Podiumsdiskussion: Marktfrühschoppenverein will über Burschenschaften am rechten Rand aufklären

Marburger-Marktfrueschoppen-Verein-LogoBisher hat die Marburger Lokalzeitung Oberhessische Presse (OP) vor allem über Krawalle oder andere Aktionen von Gegnern des Marktfrühschoppens berichtet. Doch die OP öffnet sich nun auch anderen Meinungen und lässt in der Ausgabe vom 25. Juli auf fast einer halben Zeitungsseite den Vorsitzenden des Marktfrühschoppenvereins Tilman Pfeiffer im Artikel „Marktplatz soll frei von Rechtsextremen bleiben“ zu Wort kommen. Schließlich passiert in Marburg gerade etwas Neues: erstmals setzt sich auch der bürgerliche Mittelstand organisiert gegen die Deutsche Burschenschaft zur Wehr. Pfeiffer wolle den Marktfrühschoppen aus der „politischen Auseinandersetzung holen“ sowie „für ein differenziertes Bild des Verbindungsstudententums in Marburg sorgen und sich zugleich von den extrem rechten Verbindungen distanzieren“. Sie sollen „keine Bühne bekommen auf dem Marktfrühschoppen.“

Zwei konkrete Maßnahmen kündigt er an. Eine Podiumsdiskussion mit Experten für Rechtsextremismus und Verbindungswesen sowie die Neuauflage der Marburger Erklärung. Darin deklarieren Marburger Korporationen ihre demokratischen Grundsätze. Eine Initiative für diese Erklärung soll klarmachen, welche Korporation hinter den Grundsätzen stehe und welche nicht.

Der Marktfrühschoppenverein hatte vor kurzem einen Graben gegenüber der Deutschen Burschenschaft gezogen und den Verband in einer Erklärung (OP berichtete am 18. Juli) vom Marktfrühschoppen verwiesen.

 

 

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8 Antworten zu “Podiumsdiskussion: Marktfrühschoppenverein will über Burschenschaften am rechten Rand aufklären

  1. Endlich wacht man im Bergdorf auf! Eine sehr positive Entwicklung und auch die Einbindung der Oberhessischen Presse zeigt doch nur zu deutlich, wie überfällig eine solche Reaktion war. Germania Marburg und die Rheinfranken haben seit Jahrzehnten immer wieder braune Sumpfblüten hervorgebracht. Gut, dass jetzt mal ein wenig mehr Licht auf diese Vereine und ihre Mitglieder geworfen wird. Vielleicht wird dann auch dem einen oder anderen „konservativen“ Korporierten klar, wes Geistes Kind hier wirklich am Werk ist. Im Übrigen sollte man auch die weiteren DB-Burschenschaften in Marburg nicht aus dem Auge verlieren. Auch hier gab und gibt es stramm rechte Mitglieder, die eine andere Staats- und Regierungsform für Deutschland wünschen und „alle Ausländer“ am liebsten in die Wüste schicken möchten. Gruselig!

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  2. @Erwin Allemin
    Es gibt nur noch drei DB-Burschenschaften in Marburg:
    – Germania (fechten so schlecht, dass sie nicht mehr im Marburger Waffenring sind)
    – Rheinfranken
    – Normannia Leipzig zu Marburg (vertagt, könnten aber als Stützburschen .. (Red. Hinweis: bitte sachlich bleiben) ….bekommen)
    Die anderen drei: B! Arminia, B! Allemania AKB! Teutonia und GB! Germania sind nicht mehr in der DB.
    Nicht in Marburg ansässig sind die Dresdensen-Rugier. Die sitzen im Nachbarort Giessen.

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  3. Herr Monokel, offenbar gehören Sie selber einem solch mannerbündischem Karnevalsclub an. Scheinen sich mit diesem mittelalterlichen Fechtritual ja auch auszukennen und dort involviert zu sein, wo diese „Germania“ ihr Unwesen treibt. Oder wie wollen Sie sich jetzt rausreden?

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    • Wenn sich hier mal nicht einer – der nach Ansicht von „Monokel“ schlecht fechtenden – Marburger Germanen hinter dem Pseudonym „Antipode“ versteckt. Dabei dürfen Sie hier doch gar nicht schreiben und schon gar nicht als künftige Vorsitzende der „Resterampe“ namens Deutsche Burschenschaft.

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  4. @ Antipode: und wenn es so wäre, wie Sie behaupten, brächte es die Diskussion weiter? (NB. die Mensur ist nicht mittelaterlich, sondern kommt aus der Renaissance)

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