Fazit Burschentag: Widerstand gegen DB wächst – Burschenschafter rechter,trotziger,demoralisierter

logo-debeadePolitik, Behörden und Gesellschaft sollten stärker gegen rechte Burschenschafter vorgehen, schreiben Medien zu Beginn des Burschentages . Und die Deutsche Burschenschaft sei kleiner, rechter und beobachteter, schrieb die Thüringische Landeszeitung vor dem Burschentag (Print, 12. Juni, „Eisenachs passive Zivilgesellschaft“) über unsere hier im Blog veröffentlichte Vorhersage.

Zieht man nach dem Burschentag ein Fazit, zeigen sich ein zunehmendes Engagement bei Politik, Behörden und Gesellschaft, die aktiver gegen die DB vorgehen, aber auch Zuspitzungen bei der DB, die auch in der Realität ein Bild von „kleiner, rechter, beobachteter“ abliefert.

Unser Fazit: Widerstand gegen rechte Burschenschafter wächst, Verbands-Burschenschafter wirken nach außen rechter und trotziger, nach innen demoralisierter.

 

1) Politik, Behörden und Gesellschaft werden aktiver gegen die Deutsche Burschenschaft:

Stadt und Land gegen DB vereint: Eisenach und Thüringen als Stiftungsträger haben die Wartburg als Weltkulturerbe zum ersten Mal der DB für den Festakt verweigert. Wir haben das als „Symbol für die zunehmende gesellschaftliche Ächtung der rechten Burschenschafter“ kommentiert.

Stadtpolitik Eisenachs noch deutlicher gegen DB positioniert: u.a. hat sie mit der Tagung der Landeszentrale eine öffentliche Diskussion über rechte Burschenschafter auch in Eisenach angestossen.

auch Eisenacher Geschäftsleben geht zur DB auf Distanz: bei Tourismusverband und Hoteliers ist Stimmung gegen DB gekippt, ein Gärtner verweigerte der DB einen Kranz für das Totengedenken.

bestimmter Teil der Gesellschaft aktiv gegen DB: ca. 200 Demonstranten brachten ihren Unmut gegen die DB auf die Straße. Allerdings seien vor allem externe Demonstranten aufgetreten, wenige aus Eisenach.

Medien positionieren sich klar: den Entzug der Gemeinnützigkeit von Burschenschafterwohnheimen als Privileg fordert Spiegel online, ein taz-Kommentator titelt „Arme Schweine“ in einem bitterbös-satirischen Brief an die heutigen rechten Buxen: Wart Ihr das nicht auf der Wartburg, 1817? 1832 auf dem Hambacher Schloss? Auf den Barrikaden in Berlin 1848? Im Pulverdampf von Sedan 1871? Nein, das waren andere. Ihr seid nur erbärmliche Zwerge auf den Schultern von Riesen, die Euch abschütteln würden wie etwas Haariges mit acht Beinen, wüssten Sie von Eurer parasitären Existenz.“

– Medien informieren ausführlich regional und überregional: beispielsweise Berliner Kurier, Berliner Zeitung, Bonner Generalanzeiger, Deutschlandfunk, Deutschlandradio, dpa, Frankfurter Neue Presse, Freie Presse, Freies Wort, Hamburger Morgenpost, mdr-TV, Ostthüringer Zeitung, neues deutschland, Nürnberger Zeitung, Rheinische Post, Rhein-Zeitung, Spiegel.de, Standard.de, Stuttgarter Nachrichten, Süddeutsche.de, taz, Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung, Zeit.de etc. (eine Auswahl). Als Augenzeuge berichtet Burschenschafter-Forscher Dr. Bernhard Weidinger.

 

2) Auch die Deutsche Burschenschaft hat geliefert – ein Abbild von „kleiner,rechter,beobachteter“:

– Zahl der Burschentagsteilnehmer schrumpft dramatisch um 85 Prozent in nur sieben Jahren: nur noch 380 Buxen kamen 2014 nach Eisenach, 1.000 waren es noch vor drei Jahren, 2.500 vor sieben Jahren.

– die DB muss als Neumitglied schon die acht Altherren der Salamandria Dresden aufnehmen: ohne Aktivitas und ohne Haus, aber 2,5 ltr.-Erinnerungshumpen und Engagement für das deutsche Volkstum. Zeit online-Redakteur Tilman Steffen nannte sie „Kleiner Dresdener-Trinkverein“. Zum Vergleich: ausgetretene Burschenschaften wie Franco-Bavaria München spielen in der 300er Liga.

 

Niederlage durch Wartburg-Rausschmiss führt zur mysteriösen Neubewertung der Burschenschaftergeschichte: der DB-Pressesprecher verkündet, dass die Wartburg der DB egal sei: “Die Wartburg spiele für den Verband keine entscheidende Rolle”.

DB auf Distanz zur Aßmann-Halle: der DB-Pressesprecher verkündet, dass die DB eine Alternative zur Aßmann-Halle suchen werde: „So eine Zierde ist die Aßmannhalle nun auch wieder nicht.“ Man will sich dann um eine andere Tagungsstätte in der näheren Umgebung umschauen. (TLZ 16.6., „Fackeln am Denkmal“).

neue Verbands-Vorsitzende grüßte zum Burschentag mit „Heil Euch“: der Burschentag wählt als neue Vorsitzende Burschenschaft Germania Marburg, eine noch eindeutiger als Teutonia Wien in ihrer Kommunikation deutlich positionierte Burschenschaft, z.B. ein Facebookauftritt mit relativ wenig Hemmungen, die Gesinnung rauszuposaunen. (Hinweis: die Facebook-Einträge der Germania wurden mittlerweile nach dem Burschentag ent“heilt“ – auch bei den Leserkommentaren – nachdem wir darüber berichtet haben)

Deutsche Burschenschafter trotzig: nach der Absage des Festaktes durch die Wartburg-Stiftung zogen deutsche Burschenschafter trotzdem auf die Wartburg, fotografierten sich im Wartburg-Hof mit einem Plakat „Das ist unsere Freiheit“ und lauschten einer Rede. Die Seite Deutsche Burschenschaft facebookt ein Bild und Text: „Linken Unkenrufen zum Trotz! Und wir waren doch auf der Wartburg! Neudeutsch „Flashmob“ oder „ziviler Ungehorsam“: Deutsche Burschenschafter lassen sich ein Wartburgverbot nicht gefallen und halten im Rahmen des Burschentages 2014 doch eine Spontanversammlung mit rund 200 Burschenschaftern im Hof der Wartburg ab!„.

– trotzige Durchhalteparolen auch von einzelnen Burschenschaften: „Ihr hemmt uns, doch ihr zwingt uns nicht„, ruft Bielefelder DB-Burschenschaft.

Burschenschafter gesanglich weit rechts: „Mit Bomben auf Engeland“ und „Auf Kreta“ wurden Buxen im Eisenacher Brunnenkeller erwischt (Zitat von Augenzeuge, dem Politologen Dr. Bernhard Weidinger).

Finanzlage bedenklich: „klamme Finanzen und kein überzeugender Plan, wie dem beizukommen sei“ (Zitat von Augenzeuge, dem Politologen Dr. Bernhard Weidinger, über Gespräche von Verbandsmitgliedern).

Hochschulen und Nachwuchs kritisch: „die Hochschulen an Fühlung mit “ihren” Burschenschaften denkbar uninteressiert und die Studenten in Zeiten Bolognas zu pragmatisch“ (Zitat von Augenzeuge, dem Politologen Dr. Bernhard Weidinger, über Gespräche von Verbandsmitgliedern).

Medien und Antifa demoralisieren Buxen: „der ständige Gegenwind durch Antifa und Medien zehrt an den Nerven“ (Zitat von Augenzeuge, dem Politologen Dr. Bernhard Weidinger, über Gespräche von Verbandsmitgliedern).

Austrittswelle zermürbt: „auch der Massenexodus der letzten Jahre hat, trotz aller hoffnungsfrohen Parolen nach außen, die Moral vieler Verbandsbrüder schwer in Mitleidenschaft gezogen“ (Zitat von Augenzeuge, dem Politologen Dr. Bernhard Weidinger, über Gespräche von Verbandsmitgliedern).

Wiedereintrittsbemühungen stocken: „Der Verein der Freunde der DB, der einzelne Burschenschafter in ausgetretenen Bünden an den Verband binden soll, kommt nicht recht in die Gänge“ (Zitat von Augenzeuge, dem Politologen Dr. Bernhard Weidinger, über Gespräche von Verbandsmitgliedern).

– neuer Chefredakteur des Verbandes rechts verortet: schreibt für rechtes Portal und arbeitet für rechtes Zentrum.

Unterstützung von ganz rechts: NPD-Bundesverband mobilisiert für Deutsche Burschenschaft. Die DB hat sich davon nicht distanziert.

 

Medientipps von @burschenschaft:

 

Artig haben wir uns bei @burschenschaft bedankt für dieses Lob:

 

 

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