DB übernimmt Ideen der NeuenDB: Akademie und Freundeskreis

blitzeüberbraunbuxenkleinGerne belächeln rechte Burschenschafter den liberalen Dachverband NeueDB als „zu wenig rechts und zu wenig PPs“. Das Belächeln hindert die Deutsche Burschenschaft nicht daran, zwei erfolgreiche Ideen der Neuen DB zu übernehmen – Akademie und Freundeskreis. Und die DB ist sich nicht zu schade, neben den Ideen auch gleich noch die fast gleichen Namen zu übernehmen.

Die Neue DB ist bekannt für ihre Neue DB-Akademie, die fachübergreifende Seminarveranstaltungen bietet. Die DB hat zum Burschentag die Gründung einer „Burschenschaftsakademie“ beschlossen, um deren Aufbau sich die neue Vorsitzende Germania Marburg kümmern soll, wie sie per Presseinfo mitteilt.

Seit 2000 hat die Neue DB einen Freundeskreis, um interessierte Burschenschafter und Nicht-Burschenschafter zu informieren und an sich zu binden. Die DB hat zum Burschentag verkündet, dass sie einen Sprecher für einen „Freundeskreis“ installiert habe, der zwei ehemaligen DB-Bünden angehöre.

 

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8 Antworten zu “DB übernimmt Ideen der NeuenDB: Akademie und Freundeskreis

  1. Was nützt der schönste Verband, wenn dessen Sinn und Ziele nicht vermittelbar sind?
    Was nützt die schönste Akademie, wenn kein Interesse und wenig Geld vorhanden ist?
    Was nützt der schönste Freundeskreis, wenn von diesem außer wohlwollenden Worten nichts Wesentliches eingebracht wird?
    In den vergangenen 12 Monaten sind 3 Burschenschaften aus der NDB ausgetreten (Arminia Stuttgart; Frisia Darmstadt, Franconia Gießen), weitere werden folgen. Das hatte mit Sicherheit keine politisch-ideologischen Ursachen, sondern wird mit der Nutzlosigkeit dieses Verbandes begründet.
    Und noch etwas sollte in aller Deutlichkeit gesagt werden (vielleicht hilft es weiter): es wird höchste Zeit, dass die „klassischen“ Uni-Buxen zurück auf den Teppich kommen. Deren verquastes, pseudo -ideologisch-politisches Geschwafel lockt kaum mehr einen Nat.wiss/Technik-buxen hinter dem Ofen vor. Die machen da nicht mehr mit. Beispiel: von den 34 BG-Mitgliedsbünden sind sage und schreibe 3 (in Buchtaben: DREI!) an einer TU beheimatet, der Rest tummelt sich an ach so renommierten Unis rum. Wie lange, glaubt die „Buxenwelt“, wird das noch funktionieren? Haben wir demnächst wieder einen Rüdesheimer DC und die Eisenacher Quatschbude?

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    • Bekannt, technische Unis sind pragmatischer, nach links wie nach rechts. Da sind Braunbuxen schwächer, ebenso wie Antifas.
      Aber was die Technik-Buxen angeht: War die NeueDB nicht die Vereinigung von technischen Buxen und RV? Warum hat das nicht geklappt?

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      • Sicherlich war die NDB anfangs, aus der Begeisterung heraus, eine Vereinigung von RV und einigen Technik-Buxen. Sie wurde bekanntlich in Hannover konstituiert, also dem Sitz einer TU und einer TiHo. BSE hat beispielsweise, obwohl sicherlich von der pragmatischsten und konservativsten TU kommend, trotz inständigen Bittens dort nicht mitgemacht, weil die Zweifel an Sinn und Nutzen eines neuen Verbandes gewaltig überwogen. Technik-Buxen haben eben auch pragmatischere Vorstellungen von Dienstleistern (hier:Verband) als Uni-Buxen. Und genau das sind die Austrittsgründe der Technikbuxen aus der NDB (es sind immerhin schon 3, wenn ich Teutonia Karlsruhe mitzähle). Aus Sicht der Technik-Buxen leistet der Verband außer Beschäftigung mit Floskulatur nichts Wesentliches, und kostet obendrein noch Geld.
        Vermutlich wird es der geplanten Neugründung des IBZ-Verbandes nicht anders ergehen: große Begeisterung nach dem heldenhaften Austritt aus der DB, jetzt kommt der neue Verband, alles wird größer, schöner und besser. Aber auch dieser Verband wird von den Realitäten schnell eingeholt.
        Wir bezeichnen diese Entwicklung spöttisch als vom „Rinderwahn“ befallen. Er wirkt langsam, selbst Uni-Buxen sind schon davon befallen.

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    • @Otto Framm:

      Ich stimme Ihnen zu. Die Strahlkraft der Neugründung durch die IBZ erlöscht langsam. Dieses Gefühl gewinne ich in den letzten Monaten. Vielleicht ist so mancher langsam in der Realität angekommen.
      Ich habe nichts gegen einen Dachverband, zu dem ich sorgenlos einmal im Jahr hinfahren kann und drei oder vier Tage alte bekannte treffe und auch meine Familie mitnehmen kann. Ich möchte dann auch bitte keine Lieder hören, die definitiv auf dem Index stehen und über Anträge an die Bundesregierung debattieren. Die Fortbildungsseminare sollten die Aktiven für das Studium und den Einstieg in das berufsleben unterstützen. Und jemand sollte, am besten auch ein Fachmann, eine vernünftige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit machen.
      Übrigens, nächste Jahr ist 200 Jahre gründung Urburschenschaft!!!

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      • @BonnerBuxe: Na, dann könnten Burschenschafter doch über eine Art Service-für-Burschenschaften-Organisation (SBO) anstatt eines Verbandes mit politischen Visionen nachdenken – mit fünf Kernkompetenzen:

        1) Bünde bei der Nachwuchsgewinnung unterstützen
        2) Bünde bei der Finanzierung von Häusern und Aktivitäten unterstützen
        3) Bünde einzeln und zusammen bei Public Relations und Lobbying unterstützen
        4) Eine Event-Plattform bieten für gemeinsame Veranstaltungen
        5) Eine Weiterbildungs-Plattform für Ausbildung der Fähigkeiten jenseits des Studiums – beispielsweise die NeueDB-Akademie

        Alles andere könnten dann die Burschenschaften für sich oder untereinander in den örtlichen Burschenschaften organisieren.

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      • @ Bonner Buxe,
        Sie schreiben es. Es gibt jedoch Burschenschaften, die Ihre Vorstellungen teilen (incl. der Vorschläge von @BPA). Sie erahnen sicherlich, wer die sind. Dazu bedarf es keines Verbandes, sondern es genügt eine Interessensgemeinschaft + kleines Büro. Die Jahresversammlung dürfte nach maximal 2h Dauer beendet sein. Es verbleibt folglich genügend Zeit für Geselligkeit 😉

        @BPA-Buxe,
        wie sagte Helmut Schmidt so treffend? „Wer Visonen hat sollte zum Arzt gehen“.

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  2. @ Otto Framm:
    Das ist der Kern, die Geselligkeit. Warum sollte ich denn sonst noch auf einen Burschentag fahren. Wenn ich mich dort nicht wohl fühle fahre ich nicht mehr hin. Wenn ein Bund sich dort nicht mehr wohl fühlt tritt er aus. Mehr als Interessengemeinschaft kann ein neuer Dachverband nicht mehr sein.
    Und BPA-Buxe hat das Wesentliche in den o.g. 5 Punkten zielgenau erfasst. Darauf sollte sich ein neuer Dachverband konzentrieren.
    Ein Burschenschafter hat in einer Arbeitskreissitzung während der Deutschlandgespräche in Jena die Burschenschaft definiert als eine Erziehungs- und Wertegemeinschaft. und mehr sollte sie auch nicht sein.

    Übrigens, die NDB und die IBZ müssen endlich eine Übereinkunft finden den neuen Dachverband gemeinsam zu gründen. Beide können nur davon profitieren.

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    • @ Bonner Buxe,
      alles richtig. Eine Interessensgemeinschaft braucht keinen üppigen Verband, keine hohltönenden Wahlsprüche, kein kostspieliges Tamtam, sondern sollte sich auf die Realisierung der jeweils klar definierten Interessen beschränken. Wie die einzelne Burschenschaft mit ihren Traditionen umgeht, bleibt ausschließlich ihr überlassen.
      Niemand hat die ab 2012 aus der DB ausgetretenen Burschenschaften daran gehindert in die NDB einzutreten. Sie haben es nicht getan. Über die Gründe können nur Vermutungen angestellt werden. Befürchtungsweise will die IBZ das „burschenschaftliche Rad“ zum X hoch n-ten Male neu erfinden. Offensichtlich haben sie die warnenden Beispiele von DB und NDB nicht vor Augen. Sei´s drum.
      Deswegen gibt es ungebundene Buxenbünde, die diese Spielchen nicht mehr mitspielen.

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