erstens fokussiert er in seiner Person alle Antifanten auf die Burschenschaft und die Korporationen
    – verleitet er noch ungefestigte Personen, nicht kritisch mit seinen Positionen umzugehen

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Gerne können Sie sich mit einem Kommentar in die Diskussion einbringen. Motto: Farbe tragen heißt Farbe bekennen, heißt Namen nennen. So wie wir. Sonst no comment. Und aus gegebenem Anlass: Bitte bleiben Sie sachlich beim Kommentieren. Für den Inhalt der Kommentare sind die Kommentarschreiber verantwortlich. Und geben Sie sich einen eindeutigen Nickname, denn lauter "Anonyms" können nicht besonders gut miteinander diskutieren. Danke für Ihren Beitrag.

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