„Die Arier“ von Mo Asumang entlarvt Burschenschafter/29. April auf arte, 5. Mai im ZDF

Prämierter Kinofilm: "Die Arier" von Mo Asumang entlarvt auch rassistische Burschenschafter

Prämierter Kinofilm: „Die Arier“ von Mo Asumang entlarvt auch rechte Burschenschafter

Was sind eigentlich Arier und wie nutzen Rechte weltweit den Begriff, um gegen angebliche Nicht-Arier zu hetzen? Dieser Frage hat sich die Filmemacherin Mo Asumang in ihrem Doku-Kinofilm „Die Arier“ gewidmet und dafür weltweit ganz rechte Bewegungen besucht. Mit entwaffnenden Fragen fühlt sie Mitgliedern z.B. von Ku-Klux-Klan und Burschenschaften auf den Zahn. Stammelnd fielen beispielsweise rechte Burschenschafter bei einem Treffen in Eisenach auf die offenen Fragen Asumangs herein. Sie begleitete auch einen Fackelzug von Burschenschaftern. Aber auch Initiativen gegen Rechtsextreme, wie z.B. unsere Initiative „Burschenschafter gegen Neonazis“ hat Asumang befragt. Bei einem Interview in einem ehrwürdigen Universitätssaal gab Blogger und ex-Burschenschafter Christian J. Becker einen Einblick in rechte Burschenschaften und in Aktivitäten gegen diese. Sein Fazit im Interview mit Mo Asumang: „Rechtsextreme Burschenschafter wollen hassen“.

Im TV ist der Kinofilm „Die Arier“ am 29. April auf arte zu sehen. Ein Themenabend ab 22.10 Uhr zeigt zunächst den 90-minütigen Doku-Kinofilm und anschließend ein Studiogespräch mit der Filmemacherin Mo Asumang. Auch das ZDF präsentiert den Film in der Reihe „Kleines Fernsehspiel“, und zwar am 5. Mai um 23.55 Uhr. Weitere Ausstrahlungen: 9. Mai ZDF.Kultur um 20.15 Uhr, 15. Mai arte 9.00 Uhr. In der ZDF-Mediathek ist er online zu sehen (Burschenschafter auf Wartburg etc.: Minute 18 bis 21.30, Initiative Burschenschafter gegen Neonazis ab Minute 21.30 bis 23.30).

Momentan tourt der Film bei Kinofestivals und räumt Preise ab, beispielsweise in den USA zwei Preise des Phoenix-Kinofestivals, in Nürnberg den „Öngören Preis für Demokratie und Menschenrechte“. In Berlin ist „Die Arier“ für den „berlin new film award“ des Festivals Achtung Berlin nominiert.

Asumang hat bereits mit dem Film „Roots Germania“ über Rassismus Aufsehen erregt und war für den Grimme Preis nominiert. Bekannt geworden ist sie als erste afrodeutsche Moderatorin im deutschen Fernsehen.

„Die Arier“ ist eine Koproduktion von arte und ZDF. Der Film wurde von Hanfgarn & Ufer Filmproduktion GbR und MA Motion GmbH produziert, sowie gefördert durch Nordmedia und die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

Gewisse Sorgenfalten löst die Ankündigung des Films „Die Arier“ bei manchen Burschenschaftern aus. Norbert Weidner, Immer-noch-Betreiber des Twitterauftritts von @burschenschaft, schreibt dazu: „Auch Hetzblog-Betreiber mit dabei: Im TV ist der Kinofilm „Die Arier“ am 29. April auf arte zu sehen“ (mit Link auf http://www.die-arier.de), ein burschenschaftlicher Kommentator hier im Blog befürchtet, dass nicht-braune Burschenschaften durch den Film wieder in das Lager der rechten Burschenschaften zurückgetrieben würden. Er findet nach seinem Geschmack Moderatorin und Film schlecht.

Weitere Informationen zum Film:
Webseite zum Film: www.die-arier.de

arte-Guide zum Film
Mo Asumang im arte-Magazin
ZDF-Pressemappe zum Film mit Interview Asumangs
Goethe-Institut über Die Arier

 

Auszug aus einer Rezension zum Film „Die Arier“ mit Blick auf den Part zu Burschenschaften von www.SERIENHAI.de:

… „Erschreckend wird es, wenn Mo Asumang sich bei einem Burschenschafts-Treffen umschaut. Junge Männer mit Karnevalshütchen auf dem studentischen Kopf, nationalistischem Liedgut auf den Lippen und Bierkrügen in der Hand drucksen bei der Frage herum, was denn nun eigentlich die Begriffe “deutsch” und “Vaterland” bedeuten – eine Antwort wollen sie einer afrodeutschen Filmemacherin offenbar vor der Kamera nicht geben.
Ein paar der “Alten Herren” stammeln dann Erklärungsversuche – es gruselt einem bei dem Gedanken, dass man hier die aktuelle und kommende “Elite” des Landes sieht und es fallen dem Betrachter spontan stattdessen ganz andere Begriffe für diese Herren ein. Sehr aufschlussreich sind dazu die Ausführungen von Christian Becker von der Initiative “”Burschenschafter gegen Rechtsextremismus”, der im Gespräch mit Mo Asumang ein wenig an den jungen Bill Murray erinnert.“
„Dieser Film hat alles, was eine wirklich rundum gelungene Dokumentation braucht. Er ist äußerst unterhaltsam, stellenweise richtig lustig, aber auch sehr bedrückend und ab und an regelrecht erschreckend. Er ist aber auch einfühlsam und bewegend inszeniert und er hat eine Botschaft.“

Bewertung Serienhai.de: “Muss man gesehen haben”: Mo Asumangs Film “Die Arier” unbedingt anschauen.“

Link: Serienhai.de, Rezension „Die Arier“ – Mo Asumang und die Rassisten

//

//

Advertisements

9 Antworten zu “„Die Arier“ von Mo Asumang entlarvt Burschenschafter/29. April auf arte, 5. Mai im ZDF

  1. Mal eine Frage, Herr Blogbetreiber: Wollen Sie die ganze burschenschaftliche Bewegung zerstören, oder was wollen Sie?
    Das frage ich mich bei Ihrer Anzeige dieses „Filmchens“ (leider gibt es im Deutschen keinen doppelten Diminutiv) schon.

    Gefällt mir

    • @Anonym: Was stört Sie am Kinofilm Die Arier? Er fuhrt Rassisten vor, darunter auch rassistische Burschenschafter. Glücklicherweise ist nur ein Teil der Buxen rassistisch. Gegen diesen Teil gehen wir vor.

      Gefällt mir

    • Mal eine Frage, Herr Anonym: wo, wie, bei welcher Burschenschaft gibt es denn „Bewegung“? Falls die Antwort „ja“ sein sollte, wie begründen Sie das?

      Gefällt mir

      • @ Bonner Buxe,
        das wäre ja immerhin noch eine Bewegung!
        Nee, man verweilt geruhsam in einer Starre, definiert den eigenen Standpunkt, hier die Interpretation der „Ideale“ als Gott gegeben, und alles was sich bewegt „passt sich dem ach so pöhsen, sich bewegenden Zeitgeist an“.
        Bitte, bitte, kleiner Tip welchen Buxenverein Sie angehören. Bin sehr neugierig.

        Gefällt mir

    • @Anonym: Könnten Sie uns erläutern, worin denn momentan die Aktivitäten der „burschenschaftlichen Bewegung“ bestehen? Es besteht offensichtlich in der Öffentlichkeit darüber eine andere Wahrnehmung als bei manchen Buxen.

      Gefällt mir

    • @Anonym

      Was meinen Sie mit „burschenschaftlicher Bewegung“? Doch nicht etwa die Resterampe, die wegen Selbstaufgabe der Prinzipien „Ehre“ und „Freiheit“ nicht mehr burschenschaftlich ist?
      Die können die Blogbetreiber unmöglich zerstören. Denn nicht einmal der beste Zauberer kann Brot in Brot verwandeln.

      Gefällt mir

  2. @alle Zugegeben, „Bewegung“ war ein Verlegenheitsbegriff, um das ganze Spektrum der Burschenschaften von nichtschlagenden bis zu den ganz rechten abzubilden. Da habe ich in einer anderen Sprache gedacht – ich sage aber nicht in welcher :-)))
    Ich habe ganz offen gesagt die Befürchtung, die anderen, nicht-braunen Bünde könnten durch diesen Film Schaden nehmen und in das Lager der Rechten (zurück)getrieben werden- diese Masche hat ja lange sehr gut funktioniert. Viele Bünde sind aus diesem Grund in der DB geblieben, weil sie fürchteten dann ungeschützt den Angriffen der Antifa ausgesetzt zu sein.
    Aber dieses Motiv kann man ja diskutieren.
    @BPA-Buxe: danke für die Klarstellung
    Den Film und die Moderatorin finde ich trotzdem (nach dem, was ich bisher kenne) schlecht- aber das ist natürlich Geschmackssache.

    Gefällt mir

    • Es ist die Frage einer vernünftigen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Image der Rest-DB kann natürlich nicht mehr gerettet werde. Da ist der Drops im wahrsten Sinn bereits gelutscht.
      Aber die verbandsfreien, die jetzt einen neuen Verband gründen wollen, können besser wahrgenommen werden. Das hat doch in Bonn im Frühjahr 2013 hervorragend geklappt. Es wurden im Vorfeld Pressevertreter eingeladen und es kam sogar ein Vertreter vom Deutschlandfunk. Es gab stets vorher, während der Tagung und im Nachgang einen Ansprechpartner für die Presse. Ich habe selbst eine der vorbereiteten Pressemappen gesehen. Nach der Tagung gabe es eine sehr gute Pressemitteilung. Also es geht schon, wenn die Verantwortichen wollen. Aber im Augenblick sehe ich Null.

      Gefällt mir

Gerne können Sie sich mit einem Kommentar in die Diskussion einbringen. Motto: Farbe tragen heißt Farbe bekennen, heißt Namen nennen. So wie wir. Sonst no comment. Und aus gegebenem Anlass: Bitte bleiben Sie sachlich beim Kommentieren. Für den Inhalt der Kommentare sind die Kommentarschreiber verantwortlich. Und geben Sie sich einen eindeutigen Nickname, denn lauter "Anonyms" können nicht besonders gut miteinander diskutieren. Danke für Ihren Beitrag.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s