FAZ: Deutsche Burschenschaft kaum noch repräsentativ für Burschenschaften

logo-debeadeUnd wieder widmet die FAZ einen umfassenden Artikel dem Rechtsruck der Deutschen Burschenschaft und seinen Folgen. Schmerzen dürfte die DB besonders die FAZ-Einschätzung, dass man die DB kaum noch als repräsentativ für den Verbindungstypus Burschenschaft bezeichnen könne. Der Autor macht einen „eklatanten Bedeutungsverlust der DB“ an folgenden Faktoren fest: kein ernstzunehmender Gesprächspartner mehr bei den drängenden gesellschaftlichen Debatten, kaum noch DB-Burschenschafter in gesellschaftlich führenden Positionen, Schrumpfen der Mitgliederzahl auf „gut ein Drittel“ seit den sechziger Jahren, immer weniger Hochschulorte mit DB-Burschenschaften etc. Der rechte Flügel habe die „Gesundschrumpfung“ und „Profilbildung“ zunächst begrüßt, stehe aber nun vor den Folgen des Bedeutungsverlustes. Der Autor stellt auch die Frage, wie lange der „Dachverbandsbetrieb noch finanziert“ werden könne. Und er urteilt abschließend, dass die Burschenschaften zurückgefallen seien auf die 1860er Jahre vor der DB-Gründung mit einer „weltanschaulich-ideologisch begründeten Zersplitterung“ und einer Beschäftigung mit sich selbst.
Der Autor Matthias Stickler ist Historiker, Hochschullehrer und laut seinem Wikipedia-Profil ein CVer – also ein Verbindungs-Insider.

Link: FAZ.net „Die Krise der Deutschen Burschenschaft“

Die FAZ war die erste Tageszeitung, die Anfang 2013 in einem Kommentar zum Austritt aus der Deutschen Burschenschaft aufforderte. In einem weiteren Artikel stufte sie die DB-Entwicklung als „Kleiner und rechter“ ein.

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3 Antworten zu “FAZ: Deutsche Burschenschaft kaum noch repräsentativ für Burschenschaften

  1. Aber ist es nicht doch erstaunlich, dass über einen angeblich derart bedeutungslos gewordenen Verband dermaßen viel berichtet wird?
    Konterkariert sich der fraglos vorzüglich geschriebene Artikel damit nicht doch selbst? Sind burschenschaftliche Ideale am Ende doch nicht vorgestrig? Und wer vertritt dieselben heute noch ehrenhaft und glaubwürdig?

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