Danubia München nimmt Stellung gegenüber Blog BPA: Straftäter auf Haus 2001

blitzeüberbraunbuxenkleinMedien schrieben in den letzten Jahren immer wieder über die Burschenschaft Danubia München. Sie wurde und wird in bayerischen Verfassungsschutzberichten aufgeführt, beispielsweise 2013 zum neunten Mal, und zwar als rechtsextremistische Organisation (Aktivitas). Dabei berichteten Medien auch über den Fall “Übernachtung eines Neonazis auf Danubia-Haus 2001″, beispielsweise die Süddeutsche.de: „Bereits in den 1970er Jahren war die Danubia in rechtsextreme Vorfälle verwickelt. 2001 konnte sich ein Neonazi, der bei einem ausländerfeindlichen Überfall einen Griechen schwer verletzt hatte, im Danuben-Haus verstecken.“ Auch ein Blogkommentator hier bei BPA hatte sich zu diesem Fall mit einer Meinungsäußerung zu Wort gemeldet, wobei es um die Frage der Verantwortlichkeit für die Übernachtung ging.

Die Burschenschaft Danubia München hat daraufhin uns gegenüber eine Stellungnahme (25.5.14) abgegeben, die wir im Sinne der Meinungsfreiheit in Auszügen ebenfalls wiedergeben, um die Sichtweise der betroffenen Burschenschaft aus erster Hand darzustellen. Der Altherrenvorsitzende Maximilian Reingruber hat uns „namens der Burschenschaft Danubia“ mitgeteilt: „„…Gerichtsnotorisch ist, daß der Straftäter ohne unser Wissen auf unserem Haus übernachtet hat. Es ist uns sicher zur Last zu legen, daß Gäste auf unserem Haus das Gastrecht insoweit mißbraucht haben, als daß den Straftäter eingelassen haben. Aber „Unterschlupf geboten“ ist ein Hinweis auf eine aktive Handlung, die wir allerdings nicht veranlasst haben. …“ (-Fehler im Original-).

Wer sich über den Fall und die unterschiedlichen Interpretationsansätze verschiedener Quellen informieren möchte, findet dazu detaillierte Informationen bei diversen Quellen, z.B. aus der Zeit der Übernachtung (Spiegel Online, 18.6.01; Kleine Anfrage/Antwort Bundesregierung Drs. 14/6729) und später (Bundeszentrale für politische Bildung, 23.4.07) sowie als aktuelle Medieneinschätzung taz.de, 26.3.14 oder durch einfache Google-Suche.

Ob sich Danubia mit der Stellungnahme gegenüber Blog BPA in ihrer Szene einen großen Gefallen tut, kann nur sie entscheiden. Hat doch der Burschentag 2013 der Deutschen Burschenschaft auf Antrag von Danubia München ein „Zusammenarbeitsverbot“ mit dem Blog BPA beschlossen, worüber zahlreiche Medien wie Spiegel.de, Zeit.de, taz.de, DLF berichteten. Anzurechnen ist Danubia und ihrem AH-Vorsitzenden die Diskussionsfähigkeit auch gegenüber Kritikern. Andere Burschenschaften sind bei ihrer verrohten Diskussionsbeschränktheit auf dem Level von an uns verschickten Dildos angekommen.

 

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Bereits vier Burschenschaften werden vom Verfassungsschutz beobachtet, darunter drei DB-Burschenschaften und eine pennale Burschenschaft:

 

 

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8 Antworten zu “Danubia München nimmt Stellung gegenüber Blog BPA: Straftäter auf Haus 2001

    • @Monokel: Wir wollen es mit der PR hier im Blog für die Münchner nicht übertreiben,sonst bekommen diese noch ein Verbandsverfahren wegen möglichem Verstoss gegen das Zusammenarbeitsverbot ;). Aber die interessantesten Sätze haben wir zitiert.So kann sich jeder Leser seine eigene Meinung mit den verschiedenen Quellen von taz bis Danubia bilden.

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  1. @BPA-Buxen
    Diesmal bin ich echt gespannt, ob Sie sich nicht überheben. Die Danuben haben sehr gute Rechtsanwälte für Medienrecht in ihren Reihen. Das ist ein anderes Kaliber als in Bonn.

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    • @Monokel, Was für ein Problem haben Sie denn mit Danubia? Im Gegensatz zu vielen anderen rechten Bünden haben sie strategisch denkende Herren in ihren Reihen, die wissen, wie und wann man etwas kommuniziert und wie man Botschaften platziert.

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  2. @BPA eben- ich bin gespannt wie es weitergeht. Ignorieren die Danuben diesen Verstoss gegen das Presserecht (ich meine, es sei einer, aber ich lasse mich gern eines besseren belehren) – dann ist dieser Blog unbedeutend.
    Nehmen sie aber diesen Verstoss (so er denn einer ist, s.o) ernst, könnten Sie ein Problem bekommen.
    B! Danubia hat bessere Juristen in ihren Reihen als die B! der Raczeks

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  3. @Monokel
    Zitat: “ Ignorieren die Danuben diesen Verstoss gegen das Presserecht (ich meine, es sei einer, aber ich lasse mich gern eines besseren belehren) – dann ist dieser Blog unbedeutend.“
    Dann ist „Die Zeit“ in den Augen der Danuben wohl auch unbedeutend wie man hier sieht: http://www.zeit.de/gesellschaft/2012-05/burschenschaften-neonazis-rechtsextremismus

    Zitat: „B! Danubia hat bessere Juristen in ihren Reihen als die B! der Raczeks“
    Weder die einen noch die anderen sind eine Burschenschaft. Denn wer Ehrlose, und etwas anderes ist ein mehrfach rechtskräftig Verurteilter nicht, in seinen Reihen duldet; verliert selber jede Ehre. Um aber eine Burschenschaft zu sein, muss man eben ehrhaft sein. Denken Sie da einmal an „Ehre, Freiheit, Vaterland“! Wer aber nachweislich rechtskräftig verurteilte Körperverletzter, Leugner historischer Tatsachen, Verunglimpfer des Andenkens Verstorbener, sowie … (Red. Hinweis: wir bitten um sachliche Mäßigung, auch wenn es um rechte Buxen geht). …
    Nicht umsonst haben zahlreiche Bünde, die die Rest-DB verließen, in Teilen diesen Mißstand angeprangert.
    Zusammenfassung s. hier: http://burschenschaft.jimdo.com/begr%C3%BCndungen/
    Auch deshalb hat die IBZ 2012 den Ausschluß der Danuben und der Raczeks aus der Rest- DB gefordert.
    Übersicht s. hier: https://linksunten.indymedia.org/node/66600
    Und genau deshalb verlangten die Neonazis in der Rest-DB den Ausschluß der IBZ: https://linksunten.indymedia.org/node/71815
    Das und wie viele Neonazis es in der Rest-DB gibt, wurde bei TramiFace erörtert wie man hier zB. öffentlich sieht:
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/88327?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter
    Radl, um den es hier geht, ist übrigens Münchener Danube und Wiener Teutone.
    Letztendlich ist auch aus allen diesen Gründen die sg. „BG“ von allen von der Urburschenschaft ausgehenden Aktivitäten zur Gründung eines neuen Dachverbandes ausgeladen.
    Wie also kommen Sie dazu, solche Vereinigungen noch als „Burschenschaft“ zu bezeichnen? Alleine das ist eine Beleidigung jedes ehrenfesten Bundes.
    Noch etwas zu ihrer Behauptung bzgl. der Raczek-Juristen. Weidners Anwalt ist der hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rn_Clemens und immer noch Marburger Rheinfranke.

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  4. @Frankfurter Buxe
    Dass Ich hier zwei Bünde als B! abgekürzt habe, war der stilistischen Abwechslung geschuldet.
    Zum Thema ZEIT: Dass man die ZEIT-Autoren nicht ernst nehmen muss, habe ich schon zu Lehrzeiten in ganz anderen Zusammen-hängen gelernt. Ich habe die schlechte Recherche hochgerühmter Journalisten der Zeit als Augenzeuge erlebt. Ausnahmen Helmuth Schmidt (der aber auch langsam alt wird) und Marion Dönnhoff.
    In Tramiface war ich nie, kann also dazu gar nichts sagen
    Zu den weiteren Dingen möchte ich nichts in einem öffentlichen Forum äussern.

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