Streit in Eisenach zwischen Bürgermeisterin und Burschentags-Gegnern

blitzeüberbraunbuxenkleinNach dem Burschentag kritisiert das Bündnis gegen Burschentage in einem offenen Brief die Eisenacher und die Bürgermeisterin, berichtet die Thüringische Landeszeitung im Artikel „Armutszeugnis für Eisenach“. Das Bündnis kritisiere, dass die Eisenacher sich seit fast 25 Jahren dem „burschenschaftlichen Treiben“ entgegenstellen und ein Zeichen gegen völkisches Denken setzen könnten. Doch es gebe in Eisenach kein zivilgesellschaftliches Engagement gegen den Burschentag. Das Bündnis sehe sich auch von der Stadt im Stich gelassen. Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf wolle die Kritik nicht so stehen lassen. Sie verweist darauf, dass das Bündnis gegen Burschentage an keinem Treffen mit dem Eisenacher Bündnis gegen Rechts teilgenommen habe.

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11 Antworten zu “Streit in Eisenach zwischen Bürgermeisterin und Burschentags-Gegnern

  1. @Uwe Ströcker
    Persönlich habe ich gar nichts gegen Frau Wolf, aber sie gehört einer Partei an, die maßgeblich für den rechten Sumpf verantwortlich ist. Die DDR war ein faschistoider, autoritärer und rassistischer Staat (Stichwort „Fidschis“): Der Rechtsradikalismus war kein Westimport, aber das wurde von einer bestimmten Partei lange tot geschwiegen.

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    • Was, bitte schön, beweist dies in Bezug auf Frau Wolf?
      Eine darartige Beweisführung ist der Versuch einer Bauernfängerei und eines Akademikers unwürdig!

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      • @Uwe Ströcker also dann die Langfassung (für die Landwirtschaft:-)) )
        Ich kann sehr wohl unterscheiden zwischen der Person und der Partei. Aber: Frau Wolf mag persönlich integer sein, sie ist mit dem „Ticket“ einer Partei ins Amt gekommen, an deren demokratischer Grundhaltung ich meine Zweifel habe und die in Kontinuität mit der alten SED steht. Es wäre dringend an der Zeit, zuzugeben, dass die SED eine wesentliche Mitschuld an dem braunen Sumpf hat. Es ist in meinen Augen unehrlich, zu rufen: „Wir sind die Guten!“ und zu übersehen, dass die Vorgänger die Suppe eingebrockt haben, die nun ausgelöffelt werden muss.
        Und: dass wir uns richtig verstehen; im Falle der ganz Rechten argumentiere ich genauso. Wer auf dem Ticket einer Pro-Partei, der REPs oder der NPD in ein Amt gekommen ist, ist mir genauso verdächtig.
        Zugegeben, im Augenblick sind die Rechtsextremen gefährlicher. Grundsätzlich bin ich aber der Auffassung, dass das ganz rechte und das ganz linke Spektrum nicht demokratisch sind.

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  2. Um bei der Landwirtschaft zu bleiben: Das ist gequirlter b..sh..
    Sie mögen Ihre Zweifel an der demokratischen Grundhaltung der Partei „Die Linke“ haben, aber nach 25 Jahren Wiedervereinigung ist es den zuständigen Behördenapparaten unseres Staates bislang nicht gelungen, dieser Partei eine staatsfeindliche Grundhaltung nachzuweisen, die ein Verbot, wie sz. der SRP oder auch der KP, nach sich gezogen hätte.
    Und ich mache sehr wohl einen Unterschied zwischen dem Amtsträger und der Partei, die ihn unterstützt hat.
    Und wenn Sie schon so deutlich auf die „Eingliederung von Nazis“ in den DDR-Staat hinweisen, vergessen dabei nicht, dass auch Persönlichkeiten wie Adenauer ihre „Globkes“ und die Mitarbeiter der „Organisation Gehlen“ hatten. Man sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber den Balken im eigenen Auge sieht man nicht!
    Nach 25 Jahren Wiedervereinigung sollten wir als Deutsche allmählich gelernt haben, dass Fehler auf allen Seiten gemacht wurden.
    Es geht hier nicht darum, dass gerufen wird „Wir sind die Guten!“, sondern darum, dass jeder Deutsche aufgerufen ist, den Extremen, die diesen Staat mit seiner Grundordnung beschädigen oder beseitigen wollen, die „rote Karte“ zu zeigen.
    Und das können die Mitglieder der Partei „Die Linke“ ebenso wie Sie.
    Und wenn dies durch die Partei selber erfolgt, dann findet das auch meine Zustimmung!

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    • da ist ein sarkastischer Kommentar etwas aus dem Ruder gelaufen
      Aber das „Bündnis gegen Burschentage“ ist in meinen Augen
      – weder ein geeigneter Ansprechpartner für zivilgesellschaftliches Engagement
      – nicht demokratisch legitimiert.
      Ich denke, soweit sind wir uns einig.

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  3. Der Wingolfsbund als christlicher Korporationsverband ist weiterhin in Eisenach willkommen! Wir erfahren bei unseren Wartburgfesten die volle Unterstützung der Stadtverwaltung! Eisenach differenziert hier genau zwischen DB und Wingolf. Anscheinend auch die Eisenacher Bevölkerung. Mir ist in diesem Zusammenhang von Bundesbrüdern folgendes erzählt worden: Zwei Eisenacherinnen beobachten mehrere Wingolfiten in Couleur. Darauf fragt die eine Eisenacherin ihre Bekannte: Sind das die Rechtsextremisten? Diese antwortet: „Nein, das sind die Christen, die Nazis kommen erst in 14 Tagen!“ Für die Authenzität dieser Annektdote kann ich mich allerdings nicht verbürgen.

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    • @Rückfrage an Dietrich Kölsch (ist Kölsch überhaupt bierehrlich? :-))) ) Gilt das nur für die Bevölkerung oder auch für dieses ominöse „Bündnis gegen den Burschentag“?

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