Burschenschafter Olympia Wien leitet Identitäre Bewegung Österreichs

buschenschafter packt ausAm 17. Mai wird Wien wieder zum Schauplatz von öffentlichem Widerstand gegen rechte Burschenschafter und ihre Organisation „Identitäre Bewegung (IB)“. Anlass ist ein Marsch von Identitären durch Wien, gegen den eine Gegendemonstration der „Offensive gegen Rechts“ angekündigt ist. Albrecht Steinhauser von den Grünen fasst das Unbehagen zum IB-Marsch  in Worte: „Es ist unerträglich, dass es erstmals seit vielen Jahren wieder eine Demonstration von Rechtsextremen in Wien gibt.“

Laut Identitären-Obmann in Österreich Alexander Markovics sehe sich die Identitäre Bewegung als „patriotische Jugendbewegung“, die u.a. auf „Masseneinwanderung“ aufmerksam machen wolle, schreibt vienna.at. Markovics sei Mitglied der Burschenschaft Olympia Wien (*), so Presse.com und DÖW. Über die weitere intensive Verstrickung der Identitären mit Burschenschaften wie Arminia Czernowitz berichtet Stopptdierechten. Als Nachwuchsorganisation rechter Burschenschaften definiert Andreas Peham vom DÖW die Identitären. Der Staatsschutz beobachte die Identitären, sagt ein Beamter der Presse.com. Eine Bedrohung sähen die Analysten des Amtes in der Gruppierung jedoch nicht.

„Die Ideologie der Identitären ist Rechtsextremismus im neuen Gewand. Die Argumente dafür lieferte ein Teilnahmeaufruf zur Demonstration, der Ende April im einschlägigen Weblog „Freies Österreich“ erschien“, analysiert der Grüne Albrecht Steinhauser. Welche Gefahr von Identitären ausgeht, zeigt ein Video aus Frankreich aus einem Ausbildungscamp der Identitären, das bei Stopptdierechten online zu sehen ist: „Hier ist ein Ausbildungscamp der Identitären zu sehen, wo uniformierte Jugendliche Nahkampf üben, nationalistische Lieder singen und mit einseitigen Geschichtsbildern indoktriniert werden. Die Bilder erinnern an Wehrsportübungen der Neonazis.“ Der Standard berichtet über eine Reisewelle von Identitären nach Wien aus Deutschland, Frankreich, Italien und Tschechien für den Samstags-Marsch. 

(*) „Die Burschenschaft Olympia wurde 1961 behördlich aufgelöst, weil mehrere Olympen, darunter NDP-Gründer Norbert Burger, in Bombenanschläge in Südtirol verwickelt waren und die Olympia in diesem Zusammenhang ihren satzungsmäßigen Wirkungskreis überschritten hatte, indem sie ihre Mitglieder zu einer Spende für einen in Italien verhafteten Olympen verpflichtete. Nachdem die Mitglieder der Olympia in der Zeit nach der Auflösung ihre Tätigkeit in der Wiener akademischen Burschenschaft Vandalia fortgesetzt hatten, konstituierte sich die Olympia 1973 neu, und die meisten Mitglieder der Vandalia traten der neuen Wiener akademischen Burschenschaft Olympia bei.“ (Wikipedia über Olympia)

Links: Vienna.at „Routen für zwei Demonstrationen „, Presse.com „Wien: Neue Rechte gehen auf die Strasse „, Stopptdierechten „Identitäre Nazi-Demonstration  „, Vortrag Andreas Peham über Burschenschaften, Der Standard “   „, Profil im Interview mit Burschenschafter Marcovics, Video Wehrsportübungen Identitäre Frankreich, DÖW über Identitäre und Burschenschafter, Offensive gegen Rechts

In Deutschland stuft der Verfassungsschutz des Landes Bremen die Identitäre Bewegung als „Einstieg in die rechtsextreme Szene“ ein.

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