„Waffenschweine“: Erstes Theaterstück über rechte Burschenschaften am Theater Bonn /Uraufführung und Premiere am 9. Mai

"Waffenschweine" am Theater Bonn: erstes Theaterstück über rechte Burschenschaften, Foto: (c) Theater Bonn

„Waffenschweine“ am Theater Bonn: erstes Theaterstück über rechte Burschenschaften, Foto: (c) Theater Bonn

Am 9. Mai hat mit „Waffenschweine“ das erste Theaterstück über ganz rechte Burschenschafter in Bonn seine Uraufführung und Premiere. Der durch seine hochaktuellen und politisch brisanten Abende bekannte Regisseur Volker Lösch inszeniert das Stück und wirft einen tiefen Blick in die Welt der studentischen Korporationen.

Auf Grundlage von Interviews, die die Autorin Gesine Schmidt für ihr Dokumentarstück „Bier, Blut und Bundesbrüder“ mit aktiven und ehemaligen Verbindungsstudenten führte, ergänzt durch literarische Texte und Zeitdokumente, bringt Lösch Mythen und Rituale auf die Bühne. Das Fechten mit scharfen Waffen, exzessive Trinkspiele und das Bekenntnis zur Vaterlandsliebe gehören genauso dazu wie Verflechtungen in Wirtschaft und Politik oder die Nähe zum Rechtsextremismus. „Ein tiefer Blick in die urdeutsche, männliche Seele und Stoff für polarisierende Diskussionen“, schreibt das Theater Bonn über das Stück.

Wir freuen uns, als Initiative „Burschenschafter gegen Neonazis“ unseren Beitrag zum Stück haben leisten dürfen.

Zur Vertiefung des Themas „Burschenschafter und akademischer Rechtsextremismus“ finden Zuschauer im Programmheft zu „Waffenschweine“ ein ausführliches Interview mit uns auf drei Seiten. Fazit: „Rechte Burschenschaften sind die strukturierte Form der akademischen Rechtsaußen.“ Das Gespräch finden Sie hier im Blog vorab.

Volker Lösch sei ein dezidiert politischer Regisseur, der mit seinen Arbeiten auf den Bürger und homo politicus im Zuschauer abzielt. Theater sei für ihn ein Forum der gesellschaftlichen Auseinandersetzung, schreibt das Goethe-Institut über ihn.“Relevantes Theater ist immer politisch“ sagt Lösch dem Bonner General-Anzeiger. Im Februar 2014 bescherte Lösch dem Theater Basel  mit einer Bearbeitung von Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ einen kulturellen und medial diskutierten Aufreger über Rechtspopulisten in der Schweiz.
Die Theaterautorin Gesine Schmidt wurde für ihre dokumentarischen Theaterstücke und Hörspiele mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise für „Der Kick„, ein Theaterstück über die grausame Ermordung eines 16-Jährigen durch drei Rechtsradikale in der Uckermark.

Weitere Informationen:

Szenenfotos aus Theaterstück: Fotostory Saufen-Fechten-RumHeilen

Original Textpassage aus Stück über „Ariernachweis“ der rechten Burschenschaften

Gespräch über politische Hintergründe zum Stück „Burschenschaften und akademischer Rechtsextremismus“ mit unserer Initiative

Theater Bonn über „Waffenschweine“

Aufführungstermine: 09 Mai 19:30 H, 16 Mai 19:30 H, 25 Mai 18:00 H, 01 Jun  18:00 H, 21 Jun 19:30 H, 02 Jul 19:30 H, 05 Jul 19:30 H

Premiere am 9. Mai ist bis auf mögliche Restkarten ausverkauft

Einführung: am 16. Mai bietet das Theater Bonn eine Einführung ins Stück „Waffenschweine“ an: um 19 Uhr, Eintritt ist frei.

Theaterkarten: beim Online-Ticketshop des Theater Bonn

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