„Antiliberalismus“: Neukonzeption der Deutschen Burschenschaft veröffentlicht Aula

logo-burschenschafter-gegen-neonazisAutoren der österreichischen rechten Zeitschrift Aula haben sich Gedanken gemacht über eine „Neuorganisation“ der Deutschen Burschenschaft (DB), schreibt die österr. Wissenschaftsorganisation FIBU, die über rechte Umtriebe forscht. Die Wissenschaftler fassen einen Artikel eines Aula-Autoren zusammen: ein Grund für die Krise der DB sei eine „(Teil-)Wiedervereinigung und fehlende gemeinsame Ziele danach. Die Ziele der DB seien aber noch nicht erreicht, da die „Feinde“ Deutschland weiter zerstören wollten. Lösung: Der Aula-Autor „verordnet den Burschenschaftern neben einer Aufnahme des christlichen Bekenntnisses eine Rückbesinnung auf den Antiliberalismus: Auch wenn die DB die Demokratie beschwöre, habe sie mit ihrer „Kritik an der ‚egalité’ – die fast synonym für Demokratie steht – […] schon oft festgestellt, daß Freiheit und Gleichheit sich gegenseitig ausschließen.”

Ein zweiter Aula-Autor, Burschenschafter bei der letztjährigen Vorsitzenden Teutonia Wien, macht einen „politischen Generationenkonflikt“ für die Krise des Dachverbandes verantwortlich, beschreiben die FIBU-Wissenschaftler: Die Jugend sei laut Autor national-konservativ ausgerichtet, die Alten Herren seien durch das Gedankengut der Achtundsechziger „negativ“ beeinflusst. Und die Alten Herren seien in den Führungsstrukturen „momentan“ tonangebend. (Link: FIBU Die AULA zur Krise der Deutschen Burschenschaft)

Im letzten Jahr wurde ein Positionspapier der Burschenschaftlichen Gemeinschaft publik, in der sie eine „Bedrohung“ „des deutschen Vaterlandes“ proklamierte und sich als Bewahrer definierte, der dafür sorge, dass die Flamme nicht erlischt.

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10 Antworten zu “„Antiliberalismus“: Neukonzeption der Deutschen Burschenschaft veröffentlicht Aula

  1. Wissenschaftsorganisation ist etwas hochtrabend. Eine Vernetzung von linken Wissenschaftern, die mit ihrem WordPressblog sehr seriös daherkommen. Wenn man sich die Mitglieder und deren Forschungsschwerpunkte (Gender!) ansieht, dann weiß man auch genau, mit wem man es zu tun hat.

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      • Was Herr Reisegger meint, soll er meinen. Er ist jedoch kein Verbandsbruder und daher ist seine Meinung genauso bedeutend wie die eines jeden anderen außerhalb des Verbandes stehenden.
        Der BT hat erst im vergangenen Jahr Leitbilder beschlossen. Die wurden leider noch nirgendwo besprochen, vermutlich, weil man darin keine Aufreger gefunden hat…

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        • @MR Wenn andere Medien bisher nicht über die neuen Leitbilder berichtet haben, dann hätten Sie hier die Chance dazu. Berichten Sie hier einfach, was Ihnen an den Leitbildern gefällt. Leitbilder werden kaum dem Convents-Geheimnis unterliegen, sonst wären sie keine Leitbilder.

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    • @MR

      Wenn Herr Reisegger „meinen soll“, wieso wird er denn ständig von Mitgliedern der Resterampe zu Vorträgen eingeladen? Kommt da eine ersthafte Antwort von ihnen oder werde ich nur die Standardausrede bzgl. rechtsextremer in dem Fall offen antisemitischer Referenten zu BAs zu hören bekommen?

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      • Sie werfen Antisemitismus und Rechtsextremismus vor, bleiben jeden Beweis schuldig. Auch weiß ich nicht, wo er das letzte Mal referiert hat. Sie könnten die entsprechenden Bünde am besten selbst fragen.

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  2. Ein weiterer Beweis, dass die Resterampe unburschenschaftlich ist und die Prinzipien der Freiheit und der Ehre selber aufgegeben hat.

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  3. Schon erstaunlich, wie „Ösi-AltDB-Provinznachrichten“ die Wellen hier hochschlagen lassen. Wen betrifft all das eigentlich noch? Vermutlich sind die Burschenschaften des Blogbetreibers und der Poster allesamt aus diesem Verband mit nachvollziehbaren Gründen ausgetreten.
    Nachkarten? Missionieren?
    Nein danke!

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    • Das nächste Mal bitte gleich mit Quellen, ich suche ungern selbst! DÖW und Wikipedia sind für mich keine Quellen!
      VS: Gut, kann man drüber reden. Es ist aber kein VS-BERICHT, es ist eine Broschüre zu dem Thema, was es aber nicht besser macht.

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