Aus für rechten Burschenschafter: Hotel schmeißt Menzel und Messe zwischentag raus

kitchenFür den 6. September plante der pennale Burschenschafter Felix Menzel eine Neuauflage der rechten Messe Zwischentag in Düsseldorf. Wie bei anderen rechten Veranstaltungen hat der Veranstalter nun ein Problem. Das gebuchte Hotel Malia habe Menzel abgesagt, berichtet die Westdeutsche Zeitung. Angemeldet sei die Messe als „Buchmesse“ gewesen. Der Burschenschafter (pennale Burschenschaft Theodor Körner zu Chemnitz, von 2004 bis 2006 vom Verfassungsschutz beobachtet), unter dessen Leitung die dritte Ausgabe der rechten Messe zum ersten Mal stattfinden sollte, muss sich nun eine neue Location in D oder anderswo suchen.

Die WZ schreibt über die letzte Ausgabe der Messe: „Zum zweiten Zwischentag im Vorjahr kamen neben mehreren rechten Verlagen auch Vertreter der „Deutschen Burschenschaft“ (DB) – der strammrechte Flügel deutscher Studentenverbindungen. Die DB steht durch Artikel in ihrer Verbandszeitung sowie den berühmt gewordenen „Arier-Paragrafen“ so sehr in der Kritik, dass sich viele Verbindungen von ihr abspalteten.“

Stellungnahme der Polizei:
„Wir haben das im Blick“, sagt Polizeisprecher Markus Niesczery über den Zwischentag, Er gehe derzeit nicht davon aus, dass es dabei zu einem Großeinsatz kommen wird wie bei Aufmärschen von militanten Neonazis, so die WZ.

In einem Kommentar fordert der WZ-Redakteur auch andere Düsseldorfer Hotels auf, Menzel und seiner Messe keine Räume zu geben.

In einer Meinungsumfrage begrüssen momentan 73 % der WZ-Leser die Absage des Hotels an Menzel und seine Messe.

Auf der Facebook-Seite der rechten Messe zwischentag ist noch kein Ausweichquartier angekündigt. Auch die Absage des Hotels Malia ist noch nicht veröffentlicht. Auch auf der Facebook-Seite von Menzels rechtem Portal Blaue Narzisse ist die Hotelabsage noch nicht kommentiert, obwohl dort sonst fast jeder rechte Reissack oder publizistische Erguss besprochen wird.

 

Düsseldorf ist kein Einzelfall. In immer mehr Städten baut sich Widerstand gegen rechte Burschenschafter auf. Zuletzt in Marburg, Jena, Eisenach, Wien und Innsbruck. Auch in München wollte eine Veranstaltungslocation rechte Burschenschafter ausschließen. Ebenso in München hat der bayerische Innenminister eine rechte Burschenschaft von einer Veranstaltung entfernen lassen.

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2 Antworten zu “Aus für rechten Burschenschafter: Hotel schmeißt Menzel und Messe zwischentag raus

  1. Mitunter trifft Fürst Metternich mit seinen Karlsbader Beschlüssen die „Richtigen“? Aber wird nicht doch zugleich die freie Meinungsäußerung unterdrückt?

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    • @Tübser Buxe: Herrn Menzel ist es freigestellt, in seinem in Dresden gemieteten Zentrum seine Meinung frei zu äußern, bis seinem Vermieter auch das mißfällt. Einem Düsseldorfer Hotel ist es freigestellt, eine andere Meinung als Herr Menzel zu haben und ihm das auch vertraglich deutlich zu machen – einfaches Vertragsrecht. Vielleicht findet sich eine Düsseldorfer Burschenschaft als Ersatzlocation für die Messe.

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