Hamburger Burschenschaft Chattia wieder im Verfassungsschutzbericht 2013

kitchenWie in Jahren zuvor erhält die pennale Burschenschaft Chattia Friedberg zu Hamburg ein eigenes Kapitel im Bereich „Sonstige rechtsextremistische Organisationen“ des Hamburger Verfassungsschutzbericht 2013. Auf einer Seite des am 14. April vorgestellten Berichts porträtiert der Verfassungsschutz die Burschenschaft. In der Burschenschaft würden Personen mitwirken, die Beziehungen in die „rechtsextremistische Szene“ unterhalten, u.a. für die NPD aktiv sind oder waren und die „deutliche Sympathien für den Nationalsozialismus“ zu erkennen geben.

Der Bericht erwähnt die „Hatz“ als Fechtveranstaltung vom April sowie den von Chattia organisierten Pennälertag auf dem Haus der Hamburger Burschenschaft Germania.

Gegenüber 2012 hat der Verfassungsschutz den Bericht über Chattia nahezu verdoppelt (eine halbe Seite in 2012, ca. eine Seiten in 2013).

 

Auszug aus Hamburger Verfassungsschutzbericht 2013, Seite 176 und 177
„9. Sonstige rechtsextremistische Organisationen und Bestrebungen

9.1 Pennale Burschenschaft Chattia Friedberg zu Hamburg (PB! Chattia)

In der „Pennalen Burschenschaft Chattia Friedberg zu Hamburg“ (PB! Chattia) wirken seit ihrer Gründung 1989 im hessischen Friedberg Personen mit, die Beziehungen in die rechtsextremistische Szene unterhalten, unter anderem für die NPD aktiv sind oder waren und die deutliche Sympathien für den Nationalsozialismus zu erkennen geben. Ihr Wahlspruch lautet „Volkstum – Wahrheit – Recht“. Ihre völkisch-kollektivistische und nationalistische Ausrichtung kommt auch in ihrer Selbstdarstellung zum Ausdruck: „Wir fordern Männer, die bereit sind, ihr „ICH“ hinter die Gemeinschaft zurückzustellen und die bereit sind, die ewigen Ideale Deutschlands zu leben“.
Die Verbindung hat, einschließlich der sogenannten „Alten Herren“, rund 30 Mitglieder; die meisten sind inaktiv. Die PB! Chattia wendet sich vorrangig an Schüler und Auszubildende ab 16 Jahre, was sie von einer akademischen Verbindung unterscheidet. Als Pennale Burschenschaft gehört sie nicht dem Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB), sondern dem „Allgemeinen Pennäler Ring“ (APR) an. Seit dem Wechsel des Bundessitzes nach Hamburg im Jahr 1992 trägt sie den Namenszusatz „zu Hamburg“. Die PB! Chattia erwartet von ihren aktiven Mitgliedern regelmäßige Teilnahme an Treffen und Veranstaltungen, die Übernahme von Pflichten für die Gemeinschaft sowie Kenntnis über Geschichte und Verhaltenskodex der Burschenschaft. Um „Feiglinge und Dummschwätzer auszusortieren“, erwartet sie darüber hinaus von ihren „Füxen“ und „Burschen“ mindestens einen Fechtgang mit dem Säbel.
Die PB! Chattia unterhält kein eigenes Verbindungshaus. Aus diesem Grund ist sie bei der Durchführung von größeren burschenschaftlichen Veranstaltungen auf die Unterstützung anderer Verbindungen angewiesen. Im April 2013 veranstaltete sie eine so genannte „Hatz“, bei der es sich um eine für Pennalverbindungen typische so genannte Pauk- oder Fechtveranstaltung mit leichten Säbeln handelt, deren Klingen stumpf sind, um ernsthaftere Verletzungen zu vermeiden.
Die PB! Chattia richtete 2013 für den APR auch den alljährlichen Pennälertag aus. Hierzu stellte die Hamburger Burschenschaft Germania ihre Räumlichkeiten in der Sierichstraße zur Verfügung. Nach Angaben der Schülerverbindung waren zu diesem überregionalen Ereignis über 40 Teilnehmer aus neun Mitgliedsbünden des APR nach Hamburg gekommen.
Die PB! Chattia ist selten öffentlich aktiv. Ihre Internetseite ist knapp und allgemein gehalten und enthält kaum Informationen über ihre Aktivitäten.“

Link: Link zum Hamburger Verfassungsschutzbericht 2013
Im gleichen Verfassungsschutzbericht hat das Landesamt die Entwicklung des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft ausführlich dargestellt.

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