Strafanzeige gg. Burschenschafter und proNRW-Vize Hauer: Hitler-Fotos kursieren im Netz

plakat-eisenach-aktuell-demokratie-ohne-schriftDas „Bündnis gegen Rechts Gelsenkirchen“ hat Strafanzeige gegen den stellvertretenden proNRW-Vorsitzenden Kevin Hauer bei der Essener Staatsanwaltschaft erstattet, wie das Bündnis auf seiner Facebook-Seite und ein Radiosender meldet. Auslöser sind offenbar Fotos von Hauer, über die mehrere Medien berichten.

Die WAZ schreibt über die Fotos, die auf Facebook kursieren würden und der WAZ vorlägen: „Kevin Hauer, Stadtverordneter für Pro NRW und stellvertretender Landesvorsitzender der Bürgerbewegung, ist auf einem Motiv mit Hitler-Bildnis in der Hand zu sehen, auf einem anderen Foto sitzt er im Bett mit nacktem Oberkörper und „zeigt den Hitlergruß.“ Die WAZ zitiert Hauer mit den Worten, das „Gruß-Bild“ stamme aus einem Urlaub 1999, habe „keinerlei politischen Bezug“ und entstamme einer „Jux-Situation“. Aktuelleren Ursprungs sei offenbar das Foto mit Hitler-Bildnis, weiß „blick nach rechts“ und ergänzt: „Die Aufnahme, auf der er eine Mütze der „Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“ trägt, soll Hauers Anwalt zufolge vor etwa sechs Jahren entstanden sein.“. Zu diesem Foto sagte Hauer der WAZ: „Zu dem Foto möchte ich nichts sagen.“

proNRW tritt am 25. Mai erstmals zur Europawahl und wieder zur Kommunalwahl an. Der Gelsenkirchener Stadtrat und Stv. proNRW-Vorsitzende Kevin Hauer kandidiert auf Platz 8 der gemeinsamen Liste für alle Bundesländer von proNRW für die Europawahl. Für die Kommunalwahl führt er die Parteiliste in Gelsenkirchen an.

„Knapp zwei Wochen vor der Europa- und der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl bringt der stellvertretende „pro NRW“-Vorsitzende Kevin Gareth Hauer seine Partei unfreiwillig in die Schlagzeilen“, kommentiert blick nach rechts.

Links: Ausführlich zu proNRW und seinen Taten berichtet das engagierte Lokalmedium Bergische Stimme, Westdeutsche Allgemeine Zeitung WAZ „Gelsenkirchener proNRW-Politiker posierte mit Hitlerbild“  , blick nach rechts „Negative Wahlwerbung“, Facebook Bündnis gegen Rechts Gelsenkirchen , Radio Emscher-Lippe

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Hitler-Bildnis in der Hand zu sehen, auf einem anderen Foto sitzt er im Bett mit nacktem Oberkörper und „zeigt den Hitlergruß.Gelsenkirchener Pro-NRW-Politiker posierte mit Hitlerbild | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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Landesvorsitzender der Bürgerbewegung, ist auf einem Motiv mit Hitler-BildGelsenkirchener Pro-NRW-Politiker posierte mit Hitlerbild | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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Kevin Hauer, Stadtverordneter für Pro NRW und stellvertretender Landesvorsitzender der Bürgerbewegung, ist auf einem Motiv mit Hitler-Bildnis in der Hand zu sehen, auf einem anderen Foto sitzt er im Bett mit nacktem Oberkörper und „zeigt den Hitlergruß.Gelsenkirchener Pro-NRW-Politiker posierte mit Hitlerbild | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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Kevin Hauer, Stadtverordneter für Pro NRW und stellvertretender Landesvorsitzender der Bürgerbewegung, ist auf einem Motiv mit Hitler-Bildnis in der Hand zu sehen, auf einem anderen Foto sitzt er im Bett mit nacktem Oberkörper und „zeigt den Hitlergruß.Gelsenkirchener Pro-NRW-Politiker posierte mit Hitlerbild | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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31 Antworten zu “Strafanzeige gg. Burschenschafter und proNRW-Vize Hauer: Hitler-Fotos kursieren im Netz

  1. Ich glaube nicht, dass die Strafanzeige Erfolg haben wird. Dazu müssten die entsprechenden Gesten in der Öffentlichkeit gezeigt worden sein. Das war privat. Auf Facebook kursiert das Gerücht, jemand der Herrn Hauer einst sehr nahestand habe diese Bilder aus Rache in Umlauf gebracht. Wenn, muss diese Person wohl wegen einschläigiger politischer Delikte angezeigt werden.
    Unabhängig davon ist das Bild in Couleur entlarvender als alles andere, was je von den Raczeks bekannt wurde. Es scheint auf dem Haus entstanden zu sein.

    Eine Ungenauigkeit noch: Pro-NRW kandidiert bundesweit. Man kann deren Liste zur Europawahl in allen Bundesländern ankreuzen. Herr Hauer kandidiert, sein Name steht auf jedem Wahlzettel.

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  2. Egal ob DB oder Ex-DB, solche oder ähnliche Bilder sind in jeder Aktivengeneration auf jedem Haus entstanden. Die Frage ist nur, ob noch einer der „Spielverderber“ da war. Schön, dass sich Menschen auch auseinander entwickeln, so weiß man, dass alles eines Tages mal ans Licht kommt. Mit dieser Gewissheit kann man einen schönen Haken hinter seine buxige Vergangenheit machen und nur hoffen, dass man keine Spuren dieses Irrtums im nicht vergessenen Netz hinterlässt.

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    • @WHO

      „Egal ob DB oder Ex-DB, solche oder ähnliche Bilder sind in jeder Aktivengeneration auf jedem Haus entstanden.“

      Nein. Es gibt in zivilsierten Bünden Dinge, die man einfach nicht tut; zumal diese hart sanktioniert würden, wenn man sie täte. Und damit meine ich nicht das Fotographieren.

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      • „Es begann damit, daß der Marburger Jung-Germane und Jurastudent Klaus Petri, Jahrgang 1933, im „Nachrichtenblatt der Bonner Studentenschaft“ einen Artikel publizierte, der die durch „Besatzungsphrasen“ eingeschläferten „völkisch-nationalen Elemente“ der Studenten wachzurütteln trachtete. Im Dienste an dieser Aufgabe fiel dem Germanen Petri nichts Besseres ein, als der Taten rühmend zu gedenken, mit denen „der Führer Hitler … die Firma (Deutschland) zunächst einmal ungemein in die Höhe brachte“.

        „Ich bin durchaus der Meinung“, proklamierte Germane Petri im Bonner Studentenblatt, „daß die nationalsozialistischen Konzentrationslager … als politische Maßnahme am Platze waren … Ich akzeptiere die nationalsozialistischen Maßnahmen, weil sie dem heißen Wunsch der damaligen Führung entsprangen, des deutschen Volkes Einigkeit und Recht und Freiheit zurückzugewinnen. Diesem großen Ziel mußte die persönliche individuelle Freiheit einiger weniger untergeordnet werden, denen man dadurch die Möglichkeit nahm, in Versammlungen oder Journaille für ihre … dem Nationalsozialismus feindlichen Ziele zu werben.““

        Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41758330.html

        Petri kandidierte bis zu seinem Tode vor <5 Jahren regelmäßig für die NPD. Einfach nach "Klaus Petri" + "NPD" bei Google suchen.

        Zweitbund: Marchia Bonn.

        Soviel zum Thema "Glashaus"…

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      • @Anonym: in den 80er Jahren war Klaus Petri definitiv nicht Mitglied der Germania Marburg. Nach dem, was ich damals von Germanen gehört habe, wurde er wegen seines Artikels dort ausgeschlossen.

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      • „wer solche Nummern dreht hat sich das c.i. redlich verdient.“

        Welches dann sechs Jahre nach noch der Aufnahme im Kneipsaal ausgesprochen wird? Was passiert eigentlich mit den Personen, die daneben sassen?

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    • Dem möchte ich entschieden widersprechen. Wenn auf dem Haus meiner Burschenschaft solche Bilder entstanden wären, so hätte dieses unverzüglich disziplinarische Maßnahmen nach sich gezogen. Allein der Umstand, dass überhaupt ein Bild von A.H. dort existiert, ist für mich schon fragwürdig. Aber ich denke, dass solche Dinge leider viel zu oft als harmloser dummer Jungendstreich heruntergespielt werden. Hier hat dann offensichtlich die (politische) Bildung versagt.

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  3. @WHO & Man w/o Shadow
    Hat denn die Burschenschaft der Raczeks das Verhalten sanktioniert?
    Das ist in meinen Augen die alles entscheidende Frage.

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  4. @Anonym

    Zitat: „Petri kandidierte bis zu seinem Tode vor <5 Jahren regelmäßig für die NPD. Einfach nach "Klaus Petri" + "NPD" bei Google suchen.
    Zweitbund: Marchia Bonn.
    Soviel zum Thema "Glashaus"…"

    Korreliert man Ihre Besorgnis um die Ehrhaftigkeit, Sie lassen sich ja auch zum Thema "c.i." ein, mit ihrem Handen in dieser Diskussion kommt man zu einem erstaunlichen Ergebnis.

    Sie haben keine Probleme damit, über einen Toten und einen Bund Dinge zu behaupten, die des Beweises bedürfen und zu denen sich der Betroffenen nicht mehr äussern kann und der ggf. betroffene Bund sich aus Gründen der Ehrhaftigkeit wahrscheinlich nicht äussern wird. Das Prinzip des "De mortuis nil nisi bene dicendum" sollte ihnen als mutmaßlicher Akademiker geläufig sein?

    So geht aus der von Ihnen angegebenen Quelle beispielsweise weder eine Mitgliedschaft des Verblichenen in der NPD noch in der Burschenschaft Marchia Bonn im Jahre 1957, also dem Tatzeitpunkt, hervor. Wohl kann man aber beispielweise hier:

    http://www.nrw.vvn-bda.de/hma/an_2011_23.htm

    und hier:

    http://www.hiergeblieben.de/pages/textanzeige.php?limit=50&order=datum&richtung=DESC&z=8&id=33581

    nachvollziehen, dass der Verstorbene von 1963 bis Ende der neunziger Jahre Mitglied der CDU und Mandatsträger war. Auch war er später nicht Mitglied der NPD wohl aber der Republikaner. Auf eine von Ihnen behauptete Mitgliedschaft in dem betreffenden Bonner Bund findet sich allerdings auch hier wieder kein Hinweis.

    Subsumiert man also ihre Behauptungen kommt man zum Ergebnis, dass es Ihnen mutmaßlich darum geht, das Andenken eines Verstorbenen zu beschädigen und einen mutmaßlich unbeteiligten, aber ihnen ungenehmen Bund verächtlich zu machen. Anders kann ich als Außenstehender ihr Tun und Lassen nicht deuten.

    Was für ein armer verzweifelter Mensch sind Sie, daß Sie eine Tat von 1957 und einen Toten ausgraben, um einen ihnen nicht genehmen Bund zu schaden? Mit burschenschaftlicher Ehre hat das m.E. jedenfalls nichts zu tun!

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  5. „Der Posierende ist einige Zeit danach in die Altherrenschaft aufgenommen worden – das war die Bonner Form von “Sanktionierung.”“ Dann habe ich nun überhaupt keine Probleme mehr, diesen Bund als Nazi-Bund zu bezeichnen.
    Einzige Einschränkung: dieses Verhalten war einmalig und dem Bund noch nicht bekannt.

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    • @ Anonym,
      ein altes jüdisches Sprichwort subsummiert brutal: „Fürs Vergangene gibt der Jud´nix“.
      Was hilft es denn weiter, wenn wir Buxen die Bünde A,B,C als „Nazi-Bund“ titulieren, andere hingegen als „liberal“ etcetc. Das ist nicht mehr als eine Situationsbeschreibung, möglicherweise verbunden mit der „frommen“ Feststellung „wie schön, mein Bund ist nicht so wie diese“.
      Wichtig in diesem Zusammenhang ist doch nur: welche Ursachen führen dazu, dass Burschenschaften so anfällig für rechtsradikales Gedankengut sind, und die sich daraus entwickelnden personellen Konsequenzen. Dass rechtsradikale Burschenschaften weiterhin in der rechtenlastigen Schmuddelecke ihr Dasein fristen (wenn sie es denn wollen), werden wir sowieso nicht verhindern/ändern können. Ebenso wenig, dass sie sich „Burschenschaften“ nennen.

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  6. @Otto Framm
    1. ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich unter Anonym schreibe. Aber ich habe Gründe, die jeder hier im Forum einsehen würde, wenn er sie kennen würde, anonym zu bleiben. Wenn sich mein Nick in „Monokel“ ändern lässt, bitte ich um einen Hinweis. Dann kann man mich von den anderen Anonymi unterscheiden.
    2. Sie haben recht, aber im Augenblick ist es in meinen Augen noch zu früh für die strukturelle Diskussion, die ich nicht führen kann, weil ich kein Soziologe bin. .-))
    3. Nach diesen Vorfällen werden aber einige DB und BG – Burschen und – Bünde deutlich Stellung beziehen müssen. Ich möchte wissen ob für diejenigen unter ihnen, die sich deutlich vom Nazismus distanzieren (und solche gibt es eben auch in der BG!) sich das weiter gefallen lassen werden. Dann werde ich weiter sehen.

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    • @ Anonym,
      Monokel als Nick? Tolle Idee. Erinnert mich an die Simplicissimuswitze vor 1914: schmissübersähter, etwas dickbäuchiger, Monokel-tragender Kösener mit weissem Stürmer…..
      Kein Soziolüge ;)? Tut nichts zur Sache. Sie diskutieren doch nur mit einem schlichten Bergmann, Absolvent einer hinter dem Mond liegenden Uni (früher Bergakademie), der von nichts Ahnung hat ausser:
      – Fechten
      – Saufen
      – Bergmannslied
      – Clausthaler Mitternachtsschrei
      unberührt von den weltbewegenden Buxendingen und sonstiger geisteswissenschaftlicher Gedankenschwere………

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    • @ Anonym (Monokel?),
      zur Sache: was muss eigentlich Ihrer Ansicht noch alles passieren, damit sich die Buxen der dringend erforderlichen „strukturellen“ und inhaltlichen Diskussion stellen? Buxenterror analog dem RAF-Terror, mit Band und Mütze, beispielsweise?
      Und claro: es gibt BG-Bünde und Buxen, die sich klar und deutlich vom Nationalsozialismus und verwandten Ideologien distanzieren…..im Hinterzimmer. Das reicht jedoch nicht. Da gibt es neuerdings ein gutes Beispiel: die Grazer B! Marcho-Teutonia:
      http://marchoteutonia.at/
      Raus aus der „DB“ (was haben die als Österreicher auch dort verloren?), raus aus der „BG“, dito. Man sehe sich deren homepage an. Alles vertretbare Argumente.
      Ich hoffe immer noch, dass sich @BPA als ehemaliger Raczek „aufrafft“, uns seine Sicht der Dinge mitzuteilen, warum dieser Bund so nach rechts abgedriftet ist. Vermutlich dürfte es da viele Parallelfälle geben.

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      • „Buxenterror analog dem RAF-Terror, mit Band und Mütze, beispielsweise?“
        Gab es doch schon alles.
        In den Sechziger Jahren, Stichwort Südtirol-Terror, unter starker Buxen-Beteiligung. Das Lied „Ich spreng den Mast in Südtirol“ ist in gewissen Buxenkreisen bis heute populär, und jene Aktionen werden gerne in einer Traditionslinie von Sand und zuweilen Hofer als herausragende Beispiele des nationalen burschenschaftlichen Befreiungskampfes gefeiert.
        Und die österreichische VAPO in den Neunziger Jahren rekrutierte sich großenteils bei Teutonia Wien.
        Was also spräche dafür, dass heutiger Buxenterror die DB erschrecken und nicht begeistern sollte?

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      • @ Roger,
        bekannt, bekannt: „Student sein, wenn die Masten fallen“ hätten auch Sie in Clausthal vor Ihrer Zeit zu nicht allzu fortgeschrittener Stunde auf einem gewissen Buxenhaus hören können, incl. „Horst Wessellied“.
        Die Kloakenbuxen samt ihrem „Ostmarkenkartell“ (offensichtlich die creme de la creme österreichischer Buxerei) lieferten uns schon recht frühzeitig massenweise Material für eine „Inhalts/Strukturdiskussion“ über die „DB“. Wir haben sie geführt und entsprechende Entscheidungen gefällt. Sehr schwierig war das übrigens nicht.

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      • @ Otto Framm
        In der Sache gebe ich Ihnen völlig recht, schon der Vorfall auf dem Annaberg hätte genügen müssen. Aber nun kommt eine Sorte Menschen ins Spiel, die es an Ingenieurhochschulen eben nicht gibt: die Juristen (ich bin zum Glück keiner und „das Einzige, das ich von Juristen verlange, ist, dass sie bei Sonnenaufgang wieder in ihren Särgen liegen.“ :-)) )
        Ihnen waren die Belege immer nicht deutlich genug.
        Wenn wir uns also über das strukturelle Problem der DB unterhalten, so müssen wir als Erstes feststellen, dass der starke Einfluss der Juristen ein erheblicher Bestandteil des Problems ist.

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      • @ Anonym,
        Recht haben Sie, die Buxen-Juristen sind eine Quelle ständigen Ärgernisses, schon seit langem, vor allem, wenn sie Verbandstagungen, Gremiensitzungen als „Trainingswiesen“ für ihren zukünftigen Beruf missbrauchen. Auf der anderen Seite habe ich selten ein Thema miterlebt (Beispiel: Firmenentscheidungen), bei dem 2 Juristen (Bedenkenträger) nicht völlig widersprüchliche Ansichten geäussert haben. Es kommt also schlussendlich doch auf die Ziele und Mehrheitsverhältnisse an.
        Womit wir vermutlich bei einem zentralen Punkt angelangt wären: nicht die „Struktur“ ist da Hauptproblem (zwar ein Ärgernis), sondern der Inhalt, die Zielsetzung. Und da scheuen sich viele Buxen, dieses Thema überhaupt anzupacken. Das ständige Herumfloskeln/interprieren an alten Wahlsprüchen wird den Burschenschaften auf Dauer nicht weiterhelfen, sondern höchstens ihren Untergang beschleunigen.

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    • @Otto Framm
      Das Beharren auf formalen Floskeln (wie schon bei Sand!) wird die DB nicht retten.
      Das Versagen der burschenschaftlichen Erziehung sehe ich darin, dass die Aktiven nicht geschult wurden, den Floskeldreschern gehaltvolle Gegenargumente entgegenzuhalten. Ich sehr früh lernen müssen, die burschenschaftlichen Werte in moderne Formeln zu übersetzen, das hat mich persönlich immunisiert. Ich sehe es aber bei vielen intelligenten BGlern, dass sie das nicht geschafft haben und damit rechten Rattenfängern zum Opfer fallen.

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      • @ Anonym,
        womit wir sofort bei der Grundfrage angelangt wären: welche Ziele sollen denn durch eine „burschenschaftliche Erziehung“ erreicht werden? „Ehre, Freiheit, Vaterland“, einfach mal so, wahllos interpretierbar?
        Mit Verlaub: diese im 19. Jhdt. eminent wichtigen Ziele, die noch dazu eine breite Unterstützung in der Bevölkerung hatten, sind erreicht worden. Lassen wir einmal „Ehre“ aussen vor (da doch sehr subjektiv): unsere „Freiheit“ ist durch das Grundgesetz definiert, gleich wie unser „Vaterland“. Dass diese Errungenschaften erhalten, ggfls. verbessert, angepasst, verteidigt werden müssen steht ausserhalb jeglicher Diskussion, ist jedoch (theoretisch) die Aufgabe aller Bürger. Dazu bedarf es keinerlei „burschenschaftlicher Erziehung“. Abgesehen von der völligen Bedeutungslosigkeit dieses Grüppchens sind dafür heute andere Strukturen vorhanden, welche das unternehmen: Parteien, Organisationen im vorpolitischen Raum. Ein Ziel „burschenschaftlicher Erziehung“ kann folglich sein, die Bundesbrüder zu einem aktiven, verantwortlichen Staatsbürger zu erziehen, der seine Pflichten wahrnimmt, wo auch immer er tätig ist. Das ist in der Praxis schon schwierig genug.
        Da Burschenschaften ex definitione auch ein „Lebensbund“ sein sollen, kommen wir zu einem unauflöslichen Widerspruch: was soll denn ein Lebensbund unternehmen, wenn ein Bundesbruder bei den „Grünen“, der andere bei der „AfD“ tätig ist, und die sich über eine politische Tagesfrage zoffen? Soll etwa ein BuC oder gar der beschissen strukturierte Verband, der obendrein noch undemokratisch ist, darüber entscheiden? Das wäre ja ein toller „Lebensbund“…und Du fliegst raus!
        Nicht mit mir, nicht mit BSE.

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  7. @ Otto Framm
    bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich nicht in einem offenen Forum weiterdiskutieren möchte. Gerne über email.
    Wenn es Ihnen recht ist, schicke ich Ihrem Bund eine email mit dem Vermerk Otto Framm und meinem Nick „Monokel“. Dann sollen Ihre Bundesbrüder die Nachricht weiterleiten
    Geben Sie doch bitte Bescheid, ob wir so verfahren wollen.

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    • @ Monokel,
      habe dafür Verständnis.
      Nun zu mir: Bund stimmt, „Otto Framm“ ist jedoch nicht mein Realname.
      Hier meine „Nicht-Geschäfts-email“:
      Jagdhund39@gmx.de
      Ihr Vorschlag ist für Bergleute zu kompliziert. 😉

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