Tausende Wiener bereiten Burschenschaftern empfindliche Niederlage

buschenschafter packt ausNach dem Akademikerball im Januar und dem Identitären-Marsch im Mai erlebt Wien am 4. Juni bereits den dritten Ausnahmezustand wegen Burschenschaften in diesem Jahr.

Wie der Tag in Wien einzuschätzen ist und wie er verlief, zeigen Twitterer in ihren Kommentaren und Fotos hautnah. Die Niederlage der Burschenschafter durch den Widerstand von tausenden Wienern und Wienerinnen fasst exemplarisch dieser Tweet gut zusammen:

 

Das Drama der Burschenschafter folgte dem klassischen Aufbau in fünf Akten bis hin zur Tragödie im fünften Akt:

 

1. Akt: Exposition

Es gibt keinen konkreten Anlass, warum Burschenschafter 166 Jahre nach 1848 an einem 4. Juni sich auf die Revolution beziehen und durch Wien marschieren. Ist die erste österreichische Burschenschaft auch erst 1859 gegründet wurden. Dies sei der Versuch einer Ablenkungstaktik sagt der Politologe Bernhard Weidinger. Sie würden die 48er Ideale mißbrauchen und wollten so von den Verstrickungen ins Dritte Reich und Verbindungen zu Rechten ablenken, um eine Imagekorrektur und eine Rückkehr vom Rand in die Mitte der Gesellschaft zu erzwingen:

 

2. Akt: Steigernde Handlung

 

Mittags sammeln sich an der Unirampe die Wiener und Bonner:

 

Die 30 tapferen Wiener und Bonner brauchen viele Beschützer:

 

Keine Burschenschafter mehr an der Unirampe fordern Kritiker:

 

Eine bewusste Eskalationsstrategie bei einzelnen Medien sehen Twitterer:

https://twitter.com/g_rantelhuber/status/474140781935349760

https://twitter.com/lou_hefner/statuses/474118402882420736

 

3. Akt: Höhepunkt

 

Und die Wiener und Wienerinnen gehen gegen die Burschenschafter auf die Strasse:

 

4. Akt: Retardierendes Moment

 

Auch die Wiener Politik meldet sich gegen Burschenschafter zu Wort:

 

 5. Akt: Auflösung der Handlung – Tragödie

 

Die Burschenschafter-Veranstaltungen stehen unter keinem guten Stern:

 

Und am folgenden Tag diskutieren Journalisten, Politiker und Twitterer die Niederlage der Burschenschafter:

 

Auch die Aktivitäten der Polizei und ihre Verhältnismäßigkeiten bei einer friedlichen Demonstration waren wieder ein Thema auf Twitter am Tag danach:

 

Den entlarvendsten Schlusspunkt setzten die Burschenschafter, als sie bei ihrer Veranstaltung (angeblich für Meinungsfreiheit), ihren eigenen Mitgliedern den Mund verboten:

 

 

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Eine Antwort zu “Tausende Wiener bereiten Burschenschaftern empfindliche Niederlage

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