NS-Verstrickung: Corps rücken von Burschenschaften ab

blitzeüberbraunbuxenkleinBislang hätte die waffentragende Studentenschaft in Österreich mit Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften als „mehr oder weniger rechtsextremer Block“ gegolten, schreibt Profil in einem Artikel, den ein Corps-Portal veröffentlicht. Doch nun würden einige Corps aus der Phalanx ausbrechen und sich mit „ihrer NS-Verstrickung“ beschäftigen. Das führe auch zu einer weiteren Distanzierung von Corps gegenüber Burschenschaften. Ein Auslöser sei der „Arier-Paragraf“ 2011 der dt. Burschenschaften gewesen, sagt Alexander Hartung, deutscher Präsident des Altherrenverbandes der Corps (VAC), der danach die Corps zu einer „Aufarbeitung ihrer NS-Vergangenheit“ aufgefordert habe.

Profil nennt zwei Corps, die heute die liberale Speerspitze unter den Korporierten seien, die sich ihrer Vergangenheit stellen würden: Corps Symposion mit ihrem Vorsitzenden Karl Heinrich sowie Corps Ottonen mit Kambis Atefle als Vorsitzendem. Aufhänger für den Profil-Artikel ist eine Veranstaltung der Israelischen Kultusgemeinde in Wien mit den Corps.
(Link: Profil-Artikel „Es gab auch Täter unter uns“, via corpsstudenten.eu)

Bei einer ersten Veranstaltung im April auf dem Haus des Corps Symposion (KSCV) hatte IKG-Präsident Raimund Fastenbauer von den Corps eine „eindeutige Positonierung und ein klares Profil“ verlangt. Andreas Peham vom DÖW kritisierte „bestimmte Burschenschaften wegen ihrer politischen Agitation und undurchsichtigen Position zu ihrer Vergangenheit.“

Im Gegensatz offenbar zu den Corps ist das Thema Vestrickungungen in NS-Zeit bei vielen Burschenschaften ein Tabuthema. Umso mehr lies vor kurzem die Forderung des Münchner Stauffen Klaus Feldmann aufhorchen, eine Historikerkommission zur Untersuchung der Verstrickungen einzusetzen (wir berichteten). Vermutlich aber bleibt es nur bei der Forderung.

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