Vorsitz Deutsche Burschenschaft wechselt: Dresdner Burschenschaft Cheruscia übernimmt

plakat-eisenach-aktuell-demokratie-ohne-schriftNach der österreichischen Burschenschaft Teutonia Wien übernimmt die Aachen-Dresdner Burschenschaft Cheruscia den Vorsitz der Deutschen Burschenschaft für 2014 (Wikipedia zu Cheruscia, Veranstaltungsbericht aus München).

Die Übernahme des Vorsitzes scheint für manche Burschenschaften ihr Verhältnis zum Verband zu klären. Die Vorgängerinnen als Vorsitzende der Jahre 2012 und 2011 sind aus der Deutschen Burschenschaft ausgetreten: Redaria-Allemannia Rostock und Arminia-Rhenania München.

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7 Antworten zu “Vorsitz Deutsche Burschenschaft wechselt: Dresdner Burschenschaft Cheruscia übernimmt

  1. Vorsitzende der „DB“ und Austritt danach? Das gabs schon in den 90ern: Brunsviga Göttingen, Vorsitzende 19992/93, Schlägel und Eisen, Vorsitzende 1993/94 und sofort danach: raus!
    Einige Burschenschaften haben halt eine längere Leitung, soll vorkommen.

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  2. :popcorn:

    2. Mitteilung der Aachen‐Dresdner B! Cheruscia (Aktivitas)

    Sehr geehrte Herren Verbandsbrüder,
    am 15. November des laufenden Geschäftsjahres 2014 wurde der Aktivitas der Aachen-Dresdner B! Cheruscia von Seiten des am 1. November neu gewählten Altherrenvorstandes in Absprache mit dem Vorstand des Cheruskerhaus-Bauverein e. V. handstreichartig das Nutzungsrecht für die Räumlichkeiten in der Eisenstuckstraße 50 entzogen. Des weiteren wurden die Aktiven mit Hausverboten belegt, sodass ein Zutritt zum Gebäude nicht mehr möglich ist. Auch besteht kein Zugriff mehr auf die E-Post-Adresse cheruscia@cheruscia-dresden.de. Ich bitte Sie deshalb e-postalische Anfragen an folgende Adresse zu senden:
    cheruscia-dresden@gmx.net
    Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und werden das Geschäftsjahr ordentlich beenden.
    Mit verbandsbrüderlichen Grüßen
    (Red. Hinweis: Personennamen auf Wunsch des Betroffenen entfernt) Ch!x Sprecher der Aachen-Dresdner B! Cheruscia (Aktivitas)

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    • Gab es das schon einmal, dass eine Vorsitzende ihre Aktivitas während des Vorsitzjahres auf Eis gelegt hat?

      Der Fall erinnert an Arminia Berlin, als sich die AH von ihrer Aktivitas wegen Rechtsruck getrennt hat. Der Verband nahm die Aktiven gerne auf.
      Wird das auch in Dresden so kommen?

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      • Für mich klingt das erst einmal nach einem unschönen, mit allen Mitteln ausgetragenen Streit innerhalb eines Bundes. In anderen Verbindungen (auch Burschenschaften) gab und gibt es sowas auch. Das betrifft auch aus der DB ausgetretene Burschenschaften, die sich neu orientieren wollten und sich zwar einig waren im Austritt, nicht aber wie es weitergeht. Für die mir bekannten Fälle ist so ein Krach mit dem Beginn des Sterbeprozesses der Korporation verbunden.
        Zu den Beweggründen des Bauvereines selbst ist nichts bekannt. Ohne mehr Fakten laufen alle Bewertungen auf Spekulation hinaus. Die Aktivitas scheint sich auch in öffentlicher Zurückhaltung zu üben, was den Rauswurf angeht. Das kann nur damit erklärt werden, dass sie das Gespräch in die Altherrenschaft suchen. Mit welchem Ergebnis auch immer.
        Von Skandalen aus Dresden ist mir nichts bekannt geworden. Die Vorsitzarbeit hat die Aktivitas recht unauffällig geführt.
        Es gibt eine kritische Frage, die man stellen könnte: hat die Aktivitas der Cheruscia gegen Thessalia zu Prag ein Untersuchungsverfahren wg. des Verdachts auf Aufgabe burschenschaftlicher Grundsätze eingeleitet. Mit den jüngst bekannt gewordenen Vertrickungen liegt es nahe, diesen Punkt zu untersuchen. Die öffentliche Stellungnahme von Thessalia ist auch sehr dünn. Aber reicht ein Fehler im Verbandsvorsitz aus, um den Bauverein dazu zu bringen, die Aktivitas vor die Tür zu setzen?

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        • @Kritischer Buxe, es war doch schon erstaunlich, dass eine AH-Schaft mit liberalem Ruf und fakultativem Fechten (das gibt es wirklich nicht mehr häufig in der DB) eingewilligt hat, den Verbandsvorsitz eines Verbandes mit einerseits Rechtsruck und andererseits Austrittswelle der Bünde, die eigentlich auf der Wellenlänge der AH-Schaft liegen könnten. Vielleicht hat sich die AH-Schaft eher nahe an der IBZ gesehen. Vielleicht hat sich dann die AH-Schaft von der rechten Aktivitas zum Vorsitz breitreden lassen.
          Vielleicht war die Nichteinleitung eines Untersuchungsverfahren gegen die Bayreuther einfach der letzte Zündfunke an einem Pulverfass.
          Wie der Mitteilung zu entnehmen ist, hat der AH-Vorstand gewechselt, seine erste Amtshandlung war das Hausverbot. Vielleicht haben sich auch innerhalb der AH die eher Liberal-Konservativen, statt den Sympathisanten mit der rechten Aktivitas durchgesetzt und reinen Tisch gemacht.
          Und vielleicht fühlen sich manche Alte Herren in Dresden nicht mehr so richtig wohl und wollen wieder nach Aachen zurück, weil sie auch erkannt haben, dass das Keilpotential in Dresden eher im rechten Potential liegt?

          Der Fall Cheruscia riecht ein wenig nach Arminia Berlin. Dort hat bekanntermaßen die AH-Schaft die rechte Aktivitas rausgesetzt.AH sind heute in IBZ, Aktivitas in DB. Vielleicht in Vorbild für Cheruscia?

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      • @BPA: auf so viele Vielleichts kann ich nichts sagen, sorry. Dazu weiß ich von Cheruscia zu wenig. Altherrenschaft und Aktivitas können versuchen als getrennte Vereine weiter zu bestehen. Beiden wird keine Zukunft beschienen sein.

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  3. Rein formal hat die Aktivitas (bei fast allen Verbindungen) keine Rechtsform (eben so wenig wie die Altherrenschaft, max. eine nicht rechtsfähige Gemeinschaft könnte angenommen werden), was in der Regel historische Wurzeln hat, insoweit kann die Altherrenschaft, soweit potentielle Aktive da wären, jederzeit eine neue Aktivtas aufmachen. Das Hausverbot kann nur der Bauverein e.V. aussprechen, wenn dieser der Eigentümer der Immobilie ist, was bei vielen Verbindungen so ist. Ferner ist der Vorstand der Altherrenschaft in aller Regel identisch mit dem Vorstand des Bauvereins. Die Aktivitas selber ist weder Mieter oder sonst etwas (mangels Rechtsform). Das Hausverbot kann daher auch nur gegenüber einzelnen Personen (den einzelnen Aktiven) ausgesprochen werden. Insoweit hat der neue Altherrenvorstand der Ch. wohl alles richtig gemacht.

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