Als staatskritisch definieren sich österreichische DB-Burschenschaften

buschenschafter packt ausDie deutsche Bundesregierung betonte vor kurzem, „auch zum jetzigen Zeitpunkt lägen nicht hinreichende Anhaltspunkte dafür vor, dass die DB Bestrebungen verfolge, die gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung gerichtet seien.“

Doch in Österreichs deutschnationaler Burschenschafterwelt in der DB ticken die Uhren in besonderer Weise. Warum das so sein könnte und wie die Ö-Buxen in Bezug auf den österreichischen Staat denken, dazu äußerten sich österreichische DB-Burschenschafter auf einem Wiener Event, ebenfalls vor kurzem. Es sagte der Altherrenvorsitzende einer Wiener DB-Burschenschaft, „daß er einen grundlegenden Unterschied im burschenschaftlichen Selbstverständnis zwischen der BRD und der RÖ darin erblicke, daß bundesdeutsche Burschenschaften sich eher als staatstragend definierten, wohingegen in der Republik Österreich beheimatete Bünde seit 1848 eher staatskritisch eingestellt und es daher auch gewohnt seien, politischen Angriffen ausgesetzt zu werden.“ (Zitat www dereckart at, 26.6., Bericht über Festakademie in Wien zu Stiftungsfest, Version 27.6.)

In Deutschland wird der politische Druck auf DB-Burschenschaften trotz Augen-zudrückender-CDU-SPD-Bundesregierung aus verschiedenen politischen Richtungen stärker. Beispiele: der Verfassungsschutz beobachtet – momentan – drei DB-Burschenschaften. Ein mit Bund und Land Thüringen besetzter Stiftungsrat verbot der DB das Weltkulturerbe Wartburg. Die SPD als Volkspartei schließt eine Mitgliedschaft in ihrer Partei und der DB aus. Die Berliner CDU entließ einen Staatssekretär wegen seiner Mitgliedschaft in einer DB-Burschenschaft. Die CSU verweigerte einer DB-Burschenschaft eine gemeinsame Veranstaltung. Die Linke fordert über die DB regelmäßig Auskünfte im Bundestag. Die Grünen thematisieren DB-Burschenschaften in verschiedenen Bundesländern.

 

 

 

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