Google löscht Link zu kritischem Burschenschafter-Artikel der taz

blitzeüberbraunbuxenkleinDer Bonner Journalist Sebastian Eckert hat vorausgesagt, dass das Google-EuGH-Urteil auch Auswirkungen auf das Thema rechte Burschenschafter haben könnte. Und so ist es. Google hat den Link zu einem taz-Artikel gelöscht, wie die taz berichtet: „Alte Braune Herren“ von Andreas Speit. Im Artikel von 2009 geht es um Verquickungen von NPD, Burschenschaften und rechtsextremer Szene in Hamburg und Sachsen. Eine namentlich genannte Person hatte die Link-Löschung beantragt. Als „digitale Imagepflege“ der betroffenen Burschenschafter und Burschenschaften stuft die taz den Lösch-Antrag ein. Google hat die taz über die Link-Löschung informiert. Im Artikel von 2009 ist als Burschenschaft genannt: Germania Hamburg (mittlerweile unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Der Hamburger VS warnt seit 16. Mai vor Germania).

Links: taz „Huch, vergessen“ von 2014, taz „Alte Braune Herren“ von 2009

Medien schreiben auch darüber, dass solch bekannt gewordene Lösch-Anträge den sogenannten Streisand-Effekt nach sich ziehen könnten. So wird ein Phänomen bezeichnet, dass der Versuch, unliebsame Informationen entfernen zu lassen, erst recht öffentliche Aufmerksamkeit nach sich zieht und dadurch das Gegenteil erreicht wird, nämlich dass die Information einem noch größeren Personenkreis bekannt wird. Die Namensgeberin und Schauspielerin Barbara Streisand hatte juristisch erfolglos versucht, Veröffentlichungen über ihr Haus zu unterdrücken, worauf die Informationen sich rasant per Schneeballsystem online verbreiteten.

Rechte Burschenschafter zeigen mit dem vorliegenden Lösch-Antrag wieder einmal, dass Meinungsfreiheit für sie in Wirklichkeit nur eine hohle Phrase ist. Der Hamburger Verfassungsschutz wird sich vermutlich über den vorliegenden Fall und weitere daraus resultierenden Informationen über die Hamburger nach dem Streisand-Effekt freuen.

 

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