Thema auf arte: Die Arier von Mo Asumang über Burschenschafter und Ku-Klux-Klan

Kinoplakat "Die Arier" von Mo Asumang

„Die Arier“ von Mo Asumang inkl. Burschenschafter beim Fackelzug in Eisenach

Aufklärung über Rechtsextremismus findet im öffentlich-rechtlichen Fernsehen immer wieder mit echten TV-Perlen statt – und oft auch mit Blick auf Burschenschafter. Beispielsweise mit dem NDR-Feature „Hass, Propaganda, Mord – Die Geschichte des Rechtsterrorismus“ über 30 Jahre (von 2012).

Auch der prämierte Kinofilm „Die Arier“ der Filmemacherin Mo Asumang heute Abend auf arte um 22.10 Uhr ist solch eine Aufklärungs-Perle. Zeigt er doch unverhüllt, wie sich weltweit rechte Bewegungen, beispielsweise Ku-Klux-Klan oder Burschenschaften, im Gespräch geben und welch kruden Rassetheorien sie teilweise huldigen. Beim Eisenacher Fackelzug versuchen sich Burschenschafter am Thema Arier. Das ist erhellend und erheiternd. Im anschließenden Interview mit Mo Asumang hat Christian Becker von der Initiative „Burschenschafter gegen Neonazis“ das Eisenacher Gestammel einstufen dürfen.

Heute Abend 22.10 Uhr arte einschalten. Auch das ZDF sendet „Die Arier“, am 5.5. in der Reihe „Kleines Fernsehspiel“.

In der arte-mediathek ist der Film auch online zu sehen.
Auch in der ZDF-Mediathek ist er online .

„Die Arier“ als Thema in TV-Shows

Die Wichtigkeit der Aufklärung über Rechtsextremismus erläutert die Filmemacherin Mo Asumang in zahlreichen TV-Interviews in den nächsten Tagen:

3sat „Kulturzeit“, 29.4. von 19.20-20 Uhr

arte, 29.4., 22.10 Uhr, nach Ausstrahlung von „Die Arier“

ZDF „Morgenmagazin“, 30.4., zwischen 8-9 Uhr

ZDF „Markus Lanz“, 1.5., 23.00-0.15 Uhr

ZDF „Volle Kanne“, 5.5., 9.05-10.30 Uhr

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22 Antworten zu “Thema auf arte: Die Arier von Mo Asumang über Burschenschafter und Ku-Klux-Klan

  1. Der Film war doch extrem schlecht und krude Rassentheorien habe ich auch nicht gehört oder ist damit das Gestammel aus dem Hörsaal gemeint? 😉

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    • @Anonym: Die Eisenacher Buxen haben genauso die Aussage verweigert oder gestammelt (bis auf 1 AH) wie die Nazis auf den gezeigten Demos. Akademiker zeigen also dieselben Verhaltensweisen wie Strassennazis. Finden Sie das gut und angemessen? Warum haben rechte Buxen so eine Angst vor der Kamera?

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  2. Wie so etwas läuft, ist doch klar. Kamera draufhalten und Leute befragen, die offensichtlich nicht befragt werden wollen. Dann werden einige Halbsätze, die einem in einem schlechten Licht erscheinen lassen, zusammengeschnitten. Die hat ja in ESA viel mehr Leute interviewt als diese vier. Da scheinen die Antworten nicht ins Bild gepaßt zu haben! So läuft das immer (habe ich schon oft so erlebt), auch bei der NDB und wahrscheinlich auch in Clausthal, sollte sich dort mal ein Fernsehteam hin verirren…
    Abgesehen davon bezeichnet sich in ESA kein Einziger als Arier, dies wird einfach so unterstellt. Eine solche Herleitung steht doch auf ganz dünnen Eis, das müßten Sie doch auch erkennen!

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    • @Anonym: Ist es für Sie nicht auch ein wenig befremdlich: viele rechte Buxen beklagen eine angebliche fehlende Meinungs- und Pressefreiheit. Und wenn man die Chance vor der Kamera hat, dann will man nichts sagen (bis auf 1 AH). Schließlich hat die Reporterin nach einer persönlichen Meinung gefragt, nicht nach einer Verbandsstellungnahme. Mit Verweigerung macht man sich doch automatisch angreifbarer und muss sich mit den ähnlich reagierenden Strassenrechten vergleichen lassen. Natürlich sehe ich auch Ihr vermutliches Argument, dass Journalisten rechten Buxen gegenüber nicht besonders freundlich eingestellt sind. Dann muss man dafür eine Strategie entwickeln. Ob Schweigen und Verweigerung die Richtige ist?

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      • Nochmal, es haben ja mehr geantwortet. Aber das paßte eben nicht in das vorgefaßte Bild. Mit Pressefreiheit hat das wohl wenig zu tun, hier geht es um billige Stimmungsmache!

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        • @Anonym: Da kann man nur Klaus Feldmann von der Stauffia zitieren: Burschenschafter sollen sich nicht „wie gewohnt als missverstandene Opfer einer linkslastigen Gesellschaft und Medienlandschaft in die Wagenburg zurückziehen“

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    • @ Anonym,
      wie dem auch sei, ob nun Clausthal hinterm Mond liegt, oder Ihr anonymer Hochschulort der Nabel der Welt bedeutet, ich habe mich hier bemüht, die Diskussion zu beleben, auch andere Oberharzer Unwichtigkeiten einzubringen. All das wird hier nicht goutiert. Also: plaudern Sie (und andere) doch bitte munter weiter über sog. Buxen-Essentialia, wenn es denn weiter helfen sollte.
      Mich hingegen langweilt das auf Dauer.
      Glückauf!

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  3. Direkte Antwortfunktion geht nicht mehr!

    „Was sagen Sie denn zu Feldmanns Aufruf, dass rechte Buxen sich nicht immer als selbsternannte Opfer der Medien positionieren sollen?“

    Das ist doch keine Positionierung, wenn ich sage nur, wie es läuft. Wenn man sich auch abseits der B. oder der Politik mit Themen auskennt, läuft es da ja auch nicht anders. Für mich leidet da nur die Glaubwürdigkeit der Presse/der Medien insgesamt. Also sollte man nicht alles unkritisch glauben, was einem da vorgesetzt wird.

    P.S. Der Spaß mit Clausthal mußte einfach sein!

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    • @Anonym: Dabei sind Sie als Linzer doch verwöhnt, haben Sie in Österreich doch viel mehr Medien, die bei rechten Buxen Augen zudrücken. Vielleicht nehmen Sie die deutschen Medien daher als kritischer wahr?

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    • @Anonym: Wenn die Medien aus Ihrer Sicht nicht mehr glaubwürdig sind, warum beschäftigt der Verband dann noch einen Pressesprecher? Dann wäre es doch konsequent, jeden Kontakt mit den Medien zu meiden. Apropos Pressesprecher – gibt es den eigentlich noch? Seit November nichts mehr gehört.

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    • @ Anonym,
      für Ihren „Spaß“ „Clausthal, sollte sich dort mal ein Fernsehteam hin verirren…“ hat schon Kurfürst Georg III von Hannover seine Amme vor Langeweile in de Brust gebissen.Falls Sie Linzer Buxe sein sollten: möglicherweise veriirt sich ein Fernsehteam in diese bedeutende Weltstadt etwas häufiger, um auf den Spuren des „Gröfaz“ zu wandern, oder um Musik eines verquasten Komponisten zu übertragen, aus dessem Hals (incl. Notenhälse) die Weihrauchschwaden qualmten….;)

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      • @Otto Framm

        Wie gehen Sie denn mit der größten Hoffnung der Resterampe um? 😀

        Wo wenn nicht im Linz im Burschenturm sollen die denn ihren BT abhalten wenn die endgültig in Eisenach nicht mehr willkommen sind? 😉

        Da ist noch Potential!

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      • @ Man w/o Shadow,
        normalerweise unternehme ich das eher selten. Aber, wenn es zu albern und langweilig wird, bricht bei mir der Nieder/Stammessachse, Lutheraner und BSE´ler durch. Naja, die Resterampe-Buxen sind seit 20 Jahren BSE entwöhnt. Hier sollten sie sich wieder daran gewöhnen. Es hat sich nichts geändert. 😉
        Ernsthaft. auch für @ BPA-Buxen: es wird hier zu keiner vernünftigen Diskussion kommen, wenn alles im Incognito abläuft. Man stelle sich einmal vor, das wäre kein Blog, sondern eine öffentliche Diskussion unter Buxen unterschiedlicher Auffassungen. Der Diskussionsleiter, hier BPA-Buxen, klar sicht- und erkennbar mit Band und Mütze, gleich wie der BSE´ler. Die weiteren Teilnehmer befinden sich hinter schwarzen Vorhängen, unsichtbar, hinter denen zu Beginn eine weinerliche Stimme ertönt „ich darf hier nicht öffentlich erscheinen, weil mein Verband ein Kontaktverbot mit BPA erlassen hat. Entweder fliege ich aus dem Bund, oder mein Bund aus dem Verband“. Eine weitere Stimme ertönt ebenso weinerlich „ich will hier nicht öffentlich auftreten, weil mein Bund sich in einer schon länger andauernden Prüfphase befindet, und ich nichts präjudizieren will, kann und darf“.
        Und mit Sicherheit singen alle diese Herrschaften auf ihren jeweiligen Kommersen/Kneipen mit schmetternder Stimme „..im scharfen Gang, der selbst gewählt, der Mut sich für das Leben stählt“,
        Mit Verlaub, das ist alles an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.

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    • Nachtrag: Genau das ist der gemeinte unseriöse Journalismus! Solche unhaltbaren Aussagen von einem „Experten“, der in seiner Aktivenzeit in der burschenschaftlichen Szene vermutlich nicht besonders viel herum gekommen ist, beschäftigen sich nicht mit dem vermeintlichen Problem, sondern dienen nur der Stigmatisierung! Das dürfte sogar der größte Burschenschaftsgegner so sehen!

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  4. Der Film war entgegen meiner Vorahnung dann doch gut gelungen. Über die extremen Spinner (Reichsflugscheibe!!!!) braucht man nichts mehr zu sagen. Der Teil über Burschenschafter war aber im Vergleich zu anderen Berichten doch sehr ausgewogen. Hinweis auf Schwarz-rot-gold am Anfang. Man hat der burschenschaftlichen Minderheit (DB/BG!) die Gelegenheit gegeben, sich zu äußern. Außerdem hat man Becker zu Wort kommen lassen, der sicher der Mehrheit der Buschenschafter eigentlich aus dem Herzen spricht.
    Meine Meinung zum Thema „ungewollt gefragt werden“: Wenn man sich auf einen offiziellen Festakt begibt, der ja gerade auch die Presse zulässt, dann sollte man schon einen gescheiten Satz rausbringen können oder man bleibt zu Hause. Einen Hinweis auf einen Pressesprecher kann man auch charmanter geben.

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    • @Alexander D. Sie bringen es auf den Punkt. Denn die Reporterin hat doch eigentlich eine einfache Frage an die DB-Buxen „Was ist deutsch“? Das müßte doch jeder DB-Buxe nach den mehrjährigen Diskussionen rückwärts buchstabieren können – auch ohne sich hinter einer Vorsitzenden vertstecken zu müssen. Dass die Buxen selbst so eine einfache Frage nicht beantworten dürfen oder wollen, spricht nicht gerade für die Meinungsfreiheit im Verband.

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  5. Ich hoffe die Freundschaft von mo Asumang zu Freundin Esther
    leidet nicht zu sehr wenn sie sich gemeinsam den Film anschauen!

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